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Heiraten mit einem gemeinsamen und nichtgemeinsamen Kind, Vor-undNachteile?

1. Februar 2011 um 13:47

Hallo alle zusammen,
ich bin neu hier und hoffe das es hier ein paar nette Leute gibt die mir bei meinen Fragen weiter helfen können.

Mein Freund und ich, wir haben einen gemeinsamen Sohn(9 Jahre) und wollen dieses Jahr heiraten, wir waren 5 Jahre getrennt und in dieser Zeit ist er ein weiteres mal Vater geworden, er war aber mit dieser Frau in keiner Beziehung, sondern es passierte leider aus einem One-Night Stand.
Erfahren hat er es auch erst vor wenigen Monaten, das Kind wird dieses Jahr 3 Jahre alt. Leider ist die Mutter mit dem Kind nach Düsseldorf gezogen, sprich 300km weiter weg, somit hat er auch wenig Möglichkeiten irgendeine Art von Beziehung zu dem Kind aufzubauen(aus meiner Sicht) Da die Mutter des Kindes sehr nachlässig ist mit dem Kind, war auch die Überlegung das Kind zu uns zu holen....ist eine lange und schwierige Geschichte

Nun zur eigentlichen Frage, welche Vor-und Nachteile bringt eine Heirat für mich mit, in Bezug auf das andere Kind?
Muss ich auch dafür aufkommen?
Ehevertrag?

über ein paar Antworten würde ich mich sehr freuen,

Lg

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2. Februar 2011 um 12:20


Hat er die Vaterschaft anerkannt bei dem Kind? Ich gehe mal davon aus, dass nicht, wenn er von dem Kind erst vor kurzem erfahren hat. Damit stünde zu allererst die Vaterschaftsanerkennung auf dem Plan, wenn ihr das Kind eventuell zu euch holen wollt. Das kann schon ein sehr schwieriger Prozess sein, wenn die Mutter sich weigert, dann muss das gerichtlich gemacht werden (dauert lange und kostet Geld). Natürlich muss er dann auch Unterhalt zahlen.

Sollte dann die Vaterschaft anerkannt werden, steht ein neuer, langer Weg bevor - der Kampf ums Sorgerecht. Leider haben in Dtl. die Väter da einen sehr schweren Stand und ehrlich gesagt, halte ich es für nicht sehr realistisch, dass ein Gericht dem Vater das volle Sorgerecht zuspricht, der jahrelang nichts von dem Kind wusste. Man wird dies im Sinne des Kindes nicht tun. Bliebe also noch das geteilte Sorgerecht, was er durch eine Ehe sicherlich leichter erwirbt. Das entspräche dann den typischen Wochenend-Vätern.

Eine Ehe bedeutet auf jeden Fall, dass das Kind dann in eine intakte Familie kommen würde, damit steigen die Chancen auf das Sorgerecht vor Gericht. Wenn du das Kind nicht adoptierst, ist es jedoch nicht dein Kind und da hast auch kein Sorgerecht, nur dein Mann. Somit hast du auch keine Pflichten gegenüber dem Kind, aber eben auch keinerlei Rechte. Trotzdem ist, wie gesagt, eure Ehe von Vorteil, wenn er das Sorgerecht für das Kind haben will. Ein Richter wir es sicher gerne sehen, wenn eine Ehefrau hinter der Entscheidung steht und das "fremde Kind" gern bei sich aufnimmt.

Der erste Weg wäre nun die Vaterschaftsanerkennung, erst dann kann überhaupt über Sorgerechtsteilung gesprochen werden.

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