Home / Forum / Hochzeit / Heiraten nach Scheidung und Konfessionsänderung

Heiraten nach Scheidung und Konfessionsänderung

25. September 2007 um 13:48

Hallo ihr Lieben,

ich habe nun auch eine Frage. Mein Schatz und ich wollen nächstes Jahr heiraten. Wir sind beide katholisch und er war leider schon einmal katholisch verheiratet. Da ich sowieso schon länger mit dem Gedanken gespielt habe die Konfession zu wechseln, trete ich nun der evangelischen Kirche bei. Können wir dann kirchlich (also evangelisch) heiraten? Oder muß er auch evangelisch werden? Brauche ich die Konfirmation? Da ich katholisch war habe ich nur die Kommunion. Vielen Dank im voraus für Eure Antworten. Ich weiß wir könnten auch nur standesamtlich heiraten, aber ich bin sehr gläubig und möchte auf jeden Fall auch Gottes Segen haben.

Mehr lesen

25. September 2007 um 14:34

Ja könnt ihr.
die ev. kirche ist nicht so spießig wie die katholische.

meine schwiegereltern haben auch ev. geheiratet. sie ev. er kath. war überhaupt kein problem.

wäre bei mir auch so, mein freund ist kath., wenn ich ev. wäre, könnten wir ev. heiraten.

eurem glück steht also nichts im wege

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. September 2007 um 14:41
In Antwort auf klettermaxe

Ja könnt ihr.
die ev. kirche ist nicht so spießig wie die katholische.

meine schwiegereltern haben auch ev. geheiratet. sie ev. er kath. war überhaupt kein problem.

wäre bei mir auch so, mein freund ist kath., wenn ich ev. wäre, könnten wir ev. heiraten.

eurem glück steht also nichts im wege

Danke
für die Antwort Aber auch wenn er katholisch verheiratet war, also jetzt geschieden ist, geht das trotzdem ja?

Und brauch ich noch die Konfirmation?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. September 2007 um 15:54
In Antwort auf yutke_12378984

Danke
für die Antwort Aber auch wenn er katholisch verheiratet war, also jetzt geschieden ist, geht das trotzdem ja?

Und brauch ich noch die Konfirmation?

Ja das geht.
ich bin auch geschieden und dazu noch ein echter deutscher heide. ich müsste mich nicht mal taufen lassen und dennoch könnten wir ev. heiraten.

das mit der konfirmation weiß ich nicht.

aber da kann man doch bestimmt einfach mal einen ev. pfarrer fragen. die gehen mit sowas ganz locker um.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. September 2007 um 13:05
In Antwort auf klettermaxe

Ja das geht.
ich bin auch geschieden und dazu noch ein echter deutscher heide. ich müsste mich nicht mal taufen lassen und dennoch könnten wir ev. heiraten.

das mit der konfirmation weiß ich nicht.

aber da kann man doch bestimmt einfach mal einen ev. pfarrer fragen. die gehen mit sowas ganz locker um.

Also
evangelisch heiraten geht ohne Probleme, wenn zumindest einer der beiden der ev. Kirche angehört.

Soweit ich weiss, braucht man die Konfirmation aber auf jeden Fall dafür.

Vielleicht ist es ja möglich, "auf die Schnelle" und ohne vorherigen Unterricht in einem normalen Sonntagsgottesdienst konfirmiert zu werden. So wie bei einer Erwachsenentaufe. Einfach mal nachfragen!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. September 2007 um 13:55
In Antwort auf edurne_12091970

Also
evangelisch heiraten geht ohne Probleme, wenn zumindest einer der beiden der ev. Kirche angehört.

Soweit ich weiss, braucht man die Konfirmation aber auf jeden Fall dafür.

Vielleicht ist es ja möglich, "auf die Schnelle" und ohne vorherigen Unterricht in einem normalen Sonntagsgottesdienst konfirmiert zu werden. So wie bei einer Erwachsenentaufe. Einfach mal nachfragen!

Hey du
http://www.ekd.de/einsteiger/einsteiger_uebertritt-.html

(Bindestriche evt. wegmachen!)
Lies hier mal nach.
Laut diesem Text, musst du dich nicht taufen lassen und auch nicht konfirmieren. Frag dort einfach mal nach.

Wir Protestanten sind da ganz relaxt.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Oktober 2007 um 18:18

Heiraten nach Scheidung und Konfessionsänderung
Geht alles (ja nach Pfarrer: relativ) problemlos.

Die Frage ist, wieso Du fragst, ob er auch evangelisch werden "müsste".

Seltsame Wortwahl, da er auch nach einer ev. Trauung in seiner Kirche weiterhin als mit seiner ersten Frau verheiratet gelten würde.
Wegen des offen ausgelebten "Ehebruchs" dürfte er dann sogar vom rk. Abendmahl ausgeschlossen sein, also eh nur noch wegen unserer einseitig erklärten eucharistischen Gastbereitschaft in ev. Kirchen kommunizieren dürfen.
Insofern hielte ich die Wortwahl "er darf evangelisch werden" für wesentlich passender.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Oktober 2007 um 18:48
In Antwort auf yutke_12378984

Danke
für die Antwort Aber auch wenn er katholisch verheiratet war, also jetzt geschieden ist, geht das trotzdem ja?

Und brauch ich noch die Konfirmation?

Konfirmation
Du bist durch den Übertritt konfirmiert:

Die Konfirmation hat zwei Bedeutungen:

1. die persönliche Bestätigung der Taufe und damit das bewusste Ja zum christlichen Glauben und zur Kirchenzugehörigkeit.
2. Abschluss des kirchlichen Unterrichtes und Eintritt ins (kirchliche) Erwachsenenleben

Die Unterschiede rk. und ev.-luth. sind relativ minimal, so daß eine erneute Unterweisung i.d.R. nicht für nötig gehalten wird.

Lutheraner glauben, lehren und bekennen - wie Katholiken - im Abendmahl den wahren Leib und das wahre Blut Christi zu empfangen, dem Gläubigen zum Heil und dem Ungläubigen zum Gericht.

Unterschiedlich ist im Wesentlichen:
Kein Gläubiger, so schwach sein Glaube auch sein mag, nimmt sich das Abendmahl selber zum Gericht, sondern zur Stärkung des Glaubens.

Lutheraner haben zwar einen Erklärungsversuch für die Realpräsenz (Im Kern zu umschreiben: Gott ist überall, daher auch "in, um und unter" den Gaben des Abendmahls), erheben diesen aber im Gegensatz zur Transsubstantiation (Die Gaben wandeln sich, dem äußeren Anschein nach noch Brot und Wein sind sie vom Wesen her Leib und Blut Christi) der rk Kirche nicht zum Dogma.

Gerechtfertigt werden wir allein aus der Gnade des Herrn und aus dem Glauben heraus. Dazu sind keine Werke (Wie z.B. Fasten) nötig, wobei jedoch ein gerechtfertigter Mensch aus sich heraus gute Werke vollbringen wird.

Der Verzicht auf liturgische Gewänder, Weihrauch, Weihwasser, Tabernakel, ewiges Licht ist an sich nicht genuin ev.-luth. sondern hat sich nur über die Jahrhunderte so eingebürgert. Mancherorts werden diese Traditionen auch noch gepflegt, so daß auch hier kein Unterschied vorliegt.

Für einen Konvertiten ist damit die Katechese eigentlich schon abgehakt.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram