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Geteilte Meinung übers Heiraten..

14. Oktober 2008 um 13:52

Hallo ihr Lieben!
hab mal eine Frage zum Heiraten und mich würde es interessieren was ihr drüber denkt.
Mein Freund und ich sind seit über 5Jahren zusammen und es klappt sehr gut.
Er ist auch schon dabei über eine Hochzeit nachzudenken.. Ein direkter Antrag kam aber noch nicht.
Ich bin nicht abgeneigt da ich finde das es kein schöneres und traumhafteres Fest gibt.
und wenn sich zwei sicher sind, ist das das Allerschönste.
Ich weiss nicht ob das oberflächig klingt, aber ich würde falls es dazu kommen sollte nur kirchlich heiraten wollen. Irgendwie denke ich das man sich ja nie 100% sicher sein kann das es nach der Hochzeit genau so super weitergeht und wenn nicht sitzt man in der Klemme.
Hat von euch jemand die Erfahrung nur mit kirchlicher Trauung gemacht und das Standesamt und die rechtlichen Dinge weggelassen?
Funktioniert sowas überhaupt? eine Idee wärs..
mein Freund hält nicht viel davon.. wg. Kinder usw...
Hoffe ich komme nicht überheblich rüber..

lg

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14. Oktober 2008 um 16:16

Bisher konnte man...
... nicht kirchlich heiraten, ohne vorher standesamtlich getraut worden zu sein. Ab 2009 soll das durch eine Gesetzesänderung aber möglich sein.

Viele Kirchen lehnen dies aber ab. Sie argumentieren (und das ist auch meine persönliche Meinung), dass eine Eheschließung nicht nur ein romantisches Trallala ist, sondern durchaus eine moralische und gesetzliche Verpflichtung der beiden Partner gegeneinander darstellt. Das bedeutet: Eine Ehe soll ernst genommen werden. Im Übrigen geht es ja, auch im Falle des Scheiterns der Beziehung, um rechtliche Absicherungen der Partner und der Kinder etc.

Schiefgehen kann eine Partnerschaft immer. Es ist aber nicht so, dass eine Trennung nur dadurch "leichter" wird, dass man nicht verheiratet ist. In manchen Fällen mag das vielleicht so sein, aber oft geht es um materielle Werte, die gemeinsam aufgebaut wurden, und nicht zuletzt um gemeinsame Kinder. Da stellt eine Ehe schon einen gewissen Schutz für alle Beteiligten dar. Zum anderen ist man vielleicht rein instinktiv eher bereit, an einer Partnerschaft zu arbeiten und die Probleme in den Griff zu bekommen, wenn man verheiratet ist und eben nicht "einfach so" auseinanderlaufen kann.

Ich möchte jetzt nicht die olle Kamelle ins Feld führen: Wer denkt, dass es schiefgeht, soll das Beziehungsleben gleich bleibenlassen. Es ist schon in Ordnung, sich Gedanken über das Für und Wider zu machen. Aber ganz ehrlich: Wenn man heiratet, geht man im Normalfall NICHT davon aus, dass die Beziehung mal scheitern wird. Das hat nichts mit Naivität zu tun, sondern schlicht mit Liebe. Du zweifelst doch auch jetzt nicht an eurer Beziehung, oder? Warum sollte sich das durch eine Hochzeit ändern?

Natürlich sollte man sich immer dessen bewusst sein, dass jedes Leben und jede Beziehung Probleme bringen, vielleicht große Probleme. Ich finde es aber immer wieder erstaunlich, dass viele Leute auf so einen durchaus angebrachten Gedanken sofort mit "dann trennt man sich eben" reagieren. Sicher, manchmal ist eine Trennung richtig und unumgänglich. Aber das sollte doch erst der letzte Schritt sein! Vorher steht doch das Kämpfen, das Sich Mühe geben, das die Liebe wieder entflammen, das Füreinander einstehen! Und ich glaube, dass diese Bereitschaft, auch mal Kompromisse einzugehen und etwas für den Partner zu opfern, vielleicht größer ist, wenn man durch die Ehe gebunden ist. Deswegen ist nichts gegen - beispielsweise - Eheverträge einzuwenden oder solche Gedanken, wie du sie hast: Was ist, wenn...? Das ist alles in Ordnung und nicht überheblich oder sowas. Aber die Schlussfolgerung, dass man dann gleich gar nicht erst heiraten sollte, finde ich persönlich falsch.

Wie gesagt, ab 2009 ist es rechtlich möglich, auf die standesamtliche Trauung zu verzichten und nur kirchlich zu heiraten. Ganz abgesehen davon, dass es wohl nicht so einfach sein wird, einen Pfarrer zu finden, der das auch macht, würde ich an deiner Stelle überlegen, warum dir solche Gedanken kommen und was genau dich an der "gesetzlichen" Ehe abschreckt.

Liebe Grüße
nexgo

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14. Oktober 2008 um 16:23
In Antwort auf britta_12100163

Bisher konnte man...
... nicht kirchlich heiraten, ohne vorher standesamtlich getraut worden zu sein. Ab 2009 soll das durch eine Gesetzesänderung aber möglich sein.

Viele Kirchen lehnen dies aber ab. Sie argumentieren (und das ist auch meine persönliche Meinung), dass eine Eheschließung nicht nur ein romantisches Trallala ist, sondern durchaus eine moralische und gesetzliche Verpflichtung der beiden Partner gegeneinander darstellt. Das bedeutet: Eine Ehe soll ernst genommen werden. Im Übrigen geht es ja, auch im Falle des Scheiterns der Beziehung, um rechtliche Absicherungen der Partner und der Kinder etc.

Schiefgehen kann eine Partnerschaft immer. Es ist aber nicht so, dass eine Trennung nur dadurch "leichter" wird, dass man nicht verheiratet ist. In manchen Fällen mag das vielleicht so sein, aber oft geht es um materielle Werte, die gemeinsam aufgebaut wurden, und nicht zuletzt um gemeinsame Kinder. Da stellt eine Ehe schon einen gewissen Schutz für alle Beteiligten dar. Zum anderen ist man vielleicht rein instinktiv eher bereit, an einer Partnerschaft zu arbeiten und die Probleme in den Griff zu bekommen, wenn man verheiratet ist und eben nicht "einfach so" auseinanderlaufen kann.

Ich möchte jetzt nicht die olle Kamelle ins Feld führen: Wer denkt, dass es schiefgeht, soll das Beziehungsleben gleich bleibenlassen. Es ist schon in Ordnung, sich Gedanken über das Für und Wider zu machen. Aber ganz ehrlich: Wenn man heiratet, geht man im Normalfall NICHT davon aus, dass die Beziehung mal scheitern wird. Das hat nichts mit Naivität zu tun, sondern schlicht mit Liebe. Du zweifelst doch auch jetzt nicht an eurer Beziehung, oder? Warum sollte sich das durch eine Hochzeit ändern?

Natürlich sollte man sich immer dessen bewusst sein, dass jedes Leben und jede Beziehung Probleme bringen, vielleicht große Probleme. Ich finde es aber immer wieder erstaunlich, dass viele Leute auf so einen durchaus angebrachten Gedanken sofort mit "dann trennt man sich eben" reagieren. Sicher, manchmal ist eine Trennung richtig und unumgänglich. Aber das sollte doch erst der letzte Schritt sein! Vorher steht doch das Kämpfen, das Sich Mühe geben, das die Liebe wieder entflammen, das Füreinander einstehen! Und ich glaube, dass diese Bereitschaft, auch mal Kompromisse einzugehen und etwas für den Partner zu opfern, vielleicht größer ist, wenn man durch die Ehe gebunden ist. Deswegen ist nichts gegen - beispielsweise - Eheverträge einzuwenden oder solche Gedanken, wie du sie hast: Was ist, wenn...? Das ist alles in Ordnung und nicht überheblich oder sowas. Aber die Schlussfolgerung, dass man dann gleich gar nicht erst heiraten sollte, finde ich persönlich falsch.

Wie gesagt, ab 2009 ist es rechtlich möglich, auf die standesamtliche Trauung zu verzichten und nur kirchlich zu heiraten. Ganz abgesehen davon, dass es wohl nicht so einfach sein wird, einen Pfarrer zu finden, der das auch macht, würde ich an deiner Stelle überlegen, warum dir solche Gedanken kommen und was genau dich an der "gesetzlichen" Ehe abschreckt.

Liebe Grüße
nexgo

Noch etwas....
... auch ohne gesetzliche Trauung bist du nach einer kirchlichen Trauung in den Augen der Kirche verheiratet und bleibst es, auch wenn du dich von deinem Partner trennst!!! Ich weiß nicht, wie wichtig dir deine Religion ist, aber das wird gerne übersehen.

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15. Oktober 2008 um 7:49

Bekannte von mir haben vor 3 Jahren nur kirchlich geheiratet..
...einfach weil Sie schon mal verheiratet war, ihr Mann leider ums Leben kam und sie sonst um die Witwen-Pension umgefallen wäre...
So haben die beiden nur kirchlich geheiratet...vorm Gesetz sind sie kein Ehepaar.
Ihre Tochter hat natürlich den Namen der Mutter...sehe ich jetzt eher als Nachteil, würde schon wollen, dass alle meiner Familie gleich heißen.

Vom finanziellen ist es fürs Kind kein Nachteil - Alimente müssen sowieso bezahlt werden. Vorteil für ihn ist natürlich im Falle einer Trennung, dass er für seine Frau keinen Unterhalt bezahlen muss. Da sie ja vorm Gesetz nicht verheiratet waren.

Im Gegenzug hat sie auch keinen Pensionsanspruch, sollte ihm etwas passieren...

Also alles für und wieder....gehört gut überlegt, finde ich.

LG

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15. Oktober 2008 um 10:14
In Antwort auf medusa_12662532

Bekannte von mir haben vor 3 Jahren nur kirchlich geheiratet..
...einfach weil Sie schon mal verheiratet war, ihr Mann leider ums Leben kam und sie sonst um die Witwen-Pension umgefallen wäre...
So haben die beiden nur kirchlich geheiratet...vorm Gesetz sind sie kein Ehepaar.
Ihre Tochter hat natürlich den Namen der Mutter...sehe ich jetzt eher als Nachteil, würde schon wollen, dass alle meiner Familie gleich heißen.

Vom finanziellen ist es fürs Kind kein Nachteil - Alimente müssen sowieso bezahlt werden. Vorteil für ihn ist natürlich im Falle einer Trennung, dass er für seine Frau keinen Unterhalt bezahlen muss. Da sie ja vorm Gesetz nicht verheiratet waren.

Im Gegenzug hat sie auch keinen Pensionsanspruch, sollte ihm etwas passieren...

Also alles für und wieder....gehört gut überlegt, finde ich.

LG

Wie haben die das gemacht?
Man muss doch für eine kirchliche Trauung die Heiratsurkunde vom Standesamt vorlegen, zumindest bis jetzt noch, vor drei Jahren erst recht. Das wird wohl nur eine Art Segnung gewesen sein. Die Kirchen dürfen gar nicht verheiraten, wenn man nicht standesamtlich getraut ist. Das geht erst ab 2009 durch eine Gesetzesänderung.

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15. Oktober 2008 um 15:03
In Antwort auf britta_12100163

Wie haben die das gemacht?
Man muss doch für eine kirchliche Trauung die Heiratsurkunde vom Standesamt vorlegen, zumindest bis jetzt noch, vor drei Jahren erst recht. Das wird wohl nur eine Art Segnung gewesen sein. Die Kirchen dürfen gar nicht verheiraten, wenn man nicht standesamtlich getraut ist. Das geht erst ab 2009 durch eine Gesetzesänderung.

Keine Ahnung, es ging auf alle Fälle....
Ich bin aus Österreich....
Abgesehen davon kann ICH ja auch jemanden trauen - zählt dann gleich "wenig" oder viel, jenachdem was einem wichtig ist, wie die Heirat vor der Kirche

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15. Oktober 2008 um 15:50
In Antwort auf medusa_12662532

Keine Ahnung, es ging auf alle Fälle....
Ich bin aus Österreich....
Abgesehen davon kann ICH ja auch jemanden trauen - zählt dann gleich "wenig" oder viel, jenachdem was einem wichtig ist, wie die Heirat vor der Kirche

Achso, in Österreich...
... kann es natürlich sein, da kenne ich die Gesetze nicht.

Klar kannst du jemanden trauen. Ich hab früher auch meine Puppen verheiratet. *lach*. Ein Pfarrer einer Landeskirche darf es aber in Deutschland ohne vorherige standesamtliche Trauung nicht, das ist einfach so. Bis 2009. Das wichtigste, was wir dabeihaben mussten, war die Heiratsurkunde vom Standesamt, sonst wär alles ins Wasser gefallen. Die tragen das ja auch offiziell in ihre Kirchenbücher und so ein. Wie es bei den Freien Kirchen ist, weiß ich allerdings auch nicht.

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