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KIRCHLICH HEIRATEN OHNE KONFESSION???

6. Mai 2004 um 17:37

Hallo, wir haben ein Problem: mein Verlobter ist vor einiger Zeit aus der katrholischen Kirche ausgetreten und kann ja nicht wieder zurück (denkt er jedenfalls, ist das wirklich so?)und ich bin OK (ohne Konfession)- aber wir wollen kirchlich heiraten. Was müssen wir da tun? Muss ich noch Konfirmandenunterricht nehmen oder sowas Schreckliches? Oder gibt es ausserkirchliche Möglichkeiten (Freikirchen?) stilvoll einen Gang entlangzuschreiten? Nur Standesamt reicht uns nicht! Könnt ihr helfen? Pleeeeease!!!

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7. Mai 2004 um 15:41

Hallo Royalla,
es gibt die Möglichkeit, Trauungen von freien Theologen durchführen zu lassen. Da kann man in der Regel den Ort und den Ablauf der Trau-Zeremonie selbst bestimmen (z.B. im Sommer unter freiem Himmel). Man bekommt dann "göttlichen" Segen, ohne sich für eine Kirche entscheiden zu müssen. Hier ein paar Internet-Adressen zur Info:
www.redner-binder.de
www.freier-theologe.de

Gruß,
Hustelinchen

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7. Mai 2004 um 18:21

Was für eine Bedeutung hat
für Euch Gott und Glaube?

1.) Eine kirchliche Trauung bedeutet NICHT, dass man "stilvoll einen Gang entlangschreitet". Das ist ein netter Nebeneffekt, aber definitiv das unwichtigste bei der kirchlichen Trauung.

2.) Bei der kirchlichen Trauung geht es doch darum, dass man aufgrund seiner christlichen Überzeugung im Glauben um den Segen Gottes für den gemeinsamen Lebensweg bittet.

3.) Von all dem abgesehen ist ein wiedereintreten in die Kirche möglich. Es dauert allerdings einige Zeit und ist mit einigen Gesprächen mit verschiedenen Pfarrern und Theologen verbunden. Die Kirche möchte nämlich vermeiden, dass man:
Eintritt für Heiratet -> Austritt
Eintritt für Taufe 1. Kind -> Austritt
Eintritt für Taufe 2. Kind -> Austritt, etc.

4.) "Konfirmandenunterricht oder sowas Schreckliches":
Da ich rk (römisch-katholisch) bin, hatte ich keine Konfirmation, sondern Firmung. In dem Alter (10 Jahre) empfand ich es etwas langatmig, ich war einfach noch nicht "reif" dafür. Bei der Konfirmation geht es vielen wohl ähnlich, obwohl oder gerade weil die meisten gerade in der Pupertät sind und anderes im Kopf haben. Ich kann davon ausgehen, dass Du über dieses Alter schon erhaben bist, und für Dich sollte das eher eine Bereicherung darstellen. Wenn es für dich etwas schreckliches wäre, lass es bleiben, es wäre nur vergeudete Zeit.

Und sorry, dass ich zu diesem Schluss komme:
Offensichtlich kannst Du mit der christlichen Religion nicht sehr viel anfangen, daher wäre es eine kirchliche Trauung bei Euch ein Hohn für alle, die ernsthaft um Gottes Segen für Ihre Ehe bitten. Wie schon gesagt, es geht um weit mehr als um ein stilvolles und feierliches Dahinschreiten...

Ich hoffe Dich mit meinen Worten nicht zu sehr getroffen zu haben. Aber es sind nun mal die Gedanken die mir beim Durchlesen Deines Threads gekommen sind.

Trotzdem alles Gute für Euch Beide
Stefan

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8. Mai 2004 um 13:16
In Antwort auf lean_12485384

Was für eine Bedeutung hat
für Euch Gott und Glaube?

1.) Eine kirchliche Trauung bedeutet NICHT, dass man "stilvoll einen Gang entlangschreitet". Das ist ein netter Nebeneffekt, aber definitiv das unwichtigste bei der kirchlichen Trauung.

2.) Bei der kirchlichen Trauung geht es doch darum, dass man aufgrund seiner christlichen Überzeugung im Glauben um den Segen Gottes für den gemeinsamen Lebensweg bittet.

3.) Von all dem abgesehen ist ein wiedereintreten in die Kirche möglich. Es dauert allerdings einige Zeit und ist mit einigen Gesprächen mit verschiedenen Pfarrern und Theologen verbunden. Die Kirche möchte nämlich vermeiden, dass man:
Eintritt für Heiratet -> Austritt
Eintritt für Taufe 1. Kind -> Austritt
Eintritt für Taufe 2. Kind -> Austritt, etc.

4.) "Konfirmandenunterricht oder sowas Schreckliches":
Da ich rk (römisch-katholisch) bin, hatte ich keine Konfirmation, sondern Firmung. In dem Alter (10 Jahre) empfand ich es etwas langatmig, ich war einfach noch nicht "reif" dafür. Bei der Konfirmation geht es vielen wohl ähnlich, obwohl oder gerade weil die meisten gerade in der Pupertät sind und anderes im Kopf haben. Ich kann davon ausgehen, dass Du über dieses Alter schon erhaben bist, und für Dich sollte das eher eine Bereicherung darstellen. Wenn es für dich etwas schreckliches wäre, lass es bleiben, es wäre nur vergeudete Zeit.

Und sorry, dass ich zu diesem Schluss komme:
Offensichtlich kannst Du mit der christlichen Religion nicht sehr viel anfangen, daher wäre es eine kirchliche Trauung bei Euch ein Hohn für alle, die ernsthaft um Gottes Segen für Ihre Ehe bitten. Wie schon gesagt, es geht um weit mehr als um ein stilvolles und feierliches Dahinschreiten...

Ich hoffe Dich mit meinen Worten nicht zu sehr getroffen zu haben. Aber es sind nun mal die Gedanken die mir beim Durchlesen Deines Threads gekommen sind.

Trotzdem alles Gute für Euch Beide
Stefan

Die Dinge...
... sind fuer die Leute was die Dinge fuer die Leute eben sind. Find' ich absolut nachvollziehbar, dass fuer die beiden eine kirchliche Trauung stilvoll ist und sonst nichts. Aber auch klar, dass die Kirche da nicht mitspielen mag... Noch nicht, in absehbarer Zeit (100 Jahre? ) wird man Kirche+Zeremonie einfach mieten koennen, da bin ich sicher...

>> Offensichtlich kannst Du mit der christlichen Religion nicht sehr viel anfangen, daher wäre es eine kirchliche Trauung bei Euch ein Hohn für alle, die ernsthaft um Gottes Segen für Ihre Ehe bitten. <<

Ganz nett gesagt, doch wenn dir der Sinn nach wirklich nach Hohn steht, dann lies mal Nietzsches "Antichrist", da kommste voll auf deine Kosten...

n

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8. Mai 2004 um 20:23
In Antwort auf lean_12485384

Was für eine Bedeutung hat
für Euch Gott und Glaube?

1.) Eine kirchliche Trauung bedeutet NICHT, dass man "stilvoll einen Gang entlangschreitet". Das ist ein netter Nebeneffekt, aber definitiv das unwichtigste bei der kirchlichen Trauung.

2.) Bei der kirchlichen Trauung geht es doch darum, dass man aufgrund seiner christlichen Überzeugung im Glauben um den Segen Gottes für den gemeinsamen Lebensweg bittet.

3.) Von all dem abgesehen ist ein wiedereintreten in die Kirche möglich. Es dauert allerdings einige Zeit und ist mit einigen Gesprächen mit verschiedenen Pfarrern und Theologen verbunden. Die Kirche möchte nämlich vermeiden, dass man:
Eintritt für Heiratet -> Austritt
Eintritt für Taufe 1. Kind -> Austritt
Eintritt für Taufe 2. Kind -> Austritt, etc.

4.) "Konfirmandenunterricht oder sowas Schreckliches":
Da ich rk (römisch-katholisch) bin, hatte ich keine Konfirmation, sondern Firmung. In dem Alter (10 Jahre) empfand ich es etwas langatmig, ich war einfach noch nicht "reif" dafür. Bei der Konfirmation geht es vielen wohl ähnlich, obwohl oder gerade weil die meisten gerade in der Pupertät sind und anderes im Kopf haben. Ich kann davon ausgehen, dass Du über dieses Alter schon erhaben bist, und für Dich sollte das eher eine Bereicherung darstellen. Wenn es für dich etwas schreckliches wäre, lass es bleiben, es wäre nur vergeudete Zeit.

Und sorry, dass ich zu diesem Schluss komme:
Offensichtlich kannst Du mit der christlichen Religion nicht sehr viel anfangen, daher wäre es eine kirchliche Trauung bei Euch ein Hohn für alle, die ernsthaft um Gottes Segen für Ihre Ehe bitten. Wie schon gesagt, es geht um weit mehr als um ein stilvolles und feierliches Dahinschreiten...

Ich hoffe Dich mit meinen Worten nicht zu sehr getroffen zu haben. Aber es sind nun mal die Gedanken die mir beim Durchlesen Deines Threads gekommen sind.

Trotzdem alles Gute für Euch Beide
Stefan

??
firmung im alter von 10 jahren?

ich wurde mit 17 gefirmt, hab aber kommunion mit 9 oder 10 jahren gehabt.

oder gibts da verschiedene arten von katholisch-sein?

gruß
sunseeker

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8. Mai 2004 um 20:41

Wie wäre es mit einer Heirat
in Las Vegas?

Murmel

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10. Mai 2004 um 10:07
In Antwort auf eryn_12735428

??
firmung im alter von 10 jahren?

ich wurde mit 17 gefirmt, hab aber kommunion mit 9 oder 10 jahren gehabt.

oder gibts da verschiedene arten von katholisch-sein?

gruß
sunseeker

Firmung wirklich mit 10!
Hallo Sunseeker,

Bei uns wurden immer die Jahrgänge der 5. und 6. Klasse zur Firmung zusammengefasst. Ich wurde daher wirklich in der 5. Klasse im April gefirmt. Da ich im Mai Geburtstag habe, war ich tatsächlich noch 10 Jahre alt (zugegeben: kurz vor dem 11. Geburtstag).

Kommunion war in der 3. Klasse am 1. Mai. D.h. kurz vor meinem 9. Geburtstag.

Warum bei Dir die Firmung "erst" mit 17 Jahren war, kann ich Dir nicht sagen. Kann es vielleicht sein, dass Du in einer Gegend aufgewachsen bist, die überwiegend evangelisch war/ist? Da kann es durchaus vorkommen, dass es alterstechnisch der Konfirmation angeglichen wurde.

Gruß
Stefan

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10. Mai 2004 um 11:43
In Antwort auf oliver_12558894

Die Dinge...
... sind fuer die Leute was die Dinge fuer die Leute eben sind. Find' ich absolut nachvollziehbar, dass fuer die beiden eine kirchliche Trauung stilvoll ist und sonst nichts. Aber auch klar, dass die Kirche da nicht mitspielen mag... Noch nicht, in absehbarer Zeit (100 Jahre? ) wird man Kirche+Zeremonie einfach mieten koennen, da bin ich sicher...

>> Offensichtlich kannst Du mit der christlichen Religion nicht sehr viel anfangen, daher wäre es eine kirchliche Trauung bei Euch ein Hohn für alle, die ernsthaft um Gottes Segen für Ihre Ehe bitten. <<

Ganz nett gesagt, doch wenn dir der Sinn nach wirklich nach Hohn steht, dann lies mal Nietzsches "Antichrist", da kommste voll auf deine Kosten...

n

Nietzsches Ansichten wem sie Gefallen,
Marx Ansichten wem sie Gefallen,

Beide gehen vom idealen Menschenbild aus um ihre perfekte Gesellschaft zu definieren. Leider ist der Mensch alles andere als sozial. Jeder denkt im "Überlebenskampf" erst an sich selbst und erst dann an das Wohl der Gesellschaft. Damit Nitzsches oder Marx Ansichten, auch wenn sie in manchen Punkten verschiedene Ansätze haben, funktionieren können, müßte die gesamte Weltbevölkerung vollkommen sein und somit "göttlicher Natur" sein, womit kurzgesagt, die der Niedergang der christlichen Werte wiederlegt sein dürfte.

Ich persönlich finde sowohl bei Marx als auch bei Nietzsche den einen oder anderen Punkt dem ich zustimmen kann. Wenn ich aber dann genauer drüber nachdenke, stelle ich immer wieder fest, dass es sich dabei um christliches Grundverständnis im Umgang mit den Menschen handelt.

Noch ein Wort zu Nietzsches "Antichrist": Läuft für mich unter "Meinungsfreiheit" und "gedruckte Worte", nicht mehr und nicht weniger.

Soweit zu Nitzsche. Zurück zum eigentlichen Thema des Threads:
Ich kann es auch nachvollziehen, wenn die beiden ihre Hochzeit stilvoll zelebrieren wollen. Der Vorschlag mit Las Vegas hat schon den richtigen Ansatz. Nur: Wer mit Gott und Glaube nach christlicher Lehre nichts anfangen kann, sollte meiner Meinung nach nicht christliche Riten dazu "missbrauchen" um sich ein schönes Fest zu machen. Ich hoffe, nein, ich bin mir sicher, dass es nicht so weit kommen wird, dass man sich (hier in Europa) eine christliche Segnung einmieten kann. Ich gebe Dir recht, es wird soweit kommen, dass die verschiedenen Konfessionen Kirchengebäude aus Kostengründen verkaufen oder vermieten werden und dort standesamtliche Trauungen mit Zeremonie stattfinden werden, aber eben keine kirchlichen Trauungen.

Ich selbst bin überzeugter Christ (nicht Katholik, auch wenn ich dieser Konfession angehöre). Ich respektiere Menschen anderer Glaubensrichtungen ebenso wie Menschen die ohne Glauben, an welchen Gott auch immer, sind. Diesen Respekt erwarte ich aber auch umgekehrt. Das wollte ich zum Ausdruck bringen. Vielleicht etwas hart, aber eindeutig

Viele Grüße
Stefan

P.S.: Schon wieder so lang geworden. Sorry

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18. Mai 2004 um 9:17

"Nur Standesamt" kann sehr schoen sein
warum reicht " nur Standesamt" nicht? Es gibt sehr schoene stilvolle Standesaemter,bei uns um die Ecke ist eine Burg,auf der wunderschoene Hochzeiten gehalten werden,ich selbst habe in einem alten historischen Rathaus geheiratet,das war wirklich romantisch.Aber es kommt auch auf den Pfarrer darauf an,mein Ex-Mann ist konfessionslos und ich rk,mir war es damals wichtig und wir haben ein "Gesuch" beim Bistum eingereicht,wir wurden kirchlich getraut-wie du siehst keine Garantie.Meine Freundin hat nach dem Standesamt im Garten noch eine kleine Zeremonie abgehalten mit einem Pater,der hat zwar keine kirchliche Traung gehalten,aber einen Segen erteilt und das war sooooo schoen zwischen all den Rosenbueschen und wir haben Herzluftballons steigen lassen.Es ist doch alles nur eine Frage der Phantasie,es gibt so viele Moeglichkeiten,lass denen die kirchliche Zeremonie denen sie wichtig ist.

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28. Mai 2004 um 19:58
In Antwort auf lean_12485384

Nietzsches Ansichten wem sie Gefallen,
Marx Ansichten wem sie Gefallen,

Beide gehen vom idealen Menschenbild aus um ihre perfekte Gesellschaft zu definieren. Leider ist der Mensch alles andere als sozial. Jeder denkt im "Überlebenskampf" erst an sich selbst und erst dann an das Wohl der Gesellschaft. Damit Nitzsches oder Marx Ansichten, auch wenn sie in manchen Punkten verschiedene Ansätze haben, funktionieren können, müßte die gesamte Weltbevölkerung vollkommen sein und somit "göttlicher Natur" sein, womit kurzgesagt, die der Niedergang der christlichen Werte wiederlegt sein dürfte.

Ich persönlich finde sowohl bei Marx als auch bei Nietzsche den einen oder anderen Punkt dem ich zustimmen kann. Wenn ich aber dann genauer drüber nachdenke, stelle ich immer wieder fest, dass es sich dabei um christliches Grundverständnis im Umgang mit den Menschen handelt.

Noch ein Wort zu Nietzsches "Antichrist": Läuft für mich unter "Meinungsfreiheit" und "gedruckte Worte", nicht mehr und nicht weniger.

Soweit zu Nitzsche. Zurück zum eigentlichen Thema des Threads:
Ich kann es auch nachvollziehen, wenn die beiden ihre Hochzeit stilvoll zelebrieren wollen. Der Vorschlag mit Las Vegas hat schon den richtigen Ansatz. Nur: Wer mit Gott und Glaube nach christlicher Lehre nichts anfangen kann, sollte meiner Meinung nach nicht christliche Riten dazu "missbrauchen" um sich ein schönes Fest zu machen. Ich hoffe, nein, ich bin mir sicher, dass es nicht so weit kommen wird, dass man sich (hier in Europa) eine christliche Segnung einmieten kann. Ich gebe Dir recht, es wird soweit kommen, dass die verschiedenen Konfessionen Kirchengebäude aus Kostengründen verkaufen oder vermieten werden und dort standesamtliche Trauungen mit Zeremonie stattfinden werden, aber eben keine kirchlichen Trauungen.

Ich selbst bin überzeugter Christ (nicht Katholik, auch wenn ich dieser Konfession angehöre). Ich respektiere Menschen anderer Glaubensrichtungen ebenso wie Menschen die ohne Glauben, an welchen Gott auch immer, sind. Diesen Respekt erwarte ich aber auch umgekehrt. Das wollte ich zum Ausdruck bringen. Vielleicht etwas hart, aber eindeutig

Viele Grüße
Stefan

P.S.: Schon wieder so lang geworden. Sorry

"Missbrauch" der christlichen Riten?
...mmmh...wo kommt denn eigentlich der Reichtum der Kirche her? Wenn ich mich recht entsinne, kommt mir immer wieder der Gedanke, dass es gerade die Christen waren, die sich in dunklen Zeiten unter dem Deckmantel ihres Glaubens bei den "Heiden" bedient haben. Warum soll sich denn der kleine Bürger nicht der Kirche bedienen?

Ist vielleicht ein anderes Thema, aber dennoch...

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2. Juni 2004 um 14:35
In Antwort auf shaina_12262456

"Missbrauch" der christlichen Riten?
...mmmh...wo kommt denn eigentlich der Reichtum der Kirche her? Wenn ich mich recht entsinne, kommt mir immer wieder der Gedanke, dass es gerade die Christen waren, die sich in dunklen Zeiten unter dem Deckmantel ihres Glaubens bei den "Heiden" bedient haben. Warum soll sich denn der kleine Bürger nicht der Kirche bedienen?

Ist vielleicht ein anderes Thema, aber dennoch...

Vielleicht nicht ganz richtig ausgedrückt
Vielleicht habe ich mich etwas unglücklich ausgedrückt. Es ging mir NICHT um den Reichtum der Kirche(n) (katholisch, evangelisch, jüdisch, islamisch, buddhistisch, ...) noch darum, dass man deren Riten nicht NACHAHMEN darf. Es ging mir einzig darum, dass ich ein Problem damit habe, dass ein Nicht-Christ sich christlich segnen lassen möchte, jedoch nicht aus religiösen Gründen, sondern einzig und allein desshalb, weil dieser Nicht-Christ es es toll findet, wie die Christen ihre Feier zelebrieren (gleiches gilt natürlich auch für andere Glaubensrichtungen). Es ging mir nicht um die "Entweihung" von Riten, sondern um den fehlenden Respekt vor dem Glauben der Mitmenschen. Mal sehen, wem ich jetzt auf den Schlips getreten bin.

Viele Grüße
Stefan

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5. Juli 2004 um 21:30

Warum
wollt Ihr denn kirchlich heiraten?? Offensichtlich haltet Ihr ja beide nicht viel von Kirche und Religion..
Wie hier auch schon gesagt wurde, finde ich es ziemlich unangebracht, nur deshalb kirchlich zu heiraten, weil es "schön aussieht" oder sowas!! Wenn Ihr nicht dahintersteht, dann lasst es!

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7. Juli 2004 um 13:12
In Antwort auf lean_12485384

Was für eine Bedeutung hat
für Euch Gott und Glaube?

1.) Eine kirchliche Trauung bedeutet NICHT, dass man "stilvoll einen Gang entlangschreitet". Das ist ein netter Nebeneffekt, aber definitiv das unwichtigste bei der kirchlichen Trauung.

2.) Bei der kirchlichen Trauung geht es doch darum, dass man aufgrund seiner christlichen Überzeugung im Glauben um den Segen Gottes für den gemeinsamen Lebensweg bittet.

3.) Von all dem abgesehen ist ein wiedereintreten in die Kirche möglich. Es dauert allerdings einige Zeit und ist mit einigen Gesprächen mit verschiedenen Pfarrern und Theologen verbunden. Die Kirche möchte nämlich vermeiden, dass man:
Eintritt für Heiratet -> Austritt
Eintritt für Taufe 1. Kind -> Austritt
Eintritt für Taufe 2. Kind -> Austritt, etc.

4.) "Konfirmandenunterricht oder sowas Schreckliches":
Da ich rk (römisch-katholisch) bin, hatte ich keine Konfirmation, sondern Firmung. In dem Alter (10 Jahre) empfand ich es etwas langatmig, ich war einfach noch nicht "reif" dafür. Bei der Konfirmation geht es vielen wohl ähnlich, obwohl oder gerade weil die meisten gerade in der Pupertät sind und anderes im Kopf haben. Ich kann davon ausgehen, dass Du über dieses Alter schon erhaben bist, und für Dich sollte das eher eine Bereicherung darstellen. Wenn es für dich etwas schreckliches wäre, lass es bleiben, es wäre nur vergeudete Zeit.

Und sorry, dass ich zu diesem Schluss komme:
Offensichtlich kannst Du mit der christlichen Religion nicht sehr viel anfangen, daher wäre es eine kirchliche Trauung bei Euch ein Hohn für alle, die ernsthaft um Gottes Segen für Ihre Ehe bitten. Wie schon gesagt, es geht um weit mehr als um ein stilvolles und feierliches Dahinschreiten...

Ich hoffe Dich mit meinen Worten nicht zu sehr getroffen zu haben. Aber es sind nun mal die Gedanken die mir beim Durchlesen Deines Threads gekommen sind.

Trotzdem alles Gute für Euch Beide
Stefan

Und was für eine Bedeutung hat der Beitritt...
zu einer Kirche? Muß man für seinen Glauben bezahlen? Hier und heute ja! Leider. Warum kann man nicht glauben und gleichzeitig NICHT in der Kirche sein? Hat das eine etwas mit dem anderen zu tun?
Andersherum: Ist jeder, der in der Kirche ist auch gläubig? Hält er sich an die Regeln (gebote), immer und überall?
Ich denke GLAUBE und in der KIRCHE sein, sind oft zwei verschiedene Paar Schuhe. Das die Kirche so einen Hickhack macht, ihr Problem. Ich heirate nicht kirchlich, meine Kinder werden nicht getauft. Das können sie machen, wenn sie selbst wollen. Ich persönlich habe ein großese Problem mit der KIRCHE, nicht mit dem GLAUBEN.

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6. August 2004 um 17:17
In Antwort auf shama_12775632

"Nur Standesamt" kann sehr schoen sein
warum reicht " nur Standesamt" nicht? Es gibt sehr schoene stilvolle Standesaemter,bei uns um die Ecke ist eine Burg,auf der wunderschoene Hochzeiten gehalten werden,ich selbst habe in einem alten historischen Rathaus geheiratet,das war wirklich romantisch.Aber es kommt auch auf den Pfarrer darauf an,mein Ex-Mann ist konfessionslos und ich rk,mir war es damals wichtig und wir haben ein "Gesuch" beim Bistum eingereicht,wir wurden kirchlich getraut-wie du siehst keine Garantie.Meine Freundin hat nach dem Standesamt im Garten noch eine kleine Zeremonie abgehalten mit einem Pater,der hat zwar keine kirchliche Traung gehalten,aber einen Segen erteilt und das war sooooo schoen zwischen all den Rosenbueschen und wir haben Herzluftballons steigen lassen.Es ist doch alles nur eine Frage der Phantasie,es gibt so viele Moeglichkeiten,lass denen die kirchliche Zeremonie denen sie wichtig ist.

Meine verlobte rk, ich schon vor jahren ausgetreten
hallo zusammen,

wollte fragen, ob jemand genau weiss, ob es ohne etwas zu unternehmen möglich ist, dass wir kirchlich heiraten ?

gruss

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22. Juli 2007 um 17:52
In Antwort auf austyn_12250205

Hallo Royalla,
es gibt die Möglichkeit, Trauungen von freien Theologen durchführen zu lassen. Da kann man in der Regel den Ort und den Ablauf der Trau-Zeremonie selbst bestimmen (z.B. im Sommer unter freiem Himmel). Man bekommt dann "göttlichen" Segen, ohne sich für eine Kirche entscheiden zu müssen. Hier ein paar Internet-Adressen zur Info:
www.redner-binder.de
www.freier-theologe.de

Gruß,
Hustelinchen

Unglaublich
Hallo Royalla,

ich kann Deinen Wunsch gut verstehen. Ich befinde mich in einer ähnlichen Situation und überlege was für mich am schönsten ist.
Ich finde es total daneben das man um die "Gunst Gottes" zu erlangen erstmal jahrelang Kirchensteuer zu zahlen hat. Und genauso daneben finde ich die meisten Kommentare hier die abgegeben wurden. Da fragt jemand um Hilfe und 90% der Antwortenden versuchen den Fragenden zu bekehren, dumm zu stellen oder einfach nieder zu machen. Echt daneben.
Ich wäre auch bereit für die Dienste eines Pfarrers zu bezahlen, denn um Geld scheint es ja den meisten auch zu gehen, aber die Möglichkeit hat man ja nur wenn man schon ein jahrelang zahlendes Mitglied ist, auch wenn man mit der Kriche rein gar nichts anfangen kann^^.
Ich werde wohl auch unser Stadtschlösschen mit einem Freien Theologen in Anspruch nehmen, würde aber auch zu einer Freikirche gehen wenn ich sowas bei uns entdecken würden.
Wünsche Euch in diesem Sinne Alles Gute, und den Klatschtanten den Rest....

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3. August 2007 um 20:29
In Antwort auf bevis_12564302

Unglaublich
Hallo Royalla,

ich kann Deinen Wunsch gut verstehen. Ich befinde mich in einer ähnlichen Situation und überlege was für mich am schönsten ist.
Ich finde es total daneben das man um die "Gunst Gottes" zu erlangen erstmal jahrelang Kirchensteuer zu zahlen hat. Und genauso daneben finde ich die meisten Kommentare hier die abgegeben wurden. Da fragt jemand um Hilfe und 90% der Antwortenden versuchen den Fragenden zu bekehren, dumm zu stellen oder einfach nieder zu machen. Echt daneben.
Ich wäre auch bereit für die Dienste eines Pfarrers zu bezahlen, denn um Geld scheint es ja den meisten auch zu gehen, aber die Möglichkeit hat man ja nur wenn man schon ein jahrelang zahlendes Mitglied ist, auch wenn man mit der Kriche rein gar nichts anfangen kann^^.
Ich werde wohl auch unser Stadtschlösschen mit einem Freien Theologen in Anspruch nehmen, würde aber auch zu einer Freikirche gehen wenn ich sowas bei uns entdecken würden.
Wünsche Euch in diesem Sinne Alles Gute, und den Klatschtanten den Rest....

Also wirklich...
Sehr geehrte Leserinnen und Leser. Ich habe in der Suchmaschine die Antwort auf meine Frage gesucht. "Kann ich meine Freundin (rk) kirchlich heiraten, obwohl ich selbst vor 10 Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten bin?" ... ich habe so dieses Forum gefunden. Ich habe diesen Bericht gelesen und mir die Zeit genommen, mich hier anzumelden. "Herr im Himmel!" habe ich gedacht. Wie kann es sein. Hier hat jemand ziemlich genau "meine Frage" gestellt. Was bekommt man dafür? Wie meine Vorgängerin sagte, "man will bekehren"!
Ich bin mit gutem Grund - bevor Fragen kommen - aus gutem Grund für MICH aus der Kirche ausgetreten. Mir konnten einige der Werte der katholischen Kirche in der Schule beigebrahct werden, jedoch konnte ich keinen Bezug zu unserem Kirchenvater aufbauen. In unserer Gemeinde hatte der Gottesdiender nicht wirklich etwas für seine junge Gemeinde über. Somit trat ich mit 20 Jahren aus der Kirche aus. Ich traue es mich kaum zu sagen, jedoch frage ich mich bei soooviel Zuspruch bezüglich der Kirche - warum sind die Teilnehmerzahlen an Gottesdiensten oft und vielerorts so schwach besucht? Ich kenne genügend Christen die nur zu Weihnachten und / oder Ostern den Weg in den Dom finden. Fühlt sich jemand angesprochen? Das wäre interessant, denn noch meine Großmutter fand den Weg täglich in die Kirche. War sie eine bessere Christin? Nun denn, ich möchte hier keine kirchen-politische Disskusion lostreten - und trete daher mit meinen Ausführungen auch etwas kürzer. Ich bin aus der Kirche ausgetreten und habe nicht gleichzeitig aufgehört an Gott zu glauben. Ich hoffe dies schockiert niemanden. Es mag - besonders wegen der Reaktionen - paradox erscheinen, ist es für mich aber nicht. Für mich ist die Institution der Kirche eine Partei. In meinem Wahlkreis hat sie verloren. Ich nutze diese Institution nicht und zahle nicht dafür.
Meine Partnerin ist nicht aus der Kirche ausgetreten. Besucht diese als gute Christin zu Ostern, Weihnachten und diversen Feiertagen. Sie ist bibelfest und glaubt an Gott. Für sie war schon immer klar - wenn geheiratet wird, dann auch in der Kirche. Also, was sollte mich denn davon abhalten zu heiraten? Es tut mir leid für Euch: Ich glaube noch immer an den gleichen Gott. Vielleicht solltet gerade IHR ein wenig mehr Toleranz aufbringen und sich auch einmal einen Dalei Lama anhören. Glaubt mir. Somit würdet IHR keinen Gott neben Eurem haben... aber vielleicht verstehen, was "Glück" bedeutet. Statt den EURER Meinung nach Ungläubigen den Weg zu weisen... wolltet IHR gleich Steinigen. Das ist die Kirche die ich kennen gelernt habe.
Hier vielleicht noch ein möglicher Standpunkt. Die Kirche soll doch froh sein, wenn die Menschen in unserem Land noch kirchlich heiraten. Die Geburtenrate sinkt, die Kichenaustritte verbreiten sich und es wird immer wieder die Ansicht der Kirche in Frage gestellt. Man sollte nicht den Heiden, der christlich heiratet mehr verurteilen, als den "guten Christen" der sich drei Mal hat scheiden lassen! Eines zum Abschied: "Der ohne Schuld ist - werfe den ersten Stein!"

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