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Langeweile, Unverständnis und Co.

6. April 2004 um 22:41

Hallo,
ich habe hier im Forum einige Beiträge gelesen bevor ich mich entschlossen habe auch meinen Senf dazu zu geben.
Vorab einige Daten zu mir und meinem Mann:
Wir sind zusammen seit wir Teenager waren, seit mittlerweile fast 25 Jahren. Verheiratet sind wir seit 15 Jahren. Wir haben einen 11jährigen Sohn, ein Haus, dementsprechend viele Schulden, ein mehr oder weniger interessantes Sexualleben und ein altes Auto.
Es gab Höhen und Tiefen in unserer Beziehung, aber im Moment überwiegen Unverständnis und wenig Gemeinsamkeiten. Es wird wohl daran liegen dass jeder Mensch sich weiter entwickelt, und manchmal eben in verschiedene Richtungen. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich liebe meinen Mann, aber er treibt mich zum Wahnsinn! In unserer Beziehung war -und bin - ich die Stärkere, die alles regelt und auf die man sich immer verlassen kann. Er ist derjenige der für die "körperlichen" Arbeiten zuständig ist, ich erledige das "mentale".
Momentan fühle ich mich in unserer Ehe aber alles andere als wohl. Auslöser war mehr oder weniger eine Unterhaltung die wir führten, die aber nicht das erhoffte Ergebnis brachte: Ich habe meinem Mann gesagt dass ich finde dass er zuviel trinkt (für mich sind 3-7 Flaschen Bier täglich schon nicht weit weg vom Alkoholiker), er aber meint dass er es nur trinkt weil er Durst drauf hat, es mir zuliebe aber gerne reduziert. Pustekuchen. Zwei Tage hat er nichts getrunken, dann war wieder alles wie immer, obwohl er meine Argumente doch verstehen sollte, dass z.B. wenn er vor der Arbeit auch nur eine Flasche Bier trinkt und ein (ggf. auch von ihm unverschuldeter) Unfall passiert er der Dumme ist wenn man Alkohol in seinem Blut nachweisen kann. So dumm kann man doch gar nicht sein, oder? Da gehen mir die Haare hoch, aber ich habe jetzt keinen Bock mehr zu diskutieren. Wenn er meint dass das richtig ist soll er es bitte tun, aber ich werde mich dann an das halten was ich ihm versprochen habe, nämlich dass ich ihn gerne zum Entzug fahre, er danach aber alles weitere gemeinsame vergessen kann. Das mache ich nicht mit, schon alleine unserem Sohn zuliebe nicht. Ich sollte vielleicht dazu sagen dass er vor Jahren ganz massiv (und auch jetzt noch gelegentlich) an Automaten spielt. Damals habe ich die Hölle durchgemacht, und das kann ich nicht noch einmal.
Davon abgesehen haben wir kaum gemeinsame Interessen. Wenn ich ausgehe gehe ich gerne mit meinen Freundinnen, wir amüsieren uns gut und lästern so richtig schön ab. Er geht lieber mit Kumpanen auf Tour. Ich glaube, wenn ich mit ihm ausginge wüßte ich ehrlich nicht worüber wir uns unterhalten sollten, ich denke nicht dass er überhaupt wüßte was mich interessiert. Bei genauerem Nachdenken waren wir seit Jahren nicht mehr gemeinsam aus, abgesehen von Einladungen.
Ich bin ein sehr mißtrauischer und nachtragender Mensch, nicht ganz einfach im Umgang, wenn man mich einmal verletzt hat vergesse ich das nie. Ich denke dass ich immer stark sein muss für die Familie weil er es nicht kann, von daher sind für mich Gefühle teilweise auch ein Zeichen von Schwäche, und die zeige ich nicht (ich heule ja noch nicht mal in seiner Gegenwart wenn was z.B. im TV läuft das ich sehr traurig finde).
Er hat auch gute Seiten, aber wenn ich das jetzt so lese frage ich mich doch ob das überhaupt noch eine Ehe ist oder nur ein Zusammenleben mit vertrauten Menschen??
Ich weiß es nicht.....

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7. April 2004 um 0:25

Hi ,sorry........
du mußt dich von deinem mann trennen, ich war auch 15 jahre mit meiner jugendliebe in einer beziehung habe zwei kinder von ihm, 10 undn 17 jahre aber es ging einfach nicht mehr wir hatten uns auseinander gelebt, ich war da auch die stärkere, weil er es nicht war haben wollte,wir frauen sind nun mal stärker, daß heißt aber nicht das wir uns opfern müssen,ich war so am ende, ich wollte einfach wieder leben,sicher war es am anfang nicht leicht für mich, ich hatte bis dahin keine finanzielen sorgen ,ich lebte mit porsche und allem was dazu gehört,aber war nie glücklich, und er auch nicht ,der bruch kam ,er betrug mich ,ich schluckte es,er betrug mich ,ich liebte ihn immer noch ,aber die jahre frassen auch meine liebe zu ihm auf ,wir waren einfach zu jung, ich sage immer 50-50, jeder hat schuld am scheitern einer beziehung, aber wir müssen lernen damit um zu gehen,ich habe es gelernt und weiß jetzt was ich nicht will, in einer neuen beziehung und haben auch schon seit 4 jahren eine neue beziehung ,die liebe meines lebens...........also denke auch mal an dich, die kinder werden dich verstehen , meine haben es auch ,und ihren papa nicht verloren....

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7. April 2004 um 9:51

Hallo Schattenbild!
Ich verstehe Dich.. hab eben selbst gepostet und kenne ähnliche Probleme. Also kein Alkoholproblem, aber das immer stark sein und das sich-nicht-ändern des Partners.
Ich denke trotzdem, jede Ehe ist es wert, darum zu kämpfen. Und ich bezweifle, dass Du den zwei anderen Beiträgen so einfach folgen kannst... es gab doch auch gute Seiten in Eurer Beziehung oder???? Ich meine, ich lese Deinen Beitrag - trotzdem weiß ich natürlich nicht, inwieweit bei Euch was zu retten ist. Der Alkoholkonsum ist definitiv zu viel.. aber kannst Du ihm nicht extremer zeigen, wie groß die Gefahr eines Bruchs ist? Z.B. könntest Du doch mal paar Tage Abstand suchen... bekäme er dann keine Angst? Ich denke, Männer sind zu bequem und tun vieles ab, was wir Frauen sagen. Und oft lassen wir es ja dann auch dabei.. wir meckern, reden, reden, reden und im Endeffekt bleibt alles beim Alten und wir bleiben auch bei ihm. Aber wenn Du ihm zeigst, dass Du eine Trennung in Erwägung ziehst, läuten viell. die Alarmglocken bei ihm?!
Ich denke, Liebe ist die Voraussetzung für eine Beziehung. Und Du sagst, Du liebst ihn! Dann versuch es... vielleicht lohnt es sich... 15 Jahre wirft man nicht einfach weg, finde ich.

viel Glück!!!

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7. April 2004 um 13:08

Schluck Wasser wäre besser ...
Dein Noch-Mann ist definitiv ein Alkoholiker, um nicht zu sagen, ein versoffener Trunkenbold. Für mein Empfinden würde ich, obwohl männlich, es als megaekliges Übel empfinden, neben diesem Mann schlafen zu müssen und sich vielleicht noch von Zeit zu Zeit seinen alkoholgedämpften sexuellen Gelüsten hingeben zu müssen. Schrecklich auch, wenn ich lese, dass Ihr schon jahrelang keine gemeinsamen Ausflüge o.Ä. unternommen habt bzw. Du glaubst, er nicht einmal Deine Interessen benennen könnte (und umgekehrt???). Würdest Du nicht 25 Jahre mit dieser Person zusammenleben, würde ich Dir unmissverständlich sagen, Dich freizuschwimmen und Dir ein besseres Leben zu gönnen. Wenn Du allerdings nicht vielleicht später einmal Gewissensbisse bekommen möchtest, und wenn es auch nur Vorhaltungen jedweder Art von Deinem Sohn o.a. wären, würde ich Dir, sofern Dir daran überhaupt noch etwas liegt, Deine Ehe zu retten, Deinem Noch-Mann in schriftlicher Form eine ungeschminkte Darstellung Eurer Ehe(?) vorlegen, darin aufzeigen, was Dir gefällt und im Besonderen, was Dir nicht gefällt, und, um nicht nur Kritik alleine anzubringen, auch selbstdurchdachte Möglichkeiten von Verbesserungen und vor allem Änderungen anführen. In aller Deutlichkeit würde ich darin festhalten, dass Du zu einer Fortsetzung Eurer Ehe nur unter diesen angeführten Umständen bereit bist, andernfalls Du eine Trennung in absehbarer Zeit als unabänderbar sehen würdest. Gib ihm eine Woche Zeit, sich alles zu überlegen und ersuche ihn sodann, Dir ebenso in schriftlicher Form die von ihm durchzuführenden Änderungen festzuhalten, falls er Deinen Vorschlägen zustimmt, wobei diese konkret und deutlich dargestellt und nicht bloß schwammig formuliert sein sollten. Lass Dir dann ausreichend Zeit, um zu überlegen, ob Du in allem konform gehen kannst bzw. ob Dir das Angebotene ausreichend erscheint, Euer Eheleben fortzusetzen. So habt Ihr beide dann ein schriftliches Vermächtnis Eures Partners in Händen, in dem beide ihre Vorstellung über ein (gemeinsames?) Leben in der Zukunft darstellen und ihr jederzeit dieses anführen könnt, wenn ihr meint, dass der alte Trott zurückgekommen wäre. Wenn Dir wert an Deinem Mann liegt, würde ich ihm noch einmal eine ultimativ letzte Chance geben, ihn davon zu überzeugen, dass Du so nicht weiterleben möchtest, wenngleich ich ehrlich gesagt fürchte, dass Du über kurz oder lang feststellen wirst, dass sich nichts geändert hat. Vielleicht wäre es daher noch besser, wenn Du die Möglichkeit hast, für einige Wochen etwa zu Deinen Eltern oder einer Freundin zu ziehen, um zu sehen, wie weit die von Deinem Noch-Mann von ihm sellbst vorgenommenen Vorsätze auch fruchten. Die Entscheidung ist wahrscheinlich ziemlich schwer für Dich, und wahrscheinlich bist Du ebenso überzeugt davon, dass Dein Noch-Mann wahrscheinlich erst dann dazu bereit wäre, sich grundsätzlich zu ändern, nachdem Du bereits die Konsequenzen ziehen hast müssen, nachdem er zuvor Deine Forderungen, sich zu ändern, nicht in jenem Ausmaß wahrgenmommen hat, die Dir am herzen gelegen wären. Unter diesem Aspekt betrachtet wäre es wieder besser, sofort Eure Beziehung zu beenden. Frag Dich daher besser selbst, wozu und wofür Du noch Nerven hast, diese aufzuwänden, oder ob es nicht doch besser ist, alles hinzuschmeißen und von Neuem zu beginnen. Diese Entscheidung kann Dir allerdings niemand abnehmen, die musst ganz und gar allein Du selbst treffen. Alles weitere ergibt sich dann irgendwie irgendwann ganz von alleine. Viel Glück für die Zukunft, Du wirst es noch gebrauchen können, so oder so, egal, wie auch immer Du Dich letztendlich entscheiden wirst.

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7. April 2004 um 21:26
In Antwort auf nuray_12706441

Hi ,sorry........
du mußt dich von deinem mann trennen, ich war auch 15 jahre mit meiner jugendliebe in einer beziehung habe zwei kinder von ihm, 10 undn 17 jahre aber es ging einfach nicht mehr wir hatten uns auseinander gelebt, ich war da auch die stärkere, weil er es nicht war haben wollte,wir frauen sind nun mal stärker, daß heißt aber nicht das wir uns opfern müssen,ich war so am ende, ich wollte einfach wieder leben,sicher war es am anfang nicht leicht für mich, ich hatte bis dahin keine finanzielen sorgen ,ich lebte mit porsche und allem was dazu gehört,aber war nie glücklich, und er auch nicht ,der bruch kam ,er betrug mich ,ich schluckte es,er betrug mich ,ich liebte ihn immer noch ,aber die jahre frassen auch meine liebe zu ihm auf ,wir waren einfach zu jung, ich sage immer 50-50, jeder hat schuld am scheitern einer beziehung, aber wir müssen lernen damit um zu gehen,ich habe es gelernt und weiß jetzt was ich nicht will, in einer neuen beziehung und haben auch schon seit 4 jahren eine neue beziehung ,die liebe meines lebens...........also denke auch mal an dich, die kinder werden dich verstehen , meine haben es auch ,und ihren papa nicht verloren....

.....so einfach ist das nicht...
.....mit der Trennung. Es gab (und gibt) auch gute Seiten unserer Ehe, und die ganzen Jahre will ich auch nicht einfach so auf die Seite schieben. Es mag sich zwar komisch anhören, aber wir streiten eigentlich so gut wie nie. Okay, es gibt schon mal Diskussionen, aber geschrieen wird bei uns höchstens mal alle 2 Jahre.
Ich wollte ihn schon mal verlassen, sogar wegen eines anderen, aber kurz bevor ich gehen wollte habe ich es mir überlegt und bin geblieben. Ich denke dass es jede Ehe wert ist in einem gewissen Maß darum zu kämpfen.
Den Alkoholkonsum werde ich nicht weiterhin dulden, immerhin gibt er damit auch ein schlechtes Beispiel für unseren Sohn ab, und das kann ich überhaupt nicht mit einsehen. Vielleicht braucht er wirklich etwas mehr Denkanstöße, aber ich weiß nicht wie ich das am besten rüberbringen soll ohne dass es nur in Vorwürfe ausartet, denn die haben als Ergebnis höchstens dass er völlig auf stur stellt, und damit ist niemandem gedient. So schnell will ich die Flinte nicht ins Korn werfen, erst dann wenn ich sehe dass es überhaupt keinen Zweck mehr hat und ich daran zugrunde gehe, dann baue ich mir lieber ein eigenes Leben auf, mit meinem Sohn und ohne ihn. Aber zuerst will ich kämpfen! Ich hoffe dass das verständlich ist.....

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