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Ehevertrag - wenig Zugewinn für mich

2. September 2008 um 16:23

Hab mal ne Frage und bin irgendwie deprimiert.
Mein Mann möchte gerne einen Ehevertrag mit modifizierter Zugewinngemeinschaft, weil er Mit-Inhaber einer Firma ist.
Also wird die Firma aus dem Vermögen völlig ausgeklammert. Das ist ja auch ok so.Ich möchte ihm im Fall einer Trennung ja auch nicht seine Existenzgrundlage rauben.
Nun sagt er aber, dass unser Zugewinn die nächsten 10 Jahre so enorm steigen wird, dass er meinen Anspruch auf Zugewinn dritteln möchte, anstatt dass jeder die Hälfte bekommt. Seine Anwältin fand das ok.
Ich finde das ungerecht.
Er sagt, das wäre dann immer noch genug für mich.
Fühle mich völlig erniedrigt
was heißt denn das?
Was ist denn das für eine Liebe, wenn er jetzt schon von Trennung redet?
Es fielen Sätze wie: Ich zahle doch nicht für meine Ex!
Und was heißt denn bitte "immer noch genug für mich"!???
Klar verdiene ich weniger, aber ich arbeite eben Teilzeit und habe noch Kind und Haushalt mit am Bein, Um beides muss er sich nicht kümmern. Ich bin doch so auch maßgeblich die nächsten Jahre am Zugewinn beteiligt.
Und wer weiß schon, wie und was in 10 Jahren ist?

Habt ihr auch Eheverträge?
Bin völlig perplex.

Bitte um Rat!

Die ratlose Annika

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6. September 2008 um 18:42

Alsoooo
ich finde das unter aller ...
Schließlich, damit er diesen ganzen Scheiß in seiner Firma überhaupt mchen kann, muss eine starke Frau hinter ihm stehen. Stell dir vor, ihr bekommt kinder und du gehst garnichtmehr arbeiten. Finde ich unter aller ... Nene. Von dem Vermögen, dass ab Beginn der Ehe angehäuft wird, würde ich auf jeden Fall auf 50 Prozent bestehen!!!!!!
Du hast recht: Dadurch, dass du ein Kind hast (sorry hatte ich gerade überlesen) bist du ansonsten klar im Nachteil. Nene, lass dich da bloß nicht abspeisen!! Ich finde, das klingt echt nach ausnutzen! Und dass die Anwältign von dir damit auch noch einverstanden ist, finde ich noch schlimmer, würde ich wechseln!

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8. September 2008 um 14:00

Eheverträge...
... sind per se eine vernünftige Sache. Es hat nichts mit Erniedrigen des PArtners zu tun, wenn man einen möchte, sondern eher damit, dass man für den Fall einer Trennung dafür sorgt, dass keiner benachteiligt und bevorteilt wird.

Ich kenne mich jetzt in der speziellen von dir geschilderten Materie nicht so gut aus. Als ich mit meinem Mann darüber sprach, meinte er (er hatte dein Post allerdings nicht gelesen, ich habs ihm nur erzählt, vielleicht hab ichs falsch wieergegeben): "Zugewinn bedeutet ja nicht, dass es da um Geldwerte geht, sondern, soweit ich das verstehe, um die Firma als solche. Das heißt, wenn es wirklich zur Trennung kommt, dann hat er die 50 Prozent, die sie haben möchte, ja nicht unbedingt als Geldmasse zur Verfügung, sondern das steckt in der Firma. Wenn er das Geld dann nicht aufbringen kann, muss er die Firma aufgeben. Dass er das vermeiden will, ist eigentlich verständlich."

Ist es so? Keine Ahnung, aber in dem Fall will er dir nichts Böses. Allerdings ist es problematisch, wenn sich die Partner schon von vornherein nicht über den ehevertrag einig sind. Geht ihr zusammen zur Beratung oder macht das nur er?

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16. September 2008 um 15:55

Finde eheverträge sinnvoll
finde es ok, dass er SEIN geld nicht 100% teilen möchte. wollte ich auch nicht. nur weil ihr mal verheiratet wart muss er nicht sein restliches leben für dich aufkommen. andersrum genauso.

bei mir ist eine hochzeit frühstens in 3-4 jahren geplant, was allerdings feststeht, nur mit ehevertrag. ich werde in diesem vertrag freiwillig auf das gemeinsame haus verzichten, da es auf dem grundstück seiner eltern steht und bitte was habe ich dort verloren nach einer scheidung?? ebenso wird geregelt dass ich von dem haus auch niemals schulden haben werde und alles was im haus steht wird gerecht geteilt. ebenso gehen zukünftige kinder mit mir und er wird für die kinder zahlen, aber NICHT FÜR MICH.

ich möchte das so, da er mich für die ehe nicht bezahlen muss im nachhinein. würde mir miserabel vorkommen, wenn ich das von ihm verlangen würde.

mein freund plant auch ne eigene werkstatt, das wird sein gewinn sein, den er während der ehe mit mir aus liebe teilt und danach kann er mit seinen kindern teilen aber nicht mehr mit mir.

kann nicht nachvollziehen wieso man darauf besteht nach einer ehe geld vom mann zu bekommen. denke das steht einfach niemandem zu der es nicht selbst verdient ...

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23. September 2008 um 16:10

Diese Einstellung ist ERSCHRECKEND
und macht mir immer wieder klar, warum viele Männer GAR nicht oder nur mit Ehevertrag heiraten wollen...

Wäre dann wohl für jeden Mann zu überlegen, ob er sich nicht eine Putzfrau, eine Köchin und ein Kindermädchen einstellt, das kommt dann eindeutig billiger!!
Dann kann Frau arbeiten gehen und muss nicht "zurückstecken" - wird ja auch dazu gezwungen udn ist ja auch ein ganz ganz furchtbares Leben, so daheim, beim Kind...

Aber halt, wäre auch blöd - das ist ja schließlich das Hauptargument vieler Frauen, die doch tatsächlich meinen, dass ihnen die Hälfte des sauer verdienten Geldes des Mannes zustehen - AUCH NACH DER TRENNUNG....




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23. September 2008 um 16:13
In Antwort auf ashton_12851753

Finde eheverträge sinnvoll
finde es ok, dass er SEIN geld nicht 100% teilen möchte. wollte ich auch nicht. nur weil ihr mal verheiratet wart muss er nicht sein restliches leben für dich aufkommen. andersrum genauso.

bei mir ist eine hochzeit frühstens in 3-4 jahren geplant, was allerdings feststeht, nur mit ehevertrag. ich werde in diesem vertrag freiwillig auf das gemeinsame haus verzichten, da es auf dem grundstück seiner eltern steht und bitte was habe ich dort verloren nach einer scheidung?? ebenso wird geregelt dass ich von dem haus auch niemals schulden haben werde und alles was im haus steht wird gerecht geteilt. ebenso gehen zukünftige kinder mit mir und er wird für die kinder zahlen, aber NICHT FÜR MICH.

ich möchte das so, da er mich für die ehe nicht bezahlen muss im nachhinein. würde mir miserabel vorkommen, wenn ich das von ihm verlangen würde.

mein freund plant auch ne eigene werkstatt, das wird sein gewinn sein, den er während der ehe mit mir aus liebe teilt und danach kann er mit seinen kindern teilen aber nicht mehr mit mir.

kann nicht nachvollziehen wieso man darauf besteht nach einer ehe geld vom mann zu bekommen. denke das steht einfach niemandem zu der es nicht selbst verdient ...

ABSOLUT die richtige Einstellung!!
...

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23. September 2008 um 21:17
In Antwort auf medusa_12662532

Diese Einstellung ist ERSCHRECKEND
und macht mir immer wieder klar, warum viele Männer GAR nicht oder nur mit Ehevertrag heiraten wollen...

Wäre dann wohl für jeden Mann zu überlegen, ob er sich nicht eine Putzfrau, eine Köchin und ein Kindermädchen einstellt, das kommt dann eindeutig billiger!!
Dann kann Frau arbeiten gehen und muss nicht "zurückstecken" - wird ja auch dazu gezwungen udn ist ja auch ein ganz ganz furchtbares Leben, so daheim, beim Kind...

Aber halt, wäre auch blöd - das ist ja schließlich das Hauptargument vieler Frauen, die doch tatsächlich meinen, dass ihnen die Hälfte des sauer verdienten Geldes des Mannes zustehen - AUCH NACH DER TRENNUNG....




Also ich als Frau
muss tjeerd absolut zustimmen!

Wenn ich mich immer so durch diverse Foren lese, treffe ich immer wieder auf Frauen, die das Argument "aber ich habe doch ein Kind / Kinder und kann kein Geld verdienen" vorschieben um zu Hause zu bleiben.

Sorry, aber ich habe auch zwei Kinder, gehe Vollzeit arbeiten und habe nebenbei auch noch Haus und Mann zu versorgen. Tjeerd hat recht, eine Putzfrau kommt einen Mann viel preiswerter als eine Frau die zuhause sitzt. Bei uns kommt die einmal die Woche und von der Steuer kann man sie auch noch absetzen. Die macht die großen Sachen (Haus putzen). Das tägliche (Abwasch, Wäsche waschen, Bett machen) kann man auch vor und/oder nach der Arbeit machen. Da ich sehr früh mit der Arbeit beginne, heißt das für mich nach der Arbeit werden die Betten gemacht, die Maschine angestellt, Hausaufgaben und Spielen mit den Kindern, gemeinsames Abendessen, Abwasch, noch ein bissl spielen oder vorlesen, Kinder ins Bett und dann noch Zeit für mich und meinen Mann.

Im Übrigen: selbst wenn man keine Putzfrau hat: wenn man arbeiten geht, gibt es so was wie Wochenende - da kann man die größeren Aufgaben im Haus durchaus auch erledigen.

Wenn man selbst genausoviel arbeiten geht, ist ein normaler Mann mit Freude bereit bei der Hausarbeit zu helfen. Meiner kann absolut keine Wäsche waschen, dafür begnadet kochen. Also steht außer Frage, wer bei uns jeden Tag am Herd steht. Ein anderer kann vielleicht nicht kochen, aber nen Geschirrspüler einräumen oder die Kinder bettfertig machen sicherlich.

Ich finde man muss es auch mal von der anderen Seite sehen: der Mann geht arbeiten und finanziert der Familie das schöne Leben: Haus, Urlaub, Klamotten, Auto etc. Dann kommt die Trennung und er muss immer noch weiter finanzieren? Natürlich will die Frau, die die ganze Zeit zu Hause war, das Auto und das Haus, schließlich hat sie die Kinder zur Welt gebracht und aufgezogen. Er war ja nie da (ja, weil er die ganze Zeit arbeiten musste um alles zu bezahlen). Und ihren Lebensstandart (DEN SIE SICH NICHT SELBST ERARBEITET HAT) will sie auch behalten: also nimmt sie das Auto (das größere natürlich, wo sollen sonst die Kindersitze hin) und braucht dringend Geld für Klamotten und so weiter.

Für die Kinder nach der Trennung bezahlen - ohne Frage. Ich glaub da stimmt jeder Mann gerne zu (so sie ihm denn nicht untergejubelt wurden). Aber darum geht es ja nicht im Ehevertrag.

Mein Mann und ich haben keinen Ehevertrag. Warum auch, wir verdienen jeder unser Geld. Wenn er auch etwas mehr verdient - ja, ja die Schere zwischen den Gehältern für Männer und Frauen ist durchaus noch da, liegt aber auch daran, dass er effektiv einfach schon länger gearbeitet hat. Da ich durch Mutterschaft eine zeitlang zurückstecken musste (auch was Renteneinzahlung betrifft) ist es für ihn und mich logisch, dass die bei einer Trennung auch entsprechend angerechnet werden müsste.
Dies ist m.E. aber auch gerecht, schließlich gehe ich ja arbeiten und tue somit genau soviel für unseren Lebensstandart wie er. Ich lehne mich nicht gelassen zurück, lasse ihn schuften, weil ich ja Ehefrau bin.

Sorry, wenn ich ein bissl hart rüber komme. Du gehst ja auch teilzeit arbeiten, weiß ja auch nicht wie alt Euer Kind ist. Bitte bezieh meine Aussagen nicht auf Dich. Aber ich hab heute einfach mal die Schn*uze voll von Aussagen wie "Dir steht die Hälfte zu weil Du ein Kind hast" und mich k*tzt die Einstellung so vieler Frauen und Mädchen an: ich krieg die Kinder und muss zuhause bleiben. Gott wie furchtbar! Fragt doch mal Eure Männer ob die nicht zuhause bleiben wollen und ihr geht arbeiten, wenns zuhaus denn so schrecklich ist. Ich glaub die würden sofort mal ne Weile tauschen um auch mehr Zeit für die Kinder zu haben. Nein stattdessen müssen sie arbeiten gehen und das dann oft nicht zu knapp, damit sie eine drei-, vier-, fünf- (was weiß ich wieviel-) köpfige Familie vernünftig durchbringen können.

PS: Wenn eine Firma im Spiel ist, stimmen alle Frauen immer sofort dem Ehevertrag zu. Klar, geht die Firma krachen, hängen sie ja nach der Trennung auch noch immer mit drin. Aber sobald es darum geht den Unterhalt der kinder-aufziehenden-Frau bei Trennung festzulegen (und ich wiederhole nochmal, es geht nicht um den Kindes-Unterhalt) werden sie plötzlich empfindlich und stellen die Liebe des Mannes in Frage.

Kein Wunder, wenn der Mann plötzlich auch an der Liebe der Frau zu zweifeln beginnt!

So, ich habe fertig!

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2. November 2008 um 14:33
In Antwort auf medusa_12662532

Diese Einstellung ist ERSCHRECKEND
und macht mir immer wieder klar, warum viele Männer GAR nicht oder nur mit Ehevertrag heiraten wollen...

Wäre dann wohl für jeden Mann zu überlegen, ob er sich nicht eine Putzfrau, eine Köchin und ein Kindermädchen einstellt, das kommt dann eindeutig billiger!!
Dann kann Frau arbeiten gehen und muss nicht "zurückstecken" - wird ja auch dazu gezwungen udn ist ja auch ein ganz ganz furchtbares Leben, so daheim, beim Kind...

Aber halt, wäre auch blöd - das ist ja schließlich das Hauptargument vieler Frauen, die doch tatsächlich meinen, dass ihnen die Hälfte des sauer verdienten Geldes des Mannes zustehen - AUCH NACH DER TRENNUNG....




Aber
irgendwie ist das docha uch unfair, wenns so ausgemacht war, oder?

Bekannte meiner Eltern haben 25 Jahre Ehe hinter sich. Sie haben vorher ausgemacht, dass er weiter arbeitet und sie sich um den haushalt und die Kinder kümmert. Sie hatte also mindestens genau so viel zu tun wie er. als die kinder groß genug waren hat sie halbtags gearbeitet und viel Ehrenamtliches gemacht. Er war auch in einer Position wo Ansehen und co ne ziemliche Rolle gespielt hat. Sie haben sich also gegenseitig unterstützt - bis er irgendwann die Scheidung wollte.

Sie ist leider aufgrund der langen auszeit (4 Kinder in 10 Jahren, also 13 jahre auszeit) nie wieder richtig in ihren beruf reingekommen und hat deshalb eher schlecht bezahlte Aushilfsjobs in ihrem beruf gemacht.

Nun haben sie sich Scheiden lassen, und sie hat gar nichts mehr. Er lebt auf großem Fuße und sie von Harz IV. Das ist doch nicht gerecht! Sie waren 25 jahre lang ein team. Es war eine Abmachung zwischen beiden, und beide haben davon profitiert. Nun, nach der Scheidung hat er nur leider einfach mal ungemein viel mehr von dieser vereinbarung. ich finde schon, dass es gerecht wäre, auch sie von diesen 25 Jahren gemeinsames Arrangements profitieren zu lassen. Wäre sie nicht da gewesen, hätte er auch nicht so weit kommen können! Alleine mit den Kindern.

Klar hätte sie nebenher Vollzeit arbeiten können, aber das wollte er genau so wenig wie sie. ER wollte seine Kinder ja auch Zuhause behütet sehen. darüber kann man streiten, aber es war ne Vereinbarung.

Tja, und nun sitzt sie da in ihrer 1 1/2 Zimmer Wohnung. Er hat das Haus, den Job und das Geld. Wie gerecht ist das???

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