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Heirat und Ehevertrag?

19. März 2014 um 15:11

Meine Freundin (bzw jetzt Verlobte ) und ich wollen heiraten. Ich habe ihr letzten Monat einen Antrag gemacht und als sie 'ja' sagte ging ein Traum für mich in Erfüllung.

Sie macht sich aber oftmals sehr viele Gedanken über die finanzielle Zukunft. Ich verdiene zwar gut, sie kommt aber eher aus armen Verhältnissen und musste immer jeden Cent umdrehen bevor wir zusammen kamen. Ich glaube, sie hat Angst, wie sie darstehen wird, wenn es mal nicht mehr mit uns klappen sollte.

Ich möchte sie auch nicht abhängig von mir machen oder sie glauben lassen, dass sie dann auf sich alleine gestellt ist. Sie soll ja mit mir zusammen sein, weil sie mich liebt und das will, und nicht hauptsächlich wegen der finanziellen Unterstützung.

Ich könnte ihr deswegen schriftlich zusichern, dass ich im Falle einer Trennung einen festen Unterhalt an sie zahlen muss. Mein Gedanke war es, sie damit zu "überraschen", diesen Vorschlag in einem Ehevertrag festzuhalten und sie damit abzusichern.

Wir könnten das auch noch ergänzen durch Klauseln, was passiert, wenn wir Kinder bekommen, z.B. dass sie dann das Sorgerecht bekommt und wieviel Kindesunterhalt ich verpflichtet bin zu zahlen.

Einerseits wäre sie dann abgesichert und könnte entspannter die (finanzielle) Zukunft angehen, andererseits finde ich es auch wieder ein wenig komisch, schon zu regeln was passiert wenn man sich scheiden lässt. Ich meine, wir gehen doch die Ehe ein, weil wir denken, dass wir für immer zusammen bleiben werden.

Oder ist das zu naiv gedacht?

Was denkt ihr dazu?

Sollte ich ihr einen Ehevertrag unterschreiben?

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19. März 2014 um 18:20

Mach es!
Es gehören immer zwei dazu, wenn sich die Ehe auseinanderlebt und jemand deswegen fremdgeht. Davon abgesehen wäre ein Fehltritt ihrerseits ja wohl wirklich kein Grund sie finanziell im Stich zu lassen. Das fände ich genauso übel wie das Fremdgehen selbst. Jeder macht mal Fehler. Nicht ohne Grund wurde die Schuldfrage schon längst abgeschafft.

Und eben, keiner kann in die Zukunft sehen. Deswegen finde ich seine Idee sehr gut sie abzusichern und das sollte er auf jeden Fall machen.

@arkansas6

Mach es einfach so: Such dir einen Notar aus und sag ihm was in den Vertrag reinsoll.

Schreib rein, wieviel du im Monat zahlen wirst. Auf 3 Jahre zeitlich begrenzen würde ich es nicht, was wenn sie krank wird oder keinen Job findet? Was wenn die Kinder krank sind und nach der Einschulung auch noch voll pflegebedürftig sind und deine Frau deswegen kaum einer Arbeit nachgehen kann?

Sinnvoll ist es auch reinzuschreiben, dass sie das alleinige Sorgerecht bekommen wird und wieviel Kindesunterhalt du zahlen wirst, wenn ihr Kinder bekommt.

Achte auch darauf, dass eine Klausel mit in den Vertrag aufgenommen wird, dass du dich im Falle einer Trennung der sofortigen Zwangsvollstreckung unterwirfst. Das ist wichtig und wird auch häufig so gemacht, aber manchmal vergessen. Das bedeutet, dass sie im Falle der Trennung das Geld sofort einfordern und eintreiben kann. Wenn die Klausel nicht mit aufgenommen wird, müsste sie im Härtefall erstmal vor Gericht um einen Titel zu bekommen.

Dann nimm den Vertragsentwurf und zeig es deiner Verlobten. Rede mit ihr darüber und wenn ihr euch einig seid, geht ihr zum Notar und unterschreibt das. Freuen wird sie sich bestimmt, dass du an sie denkst.

Ich finde es auch sehr löblich von dir, dass du das machen willst und du solltest es auch tun. Es gibt genug Frauen die nach einer Scheidung finanziell im Regen stehen und dann gar nichts mehr haben. Es gibt leider zu selten Männer die so denken wie du!

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20. März 2014 um 13:53

Danke
Danke für eure Antworten. Gibt es noch weitere Meinungen?

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21. März 2014 um 12:12

Ich denke
dass ihr einen Ehevertrag aufsetzen solltet mit der entsprechenden Klausel dass du sie unterstützen tust wenn sie aufgrund von Kindern zum Schluss nicht mehr arbeiten konnte und nun bei einer Scheidung ohne etwas da stünde. Alles andere wären Almosen und will auch sicher deine Freundin nicht haben.

Ich weiß zwar nicht ganz genau was du unter ärmliche Herkunft verstehst, aber das sagt ja nichts zu ihrem jetzigen Stand aus. Jetzt wird sie doch schon was verdienen und sollte damit auch im Notfall alleine über die Runden kommen oder nicht?

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