Home / Forum / Hochzeit / Meine Trauzeugin, die nur halb meine Trauzeugin ist / (gefühlsmäßig) sein will???

Meine Trauzeugin, die nur halb meine Trauzeugin ist / (gefühlsmäßig) sein will???

26. September 2017 um 12:59

Hallo zusammen, 

ich habe mir lange überlegt, hier etwas zu diesem Thema reinzuschreiben. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen, wie ich mit dieser aktuellen Situation besser umgehen kann. Vielen Dank schon einmal im Voraus für eure Antworten

Mein Partner hat mir vor einiger Zeit den Antrag gemacht. Überglücklich habe ich davon meiner besten Freundin erzählt, die ich seit über 20 Jahren und noch aus Schulzeiten kenne. 

Kurz zu meiner besten Freundin:
wir kennen uns schon sehr lange, allerdings ist sie seit Jahren Single und wir beide leben mittlerweile recht unterschiedliche Leben. Mein Partner und ich sind seit einigen Jahren zusammen und haben ein Haus gekauft, dass wir renovieren. Sie pflegt ihre Eltern zu Hause und arbeitet sehr viel unter der Woche und auch am Wochenende. Telefonieren tun wir fast gar nicht, wenn dann schreiben wir über Messenger-Dienste oder sehen uns ab und zu. Sie hat uns nicht beim Umzug geholfen, nicht bei der Renovierung. Sie kommt kaum noch vorbei und hat auch selten Zeit. Dennoch habe ich sehr lange an dieser Freundschaft bisher festgehalten. Wir respektieren uns und unsere unterschiedlichen Leben und wenn wir uns sehen, was nicht jede Woche ist, ist auch vieles so wie früher. Ich möchte sie nicht loslassen und habe sie sehr lieb, sie ist mittlerweile aber über einiges in ihrem Leben (Pflege der Eltern, kein Partner, Arbeitslosigkeit, lange Zeit keinen neuen Job, nun wieder Single) verbittert. 

Nun zu der Situation, die mich irgendwie beschäftigt. Ich habe natürlich sie, als ein mir sehr wichtiger Mensch und lange Vertraute ausgewählt, um meine Trauzeugin zu sein. Sie hat sich sehr darüber gefreut und zugesagt, als ich sie gefragt habe. Nun geht es darum, dass wir überlegen im nächsten Jahr standesamtlich zu heiraten. 

Als ich sie das letzte Mal getroffen habe, hat sie mir aus dem Nichts kommend überrascht und gesagt, dass sie sich das ganze organisatorische nicht zutraut und ob ich dafür nicht jemand anderes nehmen könne. Sie kann mit mir Kleid anschauen gehen und auch beim Standesamt unterschreiben und uns auf dem Weg unserer Ehe begleiten, aber Junggesellenabschied, Überraschungen, Spiele, das alles will sie nicht koordinieren und organisieren. Sie kann es nicht, sie ist überfordert und sie hat keine Lust darauf. Es wäre ihr zuviel und ihr war das vorher nicht bewusst, welche Verantwortung dahinter steckt. 

Ich muss zum Ablauf der Hochzeit sagen, dass wir erst einmal im kleinen Familienkreis standeasmtlich heiraten möchten. D.h. dort gäbe es wenn dann nur die Zeremonie, Sektempfang und im Anschluss würden wir etwas essen gehen und danach zu zweit in kurze Flitterwochen fahren. Sie hätte hier also fast überhaupt nichts zu organisieren gehabt. Aber selbst als ich ihr das erklärt habe, ist sie nicht von dem Standpunkt abgerückt, dass sie damit "eigentlich nichts zu tun haben möchte". 

ich war im ersten moment etwas überfahren, habe natürlich verständnisvoll gesagt "kein problem, das kriegen wir schon anders hin" und mir versucht meine Enttäuschung nicht anmerken zu lassen. Habe ihr auch gesagt, dass ich sie "verstehen kann, da ich weiß dass sie viel um die Ohren hat und das organisatorische nicht so ihrs ist". Außerdem weiß ich, dass sie mit einigen meiner anderen Freundinnen nicht so gut auskommt (da diese angeblich - was ich nicht mitbekommen habe - manchmal ihrer Meinung nach sehr arrogant und überheblich ihr ggü. gewesen wären). Und sie hat warscheinlich auch keine Lust, mit genau diesen Personen in Kontakt zu stehen oder den Junggesellenabschied zu organisieren und sich vor "Zickereien" (wie sie es nannte) zu drücken. 

Ich weiß nun ehrlich gesagt gerade überhaupt nicht, was ich machen soll. Ich möchte sie nicht als Trauzeugin "entnominieren", aber ich fühle mich von ihr auch etwas im Stich gelassen. 

Auf der anderen Seite habe ich wirklich Verständnis für sie und finde es gut, dass sie es vorher nun angesprochen hat. Denn was bringt es denn, wenn sie keine Lust und Zeit hat es alles zu organisieren und dann am Ende bin ich enttäuscht. 

Doch was ist die Alternative? Sie als meine erste Trauzeugin zu behalten und eine andere (mir sehr nahestehende) Freundin für die organisatorischen Themen zu fragen / zu beauftragen (von der ich 100% weiß, dass sie eine tolle Organisatorin und mit Freude wäre)? Ist das frech? Ist das ok? Könnte man auch zwei Trauzeuginnen benennen (um das ganze "aufzuteilen"?) 

Ich hatte mir auch schon überlegt, von niemandem einen Junggesellenabschied zu erwarten und einfach darüber hinwegzusehen, dass ich keinen haben werde. Aber irgendwie macht mich das doch etwas traurig, denn ich hatte mich schon darauf gefreut. 

Bin echt aktuell etwas ratlos und weiß nicht, was ich machen soll. 

Danke euch für eure Antworten 

LG Marie
 

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26. September 2017 um 19:57

Danke dir für die Antwort. 
Klar es ist mit Mühe verbunden, das verstehe/weiß ich auch. 

Mir geht es eher darum ob es unverschämt ist jemand zusätzlich zur Trauzeugin (ohne Trauzeugin-"Status" zu fragen, ob sie mit organisieren kann. 

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27. September 2017 um 12:38

Ich verstehe auch nicht seit wann Trauzeugin zu sein (die ja eigentlich einfach die Trauung bezeugen soll) bedutet, die ganze Hochzeit und alles drum rum zu organisieren. Ich hätte darauf absolut keine Lust und habe deshaltb auch schon die Trauzeugenschaft ausgeschlagen. 

Also wenn du eine andere Freundin hast, die das Zeugs gerne (und nicht, weil sie sich nicht traut, Nein zu sagen - das habe ich nämlich schön sehr oft miterlebt!) übernimmt - warum nicht! Ich finde das nicht unverschämt. Es ist ja sehr verständlich, dass du gerne deine langjährigste Freundin als Zeugin möchtest. Und so lange die zweite Person nicht alles allein organisieren muss - du und dein Mann und eure Angehörigen werden ja wohl die Hauptarbeit übernehmen - finde ich das ok zu fragen...

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27. September 2017 um 20:28

Also meine Freundin / Trauzeugin hätte nur den Junggesellenabschied organisieren sollen und wäre noch Ansprechpartner gewesen, falls jemand uns mit etwas überraschen hätte wollen. 
Das heißt sie hatte eigentlich sonst nichts anderes organisieren müssen.

Aber auch das hat sie abgelehnt. Nun stehe ich da und kann ja nicht selbst den JGA organisieren😞.  Oder mich als Ansprechpartner für Überraschungen nennen. 
 

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28. September 2017 um 9:12
In Antwort auf mariejo110587

Also meine Freundin / Trauzeugin hätte nur den Junggesellenabschied organisieren sollen und wäre noch Ansprechpartner gewesen, falls jemand uns mit etwas überraschen hätte wollen. 
Das heißt sie hatte eigentlich sonst nichts anderes organisieren müssen.

Aber auch das hat sie abgelehnt. Nun stehe ich da und kann ja nicht selbst den JGA organisieren😞.  Oder mich als Ansprechpartner für Überraschungen nennen. 
 

Vlt kannst du für die "Überraschungen" jemanden aus deiner engen Familie angeben, der auch in die Planung involviert ist?

bzgl JGA und "sonst nichts anderes" - wenn deine Freundin wirklich so eingebunden ist, wie du beschreibst und dazu noch momentan nicht gut gestimmt etc. kann das wirklich schon zu viel sein - ich weiss ja nicht, was du für Ansrüche stellst, aber vlt hat sie auch einfach Angst, dass es dir dann nicht gefällt oder so, vlt weil ihr euch langsam doch nicht mehr SO gut kennt, wie früher einmal?
Vielleicht kannst du hier ja auch eine Freundin, Schwester oder Cousine einspannen

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28. September 2017 um 11:57

Ich wäre an deiner Stelle auch enttäuscht. Ich würde definitiv die 2. Freundin auch als Trauzeugin benennen, man kann ja zB eine für die Kirche und eine für das Standesamt nehmen.
Die Freundin zu bitten zu helfen ohne Trauzeugin zu sein finde ich nicht so schön

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4. Oktober 2017 um 14:59
In Antwort auf mariejo110587

Hallo zusammen, 

ich habe mir lange überlegt, hier etwas zu diesem Thema reinzuschreiben. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen, wie ich mit dieser aktuellen Situation besser umgehen kann. Vielen Dank schon einmal im Voraus für eure Antworten

Mein Partner hat mir vor einiger Zeit den Antrag gemacht. Überglücklich habe ich davon meiner besten Freundin erzählt, die ich seit über 20 Jahren und noch aus Schulzeiten kenne. 

Kurz zu meiner besten Freundin:
wir kennen uns schon sehr lange, allerdings ist sie seit Jahren Single und wir beide leben mittlerweile recht unterschiedliche Leben. Mein Partner und ich sind seit einigen Jahren zusammen und haben ein Haus gekauft, dass wir renovieren. Sie pflegt ihre Eltern zu Hause und arbeitet sehr viel unter der Woche und auch am Wochenende. Telefonieren tun wir fast gar nicht, wenn dann schreiben wir über Messenger-Dienste oder sehen uns ab und zu. Sie hat uns nicht beim Umzug geholfen, nicht bei der Renovierung. Sie kommt kaum noch vorbei und hat auch selten Zeit. Dennoch habe ich sehr lange an dieser Freundschaft bisher festgehalten. Wir respektieren uns und unsere unterschiedlichen Leben und wenn wir uns sehen, was nicht jede Woche ist, ist auch vieles so wie früher. Ich möchte sie nicht loslassen und habe sie sehr lieb, sie ist mittlerweile aber über einiges in ihrem Leben (Pflege der Eltern, kein Partner, Arbeitslosigkeit, lange Zeit keinen neuen Job, nun wieder Single) verbittert. 

Nun zu der Situation, die mich irgendwie beschäftigt. Ich habe natürlich sie, als ein mir sehr wichtiger Mensch und lange Vertraute ausgewählt, um meine Trauzeugin zu sein. Sie hat sich sehr darüber gefreut und zugesagt, als ich sie gefragt habe. Nun geht es darum, dass wir überlegen im nächsten Jahr standesamtlich zu heiraten. 

Als ich sie das letzte Mal getroffen habe, hat sie mir aus dem Nichts kommend überrascht und gesagt, dass sie sich das ganze organisatorische nicht zutraut und ob ich dafür nicht jemand anderes nehmen könne. Sie kann mit mir Kleid anschauen gehen und auch beim Standesamt unterschreiben und uns auf dem Weg unserer Ehe begleiten, aber Junggesellenabschied, Überraschungen, Spiele, das alles will sie nicht koordinieren und organisieren. Sie kann es nicht, sie ist überfordert und sie hat keine Lust darauf. Es wäre ihr zuviel und ihr war das vorher nicht bewusst, welche Verantwortung dahinter steckt. 

Ich muss zum Ablauf der Hochzeit sagen, dass wir erst einmal im kleinen Familienkreis standeasmtlich heiraten möchten. D.h. dort gäbe es wenn dann nur die Zeremonie, Sektempfang und im Anschluss würden wir etwas essen gehen und danach zu zweit in kurze Flitterwochen fahren. Sie hätte hier also fast überhaupt nichts zu organisieren gehabt. Aber selbst als ich ihr das erklärt habe, ist sie nicht von dem Standpunkt abgerückt, dass sie damit "eigentlich nichts zu tun haben möchte". 

ich war im ersten moment etwas überfahren, habe natürlich verständnisvoll gesagt "kein problem, das kriegen wir schon anders hin" und mir versucht meine Enttäuschung nicht anmerken zu lassen. Habe ihr auch gesagt, dass ich sie "verstehen kann, da ich weiß dass sie viel um die Ohren hat und das organisatorische nicht so ihrs ist". Außerdem weiß ich, dass sie mit einigen meiner anderen Freundinnen nicht so gut auskommt (da diese angeblich - was ich nicht mitbekommen habe - manchmal ihrer Meinung nach sehr arrogant und überheblich ihr ggü. gewesen wären). Und sie hat warscheinlich auch keine Lust, mit genau diesen Personen in Kontakt zu stehen oder den Junggesellenabschied zu organisieren und sich vor "Zickereien" (wie sie es nannte) zu drücken. 

Ich weiß nun ehrlich gesagt gerade überhaupt nicht, was ich machen soll. Ich möchte sie nicht als Trauzeugin "entnominieren", aber ich fühle mich von ihr auch etwas im Stich gelassen. 

Auf der anderen Seite habe ich wirklich Verständnis für sie und finde es gut, dass sie es vorher nun angesprochen hat. Denn was bringt es denn, wenn sie keine Lust und Zeit hat es alles zu organisieren und dann am Ende bin ich enttäuscht. 

Doch was ist die Alternative? Sie als meine erste Trauzeugin zu behalten und eine andere (mir sehr nahestehende) Freundin für die organisatorischen Themen zu fragen / zu beauftragen (von der ich 100% weiß, dass sie eine tolle Organisatorin und mit Freude wäre)? Ist das frech? Ist das ok? Könnte man auch zwei Trauzeuginnen benennen (um das ganze "aufzuteilen"?) 

Ich hatte mir auch schon überlegt, von niemandem einen Junggesellenabschied zu erwarten und einfach darüber hinwegzusehen, dass ich keinen haben werde. Aber irgendwie macht mich das doch etwas traurig, denn ich hatte mich schon darauf gefreut. 

Bin echt aktuell etwas ratlos und weiß nicht, was ich machen soll. 

Danke euch für eure Antworten 

LG Marie
 

Zeremonienmeister?

Also men Ex war mal auf einer Hochzeit der Zeremonienmeister. D.H. Das Brautpaar hatte seine Trauzeugen und er war auf der Feier der Zeremonienmeister. Sprich, er hat die Spiele und Reden koordiniert (Spiele kamen von mehreren Seiten) und angesagt. Teilweise Spiele in Petto gehabt. Auf der Einladung wurde er auch benannt als Zeremonienmeister, so dass sich jeder, der sich am Programm beteiligen wollte. Z.B. Tauben vor der Kirche fliegen lassen, Spiele vor der Kirche, Spiele bei der Feier, die Reden vom Bautvater usw. bei ihm melden sollten und eben ins Programm eingefügt wurden. 

Gibt es denn eine Bekannte die an sowas Spaß hätte ? wenn ja, dann Vergib doch dieses Amt und bitte sie darum sich auch um einen JGA zu kümmern.
Ist ja auch wieder ne Ehre.

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