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Meine Eltern akzeptieren ihn nicht, aber er will mich heiraten

11. September 2008 um 8:38

Was soll ich nur machen?

Meine Familie ist mir so mega wichtig, auch ein Famielien- und Seelenheil. Bisher klappte immer alles so toll. Doch seitdem ich mit ihm zusammen bin, läuft nichts mehr wie früher. Skeptisch und misstrauisch sind meine Eltern geworden und sagen sogar, dass er nicht der Richtige für mich ist... (Haben in letzter Zeit oft gestritten, er ist SEHR tätowiert, hat keinen Führerschein, schon ein Kind und nur einen befristeten Job...) Nur ein paar Punkte, die meinen Eltern ein Dorn im Auge sind...

Aber er liebt mich so sehr und ich ihn "eigentlich" auch. Er würde alles für uns tun.
Doch durch die Zweifel meiner Eltern zweifel ich langsam auch.

Was soll ich tun?

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11. September 2008 um 10:16

Such jemanden mit dem du eine gute Perspektive hast..deine Eltern haben Recht !
Ich kenn "ihn" zwar nicht,was du aber schreibst,da kann man deinen Eltern Recht geben.
Die ganzen Punkte ( viel tätowiert,keinen Führerschein,befristete Arbeit etc) sprechen nicht dafür das er sein Leben richtig im Griff hat,willst du dir deine Zukunft verbauen ? Nicht wegen denen Eltern, aber mit dem Mann... da gibt es doch bestimmt noch andere ...

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11. September 2008 um 10:55
In Antwort auf nekane_12101403

Such jemanden mit dem du eine gute Perspektive hast..deine Eltern haben Recht !
Ich kenn "ihn" zwar nicht,was du aber schreibst,da kann man deinen Eltern Recht geben.
Die ganzen Punkte ( viel tätowiert,keinen Führerschein,befristete Arbeit etc) sprechen nicht dafür das er sein Leben richtig im Griff hat,willst du dir deine Zukunft verbauen ? Nicht wegen denen Eltern, aber mit dem Mann... da gibt es doch bestimmt noch andere ...

Wie viel zählt die Liebe?
Das ist der Punkt, an dem ich festhalte. Er tut alles für mich und ist so in Sorge, dass ich ihn verlassen könnte. Das würde ihm das Herz brechen. Er liebt mich sehr - wie viel zählt denn das???

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11. September 2008 um 11:29
In Antwort auf marwa_12479978

Wie viel zählt die Liebe?
Das ist der Punkt, an dem ich festhalte. Er tut alles für mich und ist so in Sorge, dass ich ihn verlassen könnte. Das würde ihm das Herz brechen. Er liebt mich sehr - wie viel zählt denn das???

Schwierig
Also zunächst mal verstehe ich nicht, was es mit einem Menschen zu tun hat, ob er einen Führerschein hat oder nicht. Hä? Mein Mann hat einen, ist aber seit Jahren nicht mehr gefahren, also fahre ich immer. Na und? Deswegen ist einer doch kein "unfähiger" Mensch.

Es ist schwer, anhand deiner Beschreibung nachzuvollziehen, was deinen Eltern an deinem Freund missfällt. Vielleicht hat er eine seltsame Art, sich zu benehmen, vielleicht sagt er unangenehme Dinge etc. Ich weiß nicht.

Tätowierungen sind leider für viele "bürgerliche Menschen" (das ist ABSOLUT nicht negativ gemeint) immer noch so ein Zeichen für "asozial" oder "Knasti". Als ich meinen Eltern erzählte, dass ich mir ein Tattoo auf die Hüfte machen lassen will, haben sie gesagt, sie könnten nicht verstehen, wie jemand, der eine gesunde Haut habe, sie derart verschandeln wolle. Meine Eltern sind schon in Ordnung und so, ich habe ein Super-Verhältnis zu ihnen. Und natürlich hindern sie mich auch nicht daran, immerhin bin ich 30 und verheiratet, aber sie haben deutlich gesagt, dass sie das nicht gut finden. Das ist eben auch ein bisschen diese Generation, die denken so. Und wenn dann einer gleich am ganzen Körper tätowiert ist (was meinem Geschmack jetzt auch nicht so entstpräche), dann sehen sie vermutlich gleich rot. Dabei hat diese Äußerlichkeit mit dem Herzen und dem Charakter eines Menschen nicht das Geringste zu tun.

Ein außereheleiches Kind zu haben, ist heutzutage auch nichts seltenes oder ein Makel mehr. Es kommt darauf an, wie er sich zu diesem Kind und dessen Mutter verhält. Unterstützt er sie, kümmert er sich? Und ja - ich verstehe Eltern an diesem Punkt. Die wollen für ihr Kind einen Klasse Mann. Eltern wissen, dass ein außereheliches Kind IMMER da sein wird, auch die Beziehung zur Mutter des Kindes. Und das kann für die neue Partnerin sehr schwer sein. Dass sie dir das nicht unbedingt wünschen, verstehe ich. Aber am Ende zählt, wie ihr damit umgeht.

Einen befristeten Job haben heutzutage auch viele Leute. Ob Hauptschulabschluss oder Doktor - es trifft viele. Es kommt auch hier darauf an, wie er damit umgeht. Sagt er: Das langt mir, ich will nicht mehr, ich komme schon irgendwie durch? Dann könnte ich die kritische Einstellung deiner Eltern nachvollziehen. Oder ist er fleißig, bewirbt sich, arbeitet regelmäßig und sieht zu, dass er sich festeren Boden im Arbeitsleben suchen kann?

Weißt du, es ist auf den ersten Blick immer blöd, über solchen Kram nachzudenken, anstatt zu sagen: Jeder soll doch leben, wie er will, wichtig ist doch das Herz. Es ist aber nun mal leider so, dass eine Partnerschaft und später eine Familie viel Geld kosten, dass es neben aller erforderlichen Liebe, Romantik und Treue auch materielle Sicherheiten geben muss und Partner, die auch mal was auf die Reihe bringen und nicht nur in den Tag hineinleben. Auf sowas achten Eltern bei der Partnerwahl ihrer Kinder. Das ist verständlich.

Versuch mal, diesen Fragen nachzugehen und für dich zu beantworten. Dann kommst du vielleicht der Abneigung deiner Eltern etwas näher. Kannst du diese Fragen aber für dich positiv beantworten, dann solltest du sie nochmal konkret fragen, was genau ihnen missfällt.

Zu guter Letzt: Liebst du ihn wirklich? Ich lese da zwar viel Zuneigung, aber da steht immer auch ein "eigentlich".

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11. September 2008 um 13:38
In Antwort auf britta_12100163

Schwierig
Also zunächst mal verstehe ich nicht, was es mit einem Menschen zu tun hat, ob er einen Führerschein hat oder nicht. Hä? Mein Mann hat einen, ist aber seit Jahren nicht mehr gefahren, also fahre ich immer. Na und? Deswegen ist einer doch kein "unfähiger" Mensch.

Es ist schwer, anhand deiner Beschreibung nachzuvollziehen, was deinen Eltern an deinem Freund missfällt. Vielleicht hat er eine seltsame Art, sich zu benehmen, vielleicht sagt er unangenehme Dinge etc. Ich weiß nicht.

Tätowierungen sind leider für viele "bürgerliche Menschen" (das ist ABSOLUT nicht negativ gemeint) immer noch so ein Zeichen für "asozial" oder "Knasti". Als ich meinen Eltern erzählte, dass ich mir ein Tattoo auf die Hüfte machen lassen will, haben sie gesagt, sie könnten nicht verstehen, wie jemand, der eine gesunde Haut habe, sie derart verschandeln wolle. Meine Eltern sind schon in Ordnung und so, ich habe ein Super-Verhältnis zu ihnen. Und natürlich hindern sie mich auch nicht daran, immerhin bin ich 30 und verheiratet, aber sie haben deutlich gesagt, dass sie das nicht gut finden. Das ist eben auch ein bisschen diese Generation, die denken so. Und wenn dann einer gleich am ganzen Körper tätowiert ist (was meinem Geschmack jetzt auch nicht so entstpräche), dann sehen sie vermutlich gleich rot. Dabei hat diese Äußerlichkeit mit dem Herzen und dem Charakter eines Menschen nicht das Geringste zu tun.

Ein außereheleiches Kind zu haben, ist heutzutage auch nichts seltenes oder ein Makel mehr. Es kommt darauf an, wie er sich zu diesem Kind und dessen Mutter verhält. Unterstützt er sie, kümmert er sich? Und ja - ich verstehe Eltern an diesem Punkt. Die wollen für ihr Kind einen Klasse Mann. Eltern wissen, dass ein außereheliches Kind IMMER da sein wird, auch die Beziehung zur Mutter des Kindes. Und das kann für die neue Partnerin sehr schwer sein. Dass sie dir das nicht unbedingt wünschen, verstehe ich. Aber am Ende zählt, wie ihr damit umgeht.

Einen befristeten Job haben heutzutage auch viele Leute. Ob Hauptschulabschluss oder Doktor - es trifft viele. Es kommt auch hier darauf an, wie er damit umgeht. Sagt er: Das langt mir, ich will nicht mehr, ich komme schon irgendwie durch? Dann könnte ich die kritische Einstellung deiner Eltern nachvollziehen. Oder ist er fleißig, bewirbt sich, arbeitet regelmäßig und sieht zu, dass er sich festeren Boden im Arbeitsleben suchen kann?

Weißt du, es ist auf den ersten Blick immer blöd, über solchen Kram nachzudenken, anstatt zu sagen: Jeder soll doch leben, wie er will, wichtig ist doch das Herz. Es ist aber nun mal leider so, dass eine Partnerschaft und später eine Familie viel Geld kosten, dass es neben aller erforderlichen Liebe, Romantik und Treue auch materielle Sicherheiten geben muss und Partner, die auch mal was auf die Reihe bringen und nicht nur in den Tag hineinleben. Auf sowas achten Eltern bei der Partnerwahl ihrer Kinder. Das ist verständlich.

Versuch mal, diesen Fragen nachzugehen und für dich zu beantworten. Dann kommst du vielleicht der Abneigung deiner Eltern etwas näher. Kannst du diese Fragen aber für dich positiv beantworten, dann solltest du sie nochmal konkret fragen, was genau ihnen missfällt.

Zu guter Letzt: Liebst du ihn wirklich? Ich lese da zwar viel Zuneigung, aber da steht immer auch ein "eigentlich".

Danke für deinen ausführlichen Bericht.
Ich fang mal oben an.

Er ist sehr nett zu Hause, hilft und macht alles mit. Daran liegt es nicht bei meinen Eltern.

Die Tätowierungen sehen sie als hässlich, aber nicht als bedrohlich an. Das ist so ein 50:50 Faktor. Also auch nicht DAS Hauptproblem, aber schon ein kleines.

Um das außereheliche Kind kümmerst er sich nicht, um die Ex auch nicht, warum auch um die Ex? Die hat selber einen Neuen und damit die "neue" Familie.
Er wollte damals das Kind absoltu nicht, weil er die Ex auch nicht richtig liebte. Daran ist letztendlich auch alles komplett gescheitert. RICHTIG, dass meine Eltern denken, dass er es bei mir ebenso tut. Aber wenn er ein Baby will, ist dass doch was anderes...

Der Job ist so eine Sache bei meinen Eltern. Ich komme aus sehr gutem Hause, wenn ich das mal so beurteilen darf, und meine Eltern haben ein Problem damit, dass er nichts Festes hat. Seine Mum arbeitet als Putfrau, sein Vater ist Hartz-VI-Empfänger. Meine Eltern denken, dass wir ebenso enden, weil mein Freund es von Haus aus nicht anders kennt.
Aber er bemüht sich wirklich sehr und kümmert sich um neue Jobs. Gerade erst wurde er verlängert, aufgrund guter Arbeit von ihm. Sowas erzähle ich auch meinen Eltern immer gleich, dass sie beruhigt sind. Aber dann kommt immer bloß: "Und warum wurde er nur bis ... verlängert?" Niemals kommt: "Hey, das ist aber toll, dass er so fleißig ist und das anerkannt bekommt." Nein.

Das sind so Dinge, die mich fertig machen. Denn JA ich liebe ihn. Ach und wegen dem Führerschein: sie denken nicht, dass er "unfähig" ist, sondern dass er sich damit seine eventuell bessere berufliche Zukunft verbaut. (stimmt ja auch, hab ich ihm schon so gesagt)

Teilweise stimme ich meinen Eltern zu, andererseits wissen sie eben nicht, wie wir uns lieb haben. Trotz meiner Worte zweifeln sie.

Das ist schwer zu lösen, das Ganze...

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11. September 2008 um 14:13
In Antwort auf marwa_12479978

Danke für deinen ausführlichen Bericht.
Ich fang mal oben an.

Er ist sehr nett zu Hause, hilft und macht alles mit. Daran liegt es nicht bei meinen Eltern.

Die Tätowierungen sehen sie als hässlich, aber nicht als bedrohlich an. Das ist so ein 50:50 Faktor. Also auch nicht DAS Hauptproblem, aber schon ein kleines.

Um das außereheliche Kind kümmerst er sich nicht, um die Ex auch nicht, warum auch um die Ex? Die hat selber einen Neuen und damit die "neue" Familie.
Er wollte damals das Kind absoltu nicht, weil er die Ex auch nicht richtig liebte. Daran ist letztendlich auch alles komplett gescheitert. RICHTIG, dass meine Eltern denken, dass er es bei mir ebenso tut. Aber wenn er ein Baby will, ist dass doch was anderes...

Der Job ist so eine Sache bei meinen Eltern. Ich komme aus sehr gutem Hause, wenn ich das mal so beurteilen darf, und meine Eltern haben ein Problem damit, dass er nichts Festes hat. Seine Mum arbeitet als Putfrau, sein Vater ist Hartz-VI-Empfänger. Meine Eltern denken, dass wir ebenso enden, weil mein Freund es von Haus aus nicht anders kennt.
Aber er bemüht sich wirklich sehr und kümmert sich um neue Jobs. Gerade erst wurde er verlängert, aufgrund guter Arbeit von ihm. Sowas erzähle ich auch meinen Eltern immer gleich, dass sie beruhigt sind. Aber dann kommt immer bloß: "Und warum wurde er nur bis ... verlängert?" Niemals kommt: "Hey, das ist aber toll, dass er so fleißig ist und das anerkannt bekommt." Nein.

Das sind so Dinge, die mich fertig machen. Denn JA ich liebe ihn. Ach und wegen dem Führerschein: sie denken nicht, dass er "unfähig" ist, sondern dass er sich damit seine eventuell bessere berufliche Zukunft verbaut. (stimmt ja auch, hab ich ihm schon so gesagt)

Teilweise stimme ich meinen Eltern zu, andererseits wissen sie eben nicht, wie wir uns lieb haben. Trotz meiner Worte zweifeln sie.

Das ist schwer zu lösen, das Ganze...

Nun ja...
er scheint ja ein ganz netter Kerl zu sein. Uptown und Downton (sprich: "Gutes Haus" und Hartz4-Familie) ist natürlich immer so ein Gefälle, wo Leute einfach Vorurteile haben. Das wird man leider aus den Köpfen auch nicht rauskriegen, vermutlich auch nicht aus denen deiner Eltern. Dabei leistet eine Putzfrau manchmal sicher mehr als ein Bürohengst mit gutem Gehalt. Sicher verachten sie die Familie deines Freundes deshalb nicht, aber... nun ja. Sie wollen halt vielleicht etwas "Besseres" für ihr Kind, rein vom Materiellen her. Das ist keine korrekte Einstellung, aber weit verbreitet. (Was keine Entschuldigung ist.)

Was ich aber bedenklich finde, ist seine Einstellung zu seiner Ex und dem Kind. Ganz ehrlich - es ist für einen Mann immer einfach, zu sagen: Ich will doch das Kind gar nicht, also kümmere ich mich nicht. - Damit schiebt er aber die Verantwortung einfach weg, denn gewollt oder nicht, er war bei der Zeugung des Kindes beteiligt. Und dann zu sagen: Ich will nicht, ist einfach verantwortungslos. Vielleicht wollte seine Ex ja auch nicht? Aber SIE hatte es im Bauch, und sie musste sich für oder gegen eine Abtreibung entscheiden. Vielleicht war die Abtreibung noch schlimmer für sie und sie hat das Kind deshalb ausgetragen. Und dann einen Mann zu haben, der sagt: Ich wollte es nicht, aber du musstest es ja kriegen, also nun sieh selber zu, wie du klarkommst - das ist SEHR bedenklich.

Mit "Kümmern" um die Ex meinte ich vor allem den finanziellen Part. Als Vater zahlt er ja für das Kind normalerweise. Gut, wenn die beiden das Agreement haben: Du musst das Kind nicht sehen, wenn du nicht willst, und mich auch nicht - in Ordnung. Aber ist das so von beiden Seiten ausgemacht?

Väter, die sich solcherart aus der Affäre ziehen, haben grundsätzlich mein Misstrauen. Wieso bitteschön wäre es denn bei dir etwas anderes? Nur weil es ein gewolltes Kind wäre? Träum weiter. Der erste Krach, und du sitzt mit dem Kind allein da.
Nun kenne ich ja die Zusammenhänge um diese Frau nicht, vielleicht will sie ja auch gar keinen Kontakt zu ihm und seinen kontakt zum Kind. Aber auch das Kind ist ein Mensch mit eigener Meinung. Irgendwann fragt es vielleicht nach seinem Vater. Ein eigenes Kind einfach so zu ignorieren heißt nicht, dass einen diese Verantwortung nicht irgendwann mal wieder einholt. ER ist der Vater, auch wenn das Kind zu einem anderen Mann Papa sagt. Das Misstrauen deiner Eltern kann ich in dem Zusammenhang SEHR gut verstehen. Denk da bitte nochmal genauer drüber nach.

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11. September 2008 um 14:41
In Antwort auf britta_12100163

Nun ja...
er scheint ja ein ganz netter Kerl zu sein. Uptown und Downton (sprich: "Gutes Haus" und Hartz4-Familie) ist natürlich immer so ein Gefälle, wo Leute einfach Vorurteile haben. Das wird man leider aus den Köpfen auch nicht rauskriegen, vermutlich auch nicht aus denen deiner Eltern. Dabei leistet eine Putzfrau manchmal sicher mehr als ein Bürohengst mit gutem Gehalt. Sicher verachten sie die Familie deines Freundes deshalb nicht, aber... nun ja. Sie wollen halt vielleicht etwas "Besseres" für ihr Kind, rein vom Materiellen her. Das ist keine korrekte Einstellung, aber weit verbreitet. (Was keine Entschuldigung ist.)

Was ich aber bedenklich finde, ist seine Einstellung zu seiner Ex und dem Kind. Ganz ehrlich - es ist für einen Mann immer einfach, zu sagen: Ich will doch das Kind gar nicht, also kümmere ich mich nicht. - Damit schiebt er aber die Verantwortung einfach weg, denn gewollt oder nicht, er war bei der Zeugung des Kindes beteiligt. Und dann zu sagen: Ich will nicht, ist einfach verantwortungslos. Vielleicht wollte seine Ex ja auch nicht? Aber SIE hatte es im Bauch, und sie musste sich für oder gegen eine Abtreibung entscheiden. Vielleicht war die Abtreibung noch schlimmer für sie und sie hat das Kind deshalb ausgetragen. Und dann einen Mann zu haben, der sagt: Ich wollte es nicht, aber du musstest es ja kriegen, also nun sieh selber zu, wie du klarkommst - das ist SEHR bedenklich.

Mit "Kümmern" um die Ex meinte ich vor allem den finanziellen Part. Als Vater zahlt er ja für das Kind normalerweise. Gut, wenn die beiden das Agreement haben: Du musst das Kind nicht sehen, wenn du nicht willst, und mich auch nicht - in Ordnung. Aber ist das so von beiden Seiten ausgemacht?

Väter, die sich solcherart aus der Affäre ziehen, haben grundsätzlich mein Misstrauen. Wieso bitteschön wäre es denn bei dir etwas anderes? Nur weil es ein gewolltes Kind wäre? Träum weiter. Der erste Krach, und du sitzt mit dem Kind allein da.
Nun kenne ich ja die Zusammenhänge um diese Frau nicht, vielleicht will sie ja auch gar keinen Kontakt zu ihm und seinen kontakt zum Kind. Aber auch das Kind ist ein Mensch mit eigener Meinung. Irgendwann fragt es vielleicht nach seinem Vater. Ein eigenes Kind einfach so zu ignorieren heißt nicht, dass einen diese Verantwortung nicht irgendwann mal wieder einholt. ER ist der Vater, auch wenn das Kind zu einem anderen Mann Papa sagt. Das Misstrauen deiner Eltern kann ich in dem Zusammenhang SEHR gut verstehen. Denk da bitte nochmal genauer drüber nach.

Muss da unbedingt was klarstellen:
"Ich wollte es nicht, aber du musstest es ja kriegen, also nun sieh selber zu, wie du klarkommst."

NEIN, so war es nicht. Sie haben zusammengewohnt. Und als sie sich mit ihrer MUTTER entschied, das Kind zu behalten, dann blieb er anstandshalber bei ihr und sie zogen in eine größere Wohnung. Er ließ sie NICHT alleine. Erst 2 Jahre später, als er am überkochen war, weil er sie NICHT LIEBTE (!!!) und wir uns kennenlernten!

Da hat er sich sehr wohl verantwortlich verhalten. Und heute? Gut, heute lässt er es schleifen. Ich habe auch so meine Bedenken, dass er sich überhaupt klar ist, was in 10 Jahren ist, wenn eien Teenie bei ihm vor der Tür steht und sagt: "Hallo Papa, wollen wir Fußball spielen?" Darüber denk leider nur ich nach - und DAS stört uns (also meine Family und mich)

Er sagt nur immer, dass wenn er ein Baby will, es von seinen Gefühlen ganz anders ablaufen wird, weil er die Frau dazu aufrichtig liebt. Ich kann nur sagen, was er gesagt hat.

Ich weiß auch nicht, was richtig ist.

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11. September 2008 um 14:52
In Antwort auf marwa_12479978

Muss da unbedingt was klarstellen:
"Ich wollte es nicht, aber du musstest es ja kriegen, also nun sieh selber zu, wie du klarkommst."

NEIN, so war es nicht. Sie haben zusammengewohnt. Und als sie sich mit ihrer MUTTER entschied, das Kind zu behalten, dann blieb er anstandshalber bei ihr und sie zogen in eine größere Wohnung. Er ließ sie NICHT alleine. Erst 2 Jahre später, als er am überkochen war, weil er sie NICHT LIEBTE (!!!) und wir uns kennenlernten!

Da hat er sich sehr wohl verantwortlich verhalten. Und heute? Gut, heute lässt er es schleifen. Ich habe auch so meine Bedenken, dass er sich überhaupt klar ist, was in 10 Jahren ist, wenn eien Teenie bei ihm vor der Tür steht und sagt: "Hallo Papa, wollen wir Fußball spielen?" Darüber denk leider nur ich nach - und DAS stört uns (also meine Family und mich)

Er sagt nur immer, dass wenn er ein Baby will, es von seinen Gefühlen ganz anders ablaufen wird, weil er die Frau dazu aufrichtig liebt. Ich kann nur sagen, was er gesagt hat.

Ich weiß auch nicht, was richtig ist.

Was soll ich denn machen,
wenn er sagt er liebt mich, will mit mir von vorne beginnen und alles richtig machen (es zu versuchen)? Er will das volle Programm, Hochzeit, Familie und ewige Liebe.

Hört sich immer gut an im Frauenohr, aber wenn da meine Familie nicht wär, mit ihren Zweifeln, die so langsam auf mich überspringen...

Er hat das in den letzten Tagen bemerkt und sagt, dass ich doch lieber Schluss machen soll, wenn ich weiter so abweisend bin, er wolle eine Freundin, die ihn 100%ig liebt.

Was lieber Gott ist richtig? Scheiß Lebenserfahrung, die fehlt...

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11. September 2008 um 15:21

Du bist in einer schwierigen Lage,
aber ich versteh nicht ganz, warum es mit dem Heiraten so eilt? Leider kann ich deinem Beitrag nicht entnehmen, wie alt du bist oder ob du selbst einen Job hast, auch nicht, wie lange ihr schon zusammen seid. Vielleicht würde es auch helfen, einfach noch ein Weilchen mit dem Heiraten zu warten bis er eventuell einen festen Job hat. Man merkt ja, dass du unbedingt ein gutes Verhältnis mit deiner Familie behalten möchtest, was auch gut ist. Wenn die Gefahr besteht, dass du durch eine Heirat Riesenstress mit deiner Familie bekommst, würdest du mit deinem Freund auch nicht richtig glücklich sein. Vielleicht würdest du ihm irgendwann auch die Schuld für das alles geben.
Warte einfach noch ein bißchen, bis sich die Gegebenheiten entspannt haben. Dann könnt ihr immer noch heiraten!
Wünsche dir alles Gute!!

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13. September 2008 um 19:34
In Antwort auf marwa_12479978

Was soll ich denn machen,
wenn er sagt er liebt mich, will mit mir von vorne beginnen und alles richtig machen (es zu versuchen)? Er will das volle Programm, Hochzeit, Familie und ewige Liebe.

Hört sich immer gut an im Frauenohr, aber wenn da meine Familie nicht wär, mit ihren Zweifeln, die so langsam auf mich überspringen...

Er hat das in den letzten Tagen bemerkt und sagt, dass ich doch lieber Schluss machen soll, wenn ich weiter so abweisend bin, er wolle eine Freundin, die ihn 100%ig liebt.

Was lieber Gott ist richtig? Scheiß Lebenserfahrung, die fehlt...

Hi cachany,
ich frag mich die ganze zeit, wie sich dein Freund wohl in der ganzen Situation fühlt. Du schreibst, er bemerkt deine Zweifel und rät dir Schluss zu machen, wenn du nicht zu ihm stehen kannst. Da hat er recht. Egal was deine Eltern sagen, DU musst wissen ob er der Richtige ist für dich, oder nicht. Suchst du einen Schwiegersohn für deine Eltern, oder einen Mann für dich?
Klar ist eure Situation schwierig, die Einstellung zu seinem Kind finde ich persönlich auch nicht korrekt. Nur weil er die Mutter des Kindes nicht mehr liebt, kann er nicht auch die Beziehung zum Kind abbrechen. was den Job anbelangt sehe ich es auch so, dass heutzutage die Superjobs mit hoher Bezahlung nicht auf der Strasse liegen. Und was den Führerschein anbelangt: das kostet ein Heidengeld, kann doch einfach sein, dass er die Kohle nicht dazu hat, mit Unterhalt zahlen und befr. Job. Frag mal deine Eltern, ob sie das finanzieren wollen...
Zu den Tatoos möchte ich nur sagen, dass es jedem selbst überlassen ist, was er mit seinem Körper macht, und das ist keine Aussage darüber, ob er ein guter oder schlechter Mensch ist.

Hör auf dein Herz, dann findet ihr zusammen einen Weg.
LG

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