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Mein Mann ignoriert mich in der Öffentlichkeit

28. Juni 2006 um 18:11

Hallo

ich melde mich mit einer Frage, die mich schon seit langem beschäftigt. Ich bin seit 10 Jahren verheiratet und Mutter dreier Kinder. Unsere Ehe würde ich als gelungen bezeichnen. Aber etwas verletzt mich immer wieder aufs Neue: Zu Hause bin ich eine vollwertige Partnerin meines Mannes, d.h. ich bekomme die Aufmerksamkeit, die ich brauche und bin ihm eine ebenbürtige Partnerin.Sobald wir aber das Haus verlassen und an die Öffentlichkeit treten, zu einer Party eingeladen sind oder auch bei seiner Familie weilen, höre ich für meinen Mann auf zu existieren. Weder sucht er den Blickkontakt mit mir geschweige dann ein Gespräch; es ist, als wären zwei Fremde zufällig am selben Ort.
Letztes Wochenende ist die Situation eskaliert, als er, an einem Fest eines Freundes, mich und die Kinder beim Essen an einem Tisch sitzengelassen hat (ohne uns zu sagen, er setzte sich anderswo hin) und zu einem alten Bekannten hingegangen ist, um an seinem Tisch zu essen. Das wäre mir vielleicht nicht dermassen sauer aufgestossen, wenn nicht ausnahmslos alle Paare beeinander gesessen hätten.Ich fühlte mich wie eine Frau kurz vor der Scheidung. Nicht, dass ich verlange, dass man ständig aneinanderklebt, aber ich hätte schon gerne, wenn er mir auch in der Öffentlichkeit das Gefühl gäbe, ich bin seine Frau.Vor allem in Situationen, in denen ich die Leute nicht kenne.
Es ist mittlerweile soweit, dass ich keine Lust mehr habe, überhaupt noch gemeinsam mit ihm irgendwo aufzutauchen, aber das kann es wohl auch nicht sein!?
Er selbst meint, es sei ihm gar nicht so bewusst, dass er so handle, er sei irgendwie auf einer Schiene, sehe alte Freunde oder wen auch immer und habe dann das Gefühl, es allen recht machen zu müssen.Und da sei ich halt die Erste, die man quasi vernachlässigen könne. Nun, aber auch wenn wir zusammen einkaufen oder mit den Kindern unterwegs sind, geht er meist 5-10 Meter vor mir. Also sticht dieses Argument wohl auch nicht.Sein ganzes Verhalten in dieser Sache vermittelt mir das Gefühl, nur als Heimchen geliebt zu werden, so eine Art Hafen, aber in der Öffentlichkeit wird Unabhängigkeit demonstriert.

Was denkt Ihr darüber

Lillyflower

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28. Juni 2006 um 21:56

Danke..
Danke erstmal für die Antwort!
Ich verschiebe meinen Beitrag mal in Psychologie und Beziehung, ich glaube, da passt es besser hin.
Lillyflower

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28. Juni 2006 um 23:02

...
Sagen wirs so es gibt jemande ders macht und jemand ders sich gefallen lässt. Die opferrolle. Sag ihm klipp und klar was geht und was nicht. Und setzt konsewent durch wenns noch mal passiert..

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1. Juli 2006 um 10:19

Muss sagen,
ich finde das Verhalten wirklich grauenvoll. Ich würde niemals meinen Freund so behandeln. Klar gibt es Gelegenheiten wie Klassentreffen oder ähnliches wo man sich auch mal ausgiebig mit anderen leuten unterhalten will, aber entweder man kommt allein oder bezieht seine Begleitung ein, auch wenn das oft nur halb gelingt, der Gedanke ist, der zählt. Dass dein Mann schon beim einkaufen ein paar meter vor dir geht ist mit nichts zu erklären oder entschuldigen. Anscheinend hat er es in eurer langen ehe irgendwie geschafft, Junggeselle zu bleiben. Jemanden mit dem man sein Leben teilt darf man nicht so abkanzeln.Allein schon dass er mehr wert auf die Meinung der Öffentlichkeit als auf deine Gefühle legt ist bedenklich. Er stellt dich in die Ecke...

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23. August 2006 um 16:43

Lillyflower
Liebe Lillyflower,

Sie stören sich völlig zu Recht am Verhalten Ihres Mannes in der Öffentlichkeit. Allerdings stellt sich die Frage, ob Ihr Mann Sie in Gesellschaft bewusst ignoriert oder ob er sich Ihnen so stark verbunden fühlt, dass es einer öffentlichen Demonstration Ihrer Beziehung nicht bedarf. Da Sie zuhause von ihm voll akzeptiert werden, glaube ich eher, dass Letzteres der Fall ist. Er fühlt sich vermutlich mit Ihnen so eins, dass er, sobald er das Haus verlässt oder sich in einer Gesellschaft aufhält, sich voll auf das Neue oder die anderen Menschen konzentriert. Dabei vergisst er Sie nicht, nur treten Sie ein klein wenig in den Hintergrund.
Machen Sie ihm klar, wie wichtig Ihnen eine gelegentliche kleine Geste oder ein kurzer Blick in Ihre Richtung ist, damit Sie sich nicht verloren fühlen, gerade wenn Sie in einer Ihnen unbekannten Umgebung sind.
Schön wäre es auch, wenn er Sie in das Gespräch mit Bekannten einbeziehen würde.
Ich bin sicher, dass er das trainieren kann, wenn er will. Aber auch wenn er das nicht "hinkriegt", dürfen Sie das nicht unbedingt als Zeichen fehlender Liebe interpretieren.
Mein Vater verhielt sich fast 50 Jahre lang genauso, obwohl er meine Mutter liebte. Sie hat es irgendwann hingenommen und sich nicht mehr drüber aufgeregt.
Viele Grüße Anabell

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14. März 2012 um 21:29
In Antwort auf dale_12530452

Danke..
Danke erstmal für die Antwort!
Ich verschiebe meinen Beitrag mal in Psychologie und Beziehung, ich glaube, da passt es besser hin.
Lillyflower

Wohin verschoben?
Hallo Lillyflower,
ich habe dasselbe problem mit meinem (neuen!) Freund (3 Monate Beziehung).

Daher würde ich deinen Thread gerne weiterlesen, ich finde ihn nur nicht, wohin hast du ihn denn genau verschoben? Könntest du einen Link posten?

Vielen Dank!
Franca

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29. Juli 2012 um 14:30
In Antwort auf margo_11874260

Lillyflower
Liebe Lillyflower,

Sie stören sich völlig zu Recht am Verhalten Ihres Mannes in der Öffentlichkeit. Allerdings stellt sich die Frage, ob Ihr Mann Sie in Gesellschaft bewusst ignoriert oder ob er sich Ihnen so stark verbunden fühlt, dass es einer öffentlichen Demonstration Ihrer Beziehung nicht bedarf. Da Sie zuhause von ihm voll akzeptiert werden, glaube ich eher, dass Letzteres der Fall ist. Er fühlt sich vermutlich mit Ihnen so eins, dass er, sobald er das Haus verlässt oder sich in einer Gesellschaft aufhält, sich voll auf das Neue oder die anderen Menschen konzentriert. Dabei vergisst er Sie nicht, nur treten Sie ein klein wenig in den Hintergrund.
Machen Sie ihm klar, wie wichtig Ihnen eine gelegentliche kleine Geste oder ein kurzer Blick in Ihre Richtung ist, damit Sie sich nicht verloren fühlen, gerade wenn Sie in einer Ihnen unbekannten Umgebung sind.
Schön wäre es auch, wenn er Sie in das Gespräch mit Bekannten einbeziehen würde.
Ich bin sicher, dass er das trainieren kann, wenn er will. Aber auch wenn er das nicht "hinkriegt", dürfen Sie das nicht unbedingt als Zeichen fehlender Liebe interpretieren.
Mein Vater verhielt sich fast 50 Jahre lang genauso, obwohl er meine Mutter liebte. Sie hat es irgendwann hingenommen und sich nicht mehr drüber aufgeregt.
Viele Grüße Anabell

Diese Aussage ist ja wohl nicht dein Ernst!
Das ist doch ein Witz. Wenn die Mutter so resigniert hat, dass sie es "akzeptiert" hat (ich nenne das Verdrängen von eigenen Bedürfnissen des lieben Friedens wegen) dann ist das sicherlich keine anzuerkennende Lösung für das Problem. Die einzige Erklärung ist, dass sie eben zu einer anderen Zeit gelebt haben.

Es ist in meinen Augen ein starkes Zeichen von mangelndem Respekt. Die Höflichkeit gebietet es nunmal, dass man beim Essen zusammensitzt und nicht den anderen Gästen Vorrang gibt! Es ist genug Zeit später mit Freunden zu sprechen. Ich weiss nicht wie alt er ist und ich weiss nicht wie er groß wurde, aber er hat es gefälligst besser zu machen! Mich würde auch interessieren, wie die Gleichberechtigung aussieht, die zu Hause funktioniert.

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