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Mein Freund will doch nicht

8. September 2007 um 23:13

Hallo!

Mein Freund und ich wollten nächstes Jahr am 08.08.2008 den Schritt zum Altar wagen (Sind seit über 3 Jahren zusammen). Da der Vater meines Freundes mehrmals geschieden ist, hat mein Freund eine ganz andere Einstellung zu diesem Thema. Deshalb, habe ich ihm ein halbes Jahr Zeit gegeben, um zu überlegen, ob er wirklich 2008 heiraten will. Voriges Monat hab ich ihn dann auf seine Entscheidung angesprochen, da er von selber nichts gesagt hat. Jedenfalls hat er gemeint, dass 2008 für ihn ok wäre. Also haben wir begonnen, nach Restaurants für unsere Hochzeitstafel zu suchen, da wir wussten, dass der Termin schnell ausgebucht sein wird. In dieser Zeit ist mir aufgefallen, dass mein Freund sich immer komischer verhielt. Wir haben uns nur 5 Locations angesehen, aber seine Motivation weiter zu suchen, war nach jedem Restaurantbesuch gedämpfter. Also hab ich ihn darauf angesprochen. Wir haben uns dann ziemlich gestritten, weil er auf einmal gemeint hat, dass 2008 doch zu früh zum Heiraten wäre für ihn. Ich hab ihm dann gesagt, dass mir das sehr weh tut, weil ich mich so fühle, als würde er mich nicht genug lieben, um mich zu heiraten. Denn meiner Meinung nach heiratet man ja den Menschen, bei dem man sich sicher ist, dass man den Rest seines Lebens mit ihm verbringen will. Er sagt aber, dass es überhaupt nichts damit zu tun hat. Er liebt mich über alles und ich bin seine Traumfrau. Einen genauen Grund hat er mir aber leider nicht sagen können, warum es für ihn noch zu früh ist. Er hat gemeint, 2009 wäre es viel besser, denn dann wäre er reifer. Ich habe große Angst, dass er dann noch immer nicht bereit ist und es ewig aufschiebt. Denn wenn er jetzt nicht will, was kann dann in 2 Jahren anders sein? Er ist sich auch sicher, dass er mich heiraten will, nur 2008 will er noch nicht. Ich kann es nicht verstehen, weil er mir eben keinen Grund dafür geben kann. Ich hab ihm ein paar Vorschläge gemacht, was der Grund sein könnte. Zum Beispiel kann ich mir gut vorstellen, dass er jetzt (hat eine lange Ausbildung und Auslandseinsätze hinter sich) einfach mal zur Ruhe kommen will und noch nicht wieder bereit für Action, sprich die ganze Planung ist. Er hat dann auch gesagt, dass das der Grund sein könnte.
Ich habe eingesehen, dass es nächstes Jahr nichts wird. Ich möchte ihm auch Zeit geben, dass er sich auch so sicher ist wie ich. Wie gesagt habe ich aber Angst, dass es nie so weit kommen wird. Er ist sich so sicher, dass 2009 alles anders ist, das heißt, die Planung verschiebt sich auf nächstes Jahr. Ich verstehe halt nicht, wie man sich einerseits über 2009 so sicher sein kann und von 2008 sagen kann, dass es da gar nicht geht.
Würde mich über ein paar Meinungen von euch freuen.

Danke!

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9. September 2007 um 10:18

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Hallo! Also ich bin 25 und seit fast 8 Jahren mit meinem Freund zusammen. Wir haben soviele Pärchen kommen und gehen sehen und auch wenn ich mir auch immer schon gewünscht habe, dass er mich fragt, ob ich ihn heiraten will, bin ich mittlerweile überzeugt davon, dass es nicht gut ist, sich so schnell festzulegen. Drei Jahre sind keine lange Zeit. Nach drei Jahren ist man noch richtig verliebt...bei mir war's zumindest so. Und wenn man die Ehe ernst nimmt (und ich bin sicher nicht religiös), dann ist Verliebtheit nicht unbedingt die beste Basis zum Heiraten.
Alle meinen immer, möglichst schnell sichern zu müssen, was sie haben und bewirken dadurch oft genau das Gegenteil. Was Zahlen angeht, kann ich nur mit österreich dienen. In Wien werden über 50% der geschlossenen Ehen wieder geschieden. Glaubst du nicht, dass die beim Jawort alle gedacht haben, dass ihre Liebe ewig hält. Das meine ich mit dem Verliebtsein.
Früher war das was anderes. Ehen waren damals Zweckgemeinschaften und wurden nicht einfach wieder gelöst, wel's einem von beiden nicht mehr gepasst hat. Aber heute im Zeitalter der Emanzipation, schmeißt man leichter alles hin. Ist ja auch gut, dass Frauen auf eigenen Beinen stehen. Aber warum sollte sich die Ehe da mitverändern? Wenn man so modern und flexibel sein und jederzeit gehen können möchte, dann sollte man nicht heiraten sondern einen 'Lebensabschnittspartner' haben.
Wenn man überzeugt ist, dass man mit dem Partner sein ganzes Leben verbringt, dann kann man mit dem Heiraten auch bis 2009 warten...dann kommt's auf ein Jahr mehr oder weniger nicht an!
Insofern finde ich die Einstellung von deinem Freund ziemlich vernünftig und wünsche euch nur das Allerbeste!

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24. September 2007 um 19:57
In Antwort auf jillie_12322397

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Hallo! Also ich bin 25 und seit fast 8 Jahren mit meinem Freund zusammen. Wir haben soviele Pärchen kommen und gehen sehen und auch wenn ich mir auch immer schon gewünscht habe, dass er mich fragt, ob ich ihn heiraten will, bin ich mittlerweile überzeugt davon, dass es nicht gut ist, sich so schnell festzulegen. Drei Jahre sind keine lange Zeit. Nach drei Jahren ist man noch richtig verliebt...bei mir war's zumindest so. Und wenn man die Ehe ernst nimmt (und ich bin sicher nicht religiös), dann ist Verliebtheit nicht unbedingt die beste Basis zum Heiraten.
Alle meinen immer, möglichst schnell sichern zu müssen, was sie haben und bewirken dadurch oft genau das Gegenteil. Was Zahlen angeht, kann ich nur mit österreich dienen. In Wien werden über 50% der geschlossenen Ehen wieder geschieden. Glaubst du nicht, dass die beim Jawort alle gedacht haben, dass ihre Liebe ewig hält. Das meine ich mit dem Verliebtsein.
Früher war das was anderes. Ehen waren damals Zweckgemeinschaften und wurden nicht einfach wieder gelöst, wel's einem von beiden nicht mehr gepasst hat. Aber heute im Zeitalter der Emanzipation, schmeißt man leichter alles hin. Ist ja auch gut, dass Frauen auf eigenen Beinen stehen. Aber warum sollte sich die Ehe da mitverändern? Wenn man so modern und flexibel sein und jederzeit gehen können möchte, dann sollte man nicht heiraten sondern einen 'Lebensabschnittspartner' haben.
Wenn man überzeugt ist, dass man mit dem Partner sein ganzes Leben verbringt, dann kann man mit dem Heiraten auch bis 2009 warten...dann kommt's auf ein Jahr mehr oder weniger nicht an!
Insofern finde ich die Einstellung von deinem Freund ziemlich vernünftig und wünsche euch nur das Allerbeste!

Vetrau ihm
Hallo,
ich bin in einer ganz ähnlichen Sitauation wie Du. DU musst Dir klar darüber werden, ob Du Deinen Freund so lieben kannst, wie er ist. Meiner sagt auch, dass er auf jeden FAll heiraten wird, nur noch nicht. Wenn Du ihn dauernd drauf ansprichst, erreichst Du gar nichts. Lass ihn eifach in Ruhe und gib ihm so die Gelegenheit, Dir irgendwann einen Antrag zu machen. Versuch darauf zu vertrauen, dass er ehrlich zu Dir ist und es Dir sagen würde, wenn eine Hochzeit für ihn nicht in Frage kommt. Seit ich diese EInstellung habe, kann ich mich von diesem zwanghaften Gedanken lösen und bin sehr glücklich.

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25. September 2007 um 14:06

Die Antwort steht in deinem Beitrag...
Hallo Batgirl,

wenn dieses 1985 wirklich dein Geburtsjahr ist, dann bin ich genauso alt wie du und in einer ähnlichen Situation. Bin seit knapp 6 Jahren mit meinem Freund zusammen. Er wird im Januar 28. Mit 20 hat er nach 3 monaten Beziehung geheiratet. 9 Monate später kam die Scheidung. 1 1/2 Jahre später kam ich. Die ersten 2 jahre unserer Beziehung waren eine einzige Berg und Talfahrt. Der Grund: die frühe Ehe und schnelle Scheidung. Ich wusste Anfangs nicht ob er mich wirklich liebt oder nicht. Nach 2 Jahren kam dann die Wende. Er hat sich um 180 grad gedreht. Das Thema heiraten war für ihn trotzdem tabu. Er sagte, er weiß nicht mal ob er überhaupt nochmal heiraten will. Anfangs hab ich ihn sehr damit genervt. Irgendwann wurde ich älter und vernünftiger und habe verstanden, dass er in seinen jungen Jahren bezüglich heiraten einfach ein schlechtes Erlebnis hatte. Ich habe ihm Zeit gelassen und vor allem das Thema Hochzeit nie wieder erwähnt. Erstens weil ich wollte das er mich fragt, weil er es auch wirklich will und nicht weil ich ihn nerve. und zweitens, weil ich eingesehen habe, dass es auch ohne Trauschein wunderschön ist. Was ändert eine Ehe???? Außer das es auf einem Papier steht das man zusammen gehört?
So, und was ist passiert? Eines Tages, genau an dem Ort, an dem wir uns das erste mal gesehen haben, hat er mich gefragt! Er hat mir meinen Ring weg genommen (seit unserem 4. Jahrestag haben wir zwei gleiche Ringe zum Zeichen unserer Liebe), ist auf die Knie gegangen, und hat mir einen Heiratsantrag gemacht.
Es war ein riesen Schritt für ihn. Es war am 17.02 diesen Jahres. Und wir werden auch erst 2009 heiraten. Und warum? Weil er schlechte Erfahrungen gemacht hat und Angst hat das es ihm wieder passiert. Trotzdem ist er sich sicher, dass er mich heiraten will, weil er einfach weiß, dass ich ihn unterstütze. Ich unterstütze ihn dabei seine Angst vor der Ehe zu verlieren!!!
Und genau das ist es, was dein Freund auch braucht. Er hat nicht selbst solche schlechten Erfahrungen gemacht, aber er sieht es bei seinem Vater. Die Antwort warum es 2009 besser sein soll als 2008 steht zwischen den Zeilen in deinem Beitrag. Er braucht noch Zeit!!! Gib ihm die. Klar hat er gesagt, dass 2008 okay für ihn wäre. Und als ihr angefangen habt zu Planen, hatte er vor Augen welch großen Schritt er da gehen will, und hat wahrscheinlich dabei gemerkt, dass er einfach noch Zeit dafür braucht.

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