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Hilfe - Umzug wäre Problem!

27. September 2004 um 11:59

Hallo!
Ich kenne meinen Mann nun seit über 5 Jahren, davon sind wir knapp 3 Jahre zusammen und seit einem knappen Jahr verheiratet.
Kurz nachdem wir zusammenkamen, kam das 1. Mal das Angebot einer Firma für ihn. Stressfreier, etwas mehr Geld aber knapp 400 km von hier!
Er lehnte ab weil er noch nicht weg wollte, schließlich wusste er da ja noch nicht wies mit uns steht.
Das Thema war immer wieder auf dem Tisch, immer wieder Wenn die sich noch mal melden bin ich dabei. Ich sagte und meinte auch ehrlich: Ich will hier nicht weg aber wenn du unglücklich bist dann müssen wir umziehen. Aber ich hoffte immer da kommt nix mehr.
Letzte Woche dann: Jetzt ist es soweit. Angebot soll unterwegs sein.
Wir hatten eine Riesen-Diskussion darüber.
Mein Standpunkt: Ich will eigentlich nicht weg. Bayern ist schön, hier sind Familie, Freunde, Job. Man muß dazu sagen dass ich lange gebraucht habe um überhaupt Freunde zu finden (aber das ist eine andere Geschichte). Ich fühle mich wohl hier. Alles passt. Haben eine schöne Eigentumswohnung und Kinderplanung geht auch langsam los. Schon für die würd ich ungern wegziehen. Dann haben die nämlich keinen Familien-Kontakt (kenne ich von mir, die Pflicht-Besuche an Geburtstagen etc). Wir könnten unsere Kinder nicht schnell mal für ein paar Stunden bei Oma/Opa abliefern, sondern müssten uns immer um Babysitter etc kümmern. Klar, das ist noch nicht aktuell aber wird es irgendwann. Ich kann mich nicht so einfach verpflanzen. Ich würde zwar auch Arbeit haben (selbe Firma Die kriegen wir schon unter, so der Chef zu meinem Mann), aber bestimmt nicht so gut wie hier (Kollegen/ Arbeitsgebiet/ Freiheiten).
Mein Mann sagt, er bleibt hier, weil das für mich so ein Problem wäre wegzuziehen. Das Opfer bringt er. Er hat ja auch einen guten Job! Klar, der andere wäre etwas besser bezahlt (erst mal ca 500 mehr), er hätte weniger Verantwortung aber um welchen Preis? Er würde schnell Anschluß finden, so ist er einfach. Aber für mich wäre es ein Alptraum, wieder von neuem anzufangen. Neue Kollegen, neue Leute Hilfe!
Ich habe ein schlechtes Gewissen weil er das Angebot für mich ablehnen wird, doch ich kann mich nicht dazu aufraffen zu sagen: OK gehen wir weil ich Angst habe, unsere Ehe zerbricht dann daran. Wenn ich mit zwei Kindern irgendwo im nirgendwo ohne Familie daheim sitze und mein Mann täglich zur Arbeit geht und ich sehe wo ich bleiben kann. Und ihm irgendwann Vorwürfe mache weil ich unglücklich bin.
Es wäre was anderes wenn er von dort wäre und ich dort hinziehen würde zu ihm. Dann wäre dort seine Familien und ein Freundes- und Bekanntenkreis der schon existiert zum sich-einfügen. Aber so stehen wir doch erst mal ohne alles da.
Solange es ihm hier gut geht, wir beide Jobs haben und Geld, da sehe ich nicht ein daran etwas zu ändern. Sollte er wider Erwartens morgen auf der Straße stehen dann wäre es was anderes. Aber so stürzten wir uns in ein Abenteuer, wo wir nicht wissen wies ausgeht. Am Ende stehen wir dann 400 km von hier auf der Straße weil unser Arbeitgeber uns doch nicht mehr brauchen kann. Nochmal umziehen? Und dann?
Wer hat schon mal in so einer Zwickmühle gesteckt? Wie ist es ausgegangen? Versteht ihr auch meinen Standpunkt? Ich will nicht egoistisch sein doch ich habe wirklich riesige Angst unsere Ehe ginge an diesem Umzug und deren Folgen kaputt!
Danke euch!!

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27. September 2004 um 15:16

Deine ehe...
....könnte viel eher an deiner lebensangst zerbrechen und an der daraus entspringenden fehlenden flexibilität. ich sehe das jedenfalls so - und daran solltest du was tun. auch an deiner abhängigkeit....oder sollte ich besser sagen fehlendes selbstbewußtsein ? wo ist eigentlich das problem neue leute kennenzulernen.........
gruß von nemesis/dunkle-mondin.de

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27. September 2004 um 17:16

Aus eigener
Erfahrung kann ich Deine Gedanken nachvollziehen und verstehen.
Aber Dein Mann vertut eine Chance und
das kann ewig zwischen Euch stehen - sonst wäre das Thema ja längst vom Tisch.

Wir haben damals einen Kompromiss geschlossen.
Er ist erst mal alleine umgezogen.
Ich habe 3 Jahre gebraucht nachzukommen.
Bis ich soweit war die Kinder aus der gewohnten Umgebung zu nehmen. Und auf die Vorzüge der Heimat ( Familie , Freunde u.s.w. ) zu verzichten.

Und wir hatten nicht die Wahl - mein Mann war arbeitslos.

Ich habe ihn oft besucht und so nach und nach die neue Umgebung kennen gelernt.

vg sonne

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28. September 2004 um 16:58

@ ebba
Du sprichst mir aus der Seele...!

- Ich wäre bei den Kids daheim
- soziales Netz hier vorhanden, dort gar nicht
- job: Ja, hier hat er schon gesucht aber nix gescheites gefunden - er hat ja einen job der ihm auch gefällt aber auch div Nachteile hat. Tragbare, aber die hätte er DORT nicht

Ich male mir das ja schon alles aus - und hab ihm das alles so erklärt und "vorgemalt". Deswegen sagt er ja auch NEIN zu der Stelle. Manchmal denke ich mir zwar schon daß es nicht schlecht wäre woanders zu sein - aber nur wenn das zeitlich beschränkt wäre, z.B. ein Jahr woanders, dann wieder hier. Wenn es überschaubar und kalkulierbar ist.
So ist mir das Risiko dass alles schief geht zu hoch.

Danke dir!

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28. September 2004 um 17:07
In Antwort auf kirsty_12575986

Aus eigener
Erfahrung kann ich Deine Gedanken nachvollziehen und verstehen.
Aber Dein Mann vertut eine Chance und
das kann ewig zwischen Euch stehen - sonst wäre das Thema ja längst vom Tisch.

Wir haben damals einen Kompromiss geschlossen.
Er ist erst mal alleine umgezogen.
Ich habe 3 Jahre gebraucht nachzukommen.
Bis ich soweit war die Kinder aus der gewohnten Umgebung zu nehmen. Und auf die Vorzüge der Heimat ( Familie , Freunde u.s.w. ) zu verzichten.

Und wir hatten nicht die Wahl - mein Mann war arbeitslos.

Ich habe ihn oft besucht und so nach und nach die neue Umgebung kennen gelernt.

vg sonne

@ sonne199
Alleine Umziehen steht außer Debatte. Das hätte vielleicht geklappt wenn wir noch nicht verheiratet (und noch nicht in einer Eigentumswohnung) gewesen wären. Aber so könnte ich es mir nicht vorstellen. Er hat auch gesagt eine Wochenendbeziehung könnten wir vergessen, das klappt nicht.

Ganz am Anfang unserer Beziehung, als ich noch daheim wohnte, war mal ein anderer Job in Frage gekommen, dafür wäre er ein Jahr in Hamburg gewesen. Das ist überschaubar, da kommt er zurück - ok! Und hin- und herfliegen wäre für mich (keine Flugangst, er schon) kein Problem gewesen. Aber die haben dann doch nicht zugesagt...

Er hätte zwar ein Firmenauto mit dem er die 400km hin- und herfahren könnte (Benzinkosten würden also nicht uns zur Last fallen) - aber die finanzielle Belastung wäre zu hoch. Schließlich müssen wir hier eine Eigentumswohnung abzahlen!

Klar, wenn er wie dein Mann arbeitslos wäre - keine Frage, dann muß man wirklich Opfer bringen damit man überlebt. Solange man aber die Wahl hat - da kann man Nächte drüber diskutieren...

Ich hoffe die vertane Chance steht nicht für immer zwischen uns. Solange es ihm im derzeitigen Job gut geht sollte es kein Thema sein. Blöd wär natürlich wenn er da rausgeschmissen werden würde oder die Firma hops geht etc - aber das kann man ja nie wissen. Könnte uns auch dort passieren - und dann stehen wir wieder vor einem Neuanfang.
Also besser beim Vertrauten bleiben, sag ich mal...

Danke dir!

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28. September 2004 um 17:14
In Antwort auf lilia_12629207

Deine ehe...
....könnte viel eher an deiner lebensangst zerbrechen und an der daraus entspringenden fehlenden flexibilität. ich sehe das jedenfalls so - und daran solltest du was tun. auch an deiner abhängigkeit....oder sollte ich besser sagen fehlendes selbstbewußtsein ? wo ist eigentlich das problem neue leute kennenzulernen.........
gruß von nemesis/dunkle-mondin.de

@ nemesisdieechte
jaja neue leute kennenlernen ist ja prima, gut und schön
aber dafür die alten aufgeben ?
mal ehrlich - welche freundschaften erhalten sich denn wenn man sich nur alle monate mal sieht? telefonieren ist ja gut und schön aber ich will mit freunden mal weggehen ohne daß ich vorher orga-stress hab (vor allem wenn wir mal kinder haben)
und schnell mal 400 km fahren ist halt auch nicht auf einer arschbacke abzusitzen
das hat jetzt weniger mit abhängigkeit zu tun, oder mit fehlendem selbstbewußtsein.
ich bin nicht gerade die stärkste frau was das angeht - aber ich würd mir durchaus einen Ortswechsel vorstellen können, wenn er zeitlich begrenzt ist oder noch so nahe von hier daß ich nicht durch halb deutschland muß um mal hallo zu sagen.
ich sehs doch an meiner freundin, die nur 50km weggezogen ist zu ihrem mann (der konnte wegen bauernhof nicht woanders hin). die hat zwar auch freunde vom stammtisch (die männer machen den für die männer und die jeweiligen frauen dann ihren) aber das ist nicht das selbe sagt sie. kann ich gut verstehen. jetzt hat sie zwei kinder und sieht ihre alten freunde kaum noch weil das immer ein riesen tamtam ist die kinder irgendwo hinzuschleppen oder unterzukriegen, schließlich muß dann ja jemand babysitten wenn sie da ist und mal uns mädls sehen will.
und wir haben auch nicht jede woche zeit bei ihr vorbei zu schauen, also beschränkt sich das auf telefonate und alle paar monate sehen. toll - das stell ich mir nicht optimal vor für mich.
So meine erfahrung.

Gruß

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28. September 2004 um 19:12
In Antwort auf aeron_12552334

@ sonne199
Alleine Umziehen steht außer Debatte. Das hätte vielleicht geklappt wenn wir noch nicht verheiratet (und noch nicht in einer Eigentumswohnung) gewesen wären. Aber so könnte ich es mir nicht vorstellen. Er hat auch gesagt eine Wochenendbeziehung könnten wir vergessen, das klappt nicht.

Ganz am Anfang unserer Beziehung, als ich noch daheim wohnte, war mal ein anderer Job in Frage gekommen, dafür wäre er ein Jahr in Hamburg gewesen. Das ist überschaubar, da kommt er zurück - ok! Und hin- und herfliegen wäre für mich (keine Flugangst, er schon) kein Problem gewesen. Aber die haben dann doch nicht zugesagt...

Er hätte zwar ein Firmenauto mit dem er die 400km hin- und herfahren könnte (Benzinkosten würden also nicht uns zur Last fallen) - aber die finanzielle Belastung wäre zu hoch. Schließlich müssen wir hier eine Eigentumswohnung abzahlen!

Klar, wenn er wie dein Mann arbeitslos wäre - keine Frage, dann muß man wirklich Opfer bringen damit man überlebt. Solange man aber die Wahl hat - da kann man Nächte drüber diskutieren...

Ich hoffe die vertane Chance steht nicht für immer zwischen uns. Solange es ihm im derzeitigen Job gut geht sollte es kein Thema sein. Blöd wär natürlich wenn er da rausgeschmissen werden würde oder die Firma hops geht etc - aber das kann man ja nie wissen. Könnte uns auch dort passieren - und dann stehen wir wieder vor einem Neuanfang.
Also besser beim Vertrauten bleiben, sag ich mal...

Danke dir!

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hi moni,

du schreibst das die finanz. Belastung zu hoch ist.
Aber was macht ihr mit nur einem Gehalt und vielleicht Kindern ??????
Sicher das das finanz. klappt ???

Ich würde meinen Job für Kinder nicht mehr aufgeben und in der heutigen Zeit schon dreimal nicht.
Es war eine schöne Zeit mit den Kids, aber
als sie anfingen mich immer weniger zu brauchen dann ich da.

vg sonne

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29. September 2004 um 12:12
In Antwort auf aeron_12552334

@ nemesisdieechte
jaja neue leute kennenlernen ist ja prima, gut und schön
aber dafür die alten aufgeben ?
mal ehrlich - welche freundschaften erhalten sich denn wenn man sich nur alle monate mal sieht? telefonieren ist ja gut und schön aber ich will mit freunden mal weggehen ohne daß ich vorher orga-stress hab (vor allem wenn wir mal kinder haben)
und schnell mal 400 km fahren ist halt auch nicht auf einer arschbacke abzusitzen
das hat jetzt weniger mit abhängigkeit zu tun, oder mit fehlendem selbstbewußtsein.
ich bin nicht gerade die stärkste frau was das angeht - aber ich würd mir durchaus einen Ortswechsel vorstellen können, wenn er zeitlich begrenzt ist oder noch so nahe von hier daß ich nicht durch halb deutschland muß um mal hallo zu sagen.
ich sehs doch an meiner freundin, die nur 50km weggezogen ist zu ihrem mann (der konnte wegen bauernhof nicht woanders hin). die hat zwar auch freunde vom stammtisch (die männer machen den für die männer und die jeweiligen frauen dann ihren) aber das ist nicht das selbe sagt sie. kann ich gut verstehen. jetzt hat sie zwei kinder und sieht ihre alten freunde kaum noch weil das immer ein riesen tamtam ist die kinder irgendwo hinzuschleppen oder unterzukriegen, schließlich muß dann ja jemand babysitten wenn sie da ist und mal uns mädls sehen will.
und wir haben auch nicht jede woche zeit bei ihr vorbei zu schauen, also beschränkt sich das auf telefonate und alle paar monate sehen. toll - das stell ich mir nicht optimal vor für mich.
So meine erfahrung.

Gruß

Man...
....muß doch nicht bestehende freundschaften lösen, wenn man wegzieht. es kommt eben darauf an wie man es managt - ich z. b. habe u. a. eine freundschaft in australien. da läuft der kontakt übers net......und gesehen haben wir uns noch nie. bisher......

gruß von nemesis/dunkle-mondin.de

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29. September 2004 um 15:05
In Antwort auf lilia_12629207

Man...
....muß doch nicht bestehende freundschaften lösen, wenn man wegzieht. es kommt eben darauf an wie man es managt - ich z. b. habe u. a. eine freundschaft in australien. da läuft der kontakt übers net......und gesehen haben wir uns noch nie. bisher......

gruß von nemesis/dunkle-mondin.de

...
... ich hab auch ne Brieffreundin (mittl. e-mail) in Amerika
Die bleibt auch bestehen aber da hab ich nicht so sehr die persönliche Bindung wie zu den Leuten hier
Klar bleibt da immer Kontakt - aber ich denke dass der sich massiv abschwächt wenn man nur über Tel oder e-mail KOntakt halten kann.
eben der penpal in USA - von der hör ich mal 2 Monate nix....

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