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Missbruch in der Ehe - Wunsch nach Annullierung

21. Oktober 2017 um 16:04

Hallo,

ich habe 2015 geheiratet. Die Ehe lief nicht gut, weshalb ich kurz darauf wieder ausgezogen bin und mich ein Jahr später standesamtlich scheiden habe lassen. Ich habe mich ganz lange Zeit nicht getraut über die Gründe zu sprechen. Zum Zeitpunkt der Hochzeit war ich noch sehr jung und unerfahren und ich habe mich zudem wegen einer Schwangerschaft von meinen Eltern unter Druck gesetzt gefühlt heiraten zu müssen. Ich war noch nicht lange mit meinem Mann zusammen, als ich ihn dann sowohl standesamtlich als auch kirchlich heiratete. Die Tatsache, dass sich ein Mensch von einem Tag auf den anderen Tag zu einem wahren Tyrann entpuppen kann, hätte ich bis dahin nie geglaubt. Er war der Auffassung, dass ich meine ehelichen Pflichten gefälligst zu erfüllen habe. Immer dann, wenn er es wollte. Um mich etwas klarer auszudrücken: Er hat sich in sexueller Hinsicht das geholt wann und wie oft er es wollte (auch wenn ich bereits schlief, krank war oder ein klares Nein äußerte - im Notfall eben auch mit Gewalt...). Ich habe mich sehr geschämt und konnte mit niemanden darüber sprechen. Ob ich jemals wieder eine Ehe eingehen werde, weis ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau, aber ich möchte defintiv nicht mehr durch das untrennbare Band der Liebe an meinen Mann gebunden sein. Ich habe mich standesamtlich bereits getrennt, aber ich habe nun auch das dringende Bedürfnis, diese Ehe vor der Kirche annullieren zu lassen um eventuell wieder einmal kirlich heiraten zu können, da ich grundsätzlich sehr gläubig bin. Habe ich da überhaupt eine Chance? Wohin muss ich mich wenden? Leider habe ich bei meiner Suche im Netz nichts Konkretes gefunden. Bin über jede Information dankbar!!

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24. November 2017 um 16:15
In Antwort auf katholikin

Hallo,

ich habe 2015 geheiratet. Die Ehe lief nicht gut, weshalb ich kurz darauf wieder ausgezogen bin und mich ein Jahr später standesamtlich scheiden habe lassen. Ich habe mich ganz lange Zeit nicht getraut über die Gründe zu sprechen. Zum Zeitpunkt der Hochzeit war ich noch sehr jung und unerfahren und ich habe mich zudem wegen einer Schwangerschaft von meinen Eltern unter Druck gesetzt gefühlt heiraten zu müssen. Ich war noch nicht lange mit meinem Mann zusammen, als ich ihn dann sowohl standesamtlich als auch kirchlich heiratete. Die Tatsache, dass sich ein Mensch von einem Tag auf den anderen Tag zu einem wahren Tyrann entpuppen kann, hätte ich bis dahin nie geglaubt. Er war der Auffassung, dass ich meine ehelichen Pflichten gefälligst zu erfüllen habe. Immer dann, wenn er es wollte.  Um mich etwas klarer auszudrücken: Er hat sich in sexueller Hinsicht das geholt wann und wie oft er es wollte (auch wenn ich bereits schlief, krank war oder ein klares Nein äußerte - im Notfall eben auch mit Gewalt...). Ich habe mich sehr geschämt und konnte mit niemanden darüber sprechen. Ob ich jemals wieder eine Ehe eingehen werde, weis ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau, aber ich möchte defintiv nicht mehr durch das untrennbare Band der Liebe an meinen Mann gebunden sein. Ich habe mich standesamtlich bereits getrennt, aber ich habe nun auch das dringende Bedürfnis, diese Ehe vor der Kirche annullieren zu lassen um eventuell wieder einmal kirlich heiraten zu können, da ich grundsätzlich sehr gläubig bin.  Habe ich da überhaupt eine Chance? Wohin muss ich mich wenden? Leider habe ich bei meiner Suche im Netz nichts Konkretes gefunden. Bin über jede Information dankbar!!

Gut dass du die Kraft hattest dich zu lösen. Ich würde auch sagen geh zum Pfarrer, oder wenn du das nicht möchtest wende dich an die Caritas. Ich glaube da kannst du dich sogar anonym beraten lassen. LG

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24. Januar 2018 um 15:37

Trage es dem Pfarrer genauso vor. Du hast nichts falsch gemacht. Das einzige was du dir vieleicht für deine zukunft als lehre nehmen solltest ist, dass du nur auf dein eigenes Bauchgefühl und Herz verlassen solltest. Es ist DEIN Leben. deine Eltern leben es nicht für dich auch wenn Sie es immer gerne einem damit zeigen wollen.

Hast du dich deinen Eltern gegenüber denn auch so geöffnet? Sie sollten die Pflicht haben dir aufgrund ihres Druck machens wieder gut zu machen. Für dich da zu sein.

Ich wünsche dir alles Gute in allem was dich künftig erwarten wird.

Liebe Grüße

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