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Heiratsantrag geplatzt ...

27. Dezember 2018 um 15:45

Hallo Zusammen,
langsam wird es Zeit, mir diesen Frust von der Seele zu schreiben, vielleicht wird es dann besser ...

Wisst ihr, als Scheidungskind habe ich mir nie groß Gedanken über´s Heiraten gemacht. Für mich stand immer fest, ich will nicht, ich werde nie ... Zu groß war die Angst, dass es genauso wie bei meinen Eltern endet - mit Scheidung. Genau das habe ich auch zu meinen Freund gesagt, bevor wir zusammen gekommen sind. Und er wollte auch noch nie heiraten. Nur haben wir dann Beide relativ früh in unserer Beziehung festgestellt, dass wir es miteinander doch möchten. Weil wir uns ein Leben ohneeinander einfach nicht mehr vorstellen können.
Er ist der Mann, mit dem ich mir eine Hochzeit wünsche und vorstellen kann. Ich weiß genau, entweder er oder keiner.

Mittlerweile sind wir 1 Jahr & 5 Monate zusammen, unsere Beziehung hat sämtliche Höhen und Tiefen gemeistert, so schlimm wie sie auch waren. Wir wohnen seit einen halben Jahr zusammen.

Und irgendwie wurde mein Wunsch nach einen Heiratsantrag von ihn immer größer. Vor etwa fünf Monaten war das Thema „Heiratsantrag“ ständig aktuell und wir redeten darüber. Ich habe ihn gesagt, wenn er mich fragt, würde ich sofort „Ja“ sagen. Und er meinte immer nur, er ist noch nicht soweit, mal gucken, wie es nächstes Jahr ist.

Vor etwa drei Monaten, meinte er, er habe kein Geld für einen Ring, außerdem weiß er meine Ringgröße doch gar nicht. Wir müssen diese erst einmal beim Juwelier erfragen.
Gesagt, getan ... vor gut zwei Monaten waren wir zum Juwelier spaziert, damit ich meinen Freund zeigen durfte, welcher Ring mir gefällt und was für eine Größe ich habe. Ohne mich hat er auch ein kurzes Gespräch mit der Verkäuferin geführt, wo er ihr erzählt hat, wann er vorhat mir den Antrag zu machen. Und anschließend meinte er zu mir, recht bald. Lange dauert es nicht mehr.

Seit dem habe ich die Füße still gehalten und ihn nicht mehr darauf angesprochen. Weil er mich auch darum gebeten hat. Von Tag zu Tag war die Freude gewachsen, alleine die Vorstellung, Anfang nächstes Jahr verlobt zu sein, hat mich mega glücklich gemacht ! Zum ersten Mal in meinen Leben habe ich einen Sinn gesehen, mein Leben zu genießen. Weil es die Aussicht auf Glück gab.

Und dann ?! Hat meine Katze angefangen die Wohnung voll zu pinkeln (wegen Blasenentzündung) ... Und mein Freund und ich haben jeden verdammten Tag nur wegen der Katze gestritten, gestritten, gestritten. Solange bis er zu mir meinte, er weiß nicht, ob er mich noch heiraten KANN. Wegen den vielen Streitereien fühlt sich eine Verlobung für ihn einfach falsch an. Er hat deutlich gemacht, das Heiratsthema ist vom Tisch, obwohl er mir ernsthaft Januar oder Februar nächstes Jahr einen Antrag machen wollte ......

Neben der Katze hat er mir nun auch gestanden, dass er sich einfach eingeengt fühlt. Er fühlt sich bei mir wie in einen Gefängnis. Er darf nichts mehr machen und ist unglücklich in unserer Beziehung. Und dennoch will er mich nicht aufgeben / verlieren. Er versteht auch gar nicht, warum das Thema Heiraten auf einmal so wichtig für mich ist. Er meinte, wir können auch so Kinder bekommen und zusammen sein.
Ich wollte die Beziehung auch beenden, doch das wollte er nicht.

Gerade sind wir wohl dabei, uns wieder richtig zusammen zu raufen. Na ja, die Stimmung wird langsam wieder besser zwischen uns. Nächste Woche wollen wir auch zusammen weiter weg fahren, weil wir es brauchen. Einfach weg von den ganzen Stress. Und zur Ruhe kommen.

Nur ... das ganze Hochzeitsthema hat sich in mir festgefressen. Ich bekomme es nicht mehr aus meinen Kopf. Es tut einfach richtig weh, Hoffnung auf eine Zukunft gehabt zu haben und dann solch einen Ar***tritt zu bekommen. Vom eigenen Freund.
Ich will nichts mehr vom Heiraten hören oder sehen, weil ich das Gefühl habe, dann zusammen zu brechen.

Zu Weihnachten haben wir ein paar Ringe geschenkt bekommen, von der Lieblingstante meines Freundes. Es ist nicht zu übersehen, was das Symbol dahinter ist... Mein Freund hat sich darüber auch echt gefreut, nur mir tut es richtig weh. Alleine schon, wenn ich es hier schreibe, treten mir wieder Tränen in die Augen.

Ich weiß nicht, wie ich mit den Schmerz umgehen soll. Vor allem weiß ich nicht, ob ich jetzt noch überhaupt heiraten möchte ... oder mein Freund ...
Die Weihnachtsfeiertage waren die reinste Qual ... ich meine, jeder akzeptiert mich in der Familie meines Freundes. Doch ich hatte die ganze Zeit nur im Hinterkopf, dass ich nicht dazu gehöre. Ich trage einen anderen Name, ich sehe keinen Lichtblick mehr auf eine Hochzeit ... ich sehe mich nicht mehr als Teil in dieser Familie ... aus lauter Schmerz !

Vielleicht übertreibe ich auch ... und sollte einfach nächstes Jahr abwarten ... vielleicht wird es dann leichter ...

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27. Dezember 2018 um 18:06

Ich kann verstehen, dass es dich verletzt, aber dein freund ist vernünftig. Wenn die beziehung für ihn momentan nicht so ist, wie er sich eine gute ehe auf Dauer vorstellt, sollte er dir keinen Antrag machen. Offenbar habt ihr probleme. Diesen Problemen solltest du eher deine Aufmerksamkeit widmen als deinem nachnamen. By the way: wenn du seinen namen annimmst, heißt du zwar wie seine familie, aber dafür nicht mehr wie deine. Gehörst du zu denen dann auch nicht mehr? Hol dich mal selbst wieder ein bisschen runter und konzentrier dich darauf, dass eure beziehung wieder läuft statt aufs drama und wie alt seid ihr, dass du ihm nach nicht mal 1,5 Jahren beziehung solchen Druck machst?

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