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Nachnahme des Mannes

27. März 2014 um 14:45

Hallo zusammen,

für manche mag das folgende Problem unbedeutend sein, doch mich belastet dies schwer:

Mein Freund und ich werden im Oktober heiraten. Alles sehr schön und auch immer das, was ich immer mir gewünscht habe. Aber: Welche zukünftigen Nachnamen wähle ich?

1. Mein Freund würde es sehr schön sind, dass ich seinen Nachnamen annehme. Ich verbinde mit seinem Nachnamen jedoch eine Familie, die seit Jahren gegen mich arbeitet. Mich ständig verletzt, hinter meinem Rücken redet, überall negativ auffällt. Wenn ich mir vorstelle, den gleichen Nachname zu tragen, dann fühle ich mich, als würde ich mich selber verraten.
Meinen Namen möchte er nicht annehmen.

2. Ich behalte meinen eigenen Geburtsnamen. Mein Geburtsname ist für mich eine weitere Verbindung zu meiner Familie, mit der sich viele schöne Dinge erlebe. Wenn ich mir vorstelle, dass ich den Namen abgeben soll, komm ich mir "verkauft" vor, als würde ein Teil meiner Identität fehlen. Klar, dass ich gerne meinen Namen behalten würde. Mein Freund, auch verständlich, möchte gerne, dass wir einen gemeinsamen Familiennamen wählen. Er fände es komisch, wenn die Mutter seiner Kinder einen anderen Namen trägt bzw. seine Kinder nicht seinen Namen tragen.

3. Ein Doppelname: Tja, die beiden Namen klingen nicht wirklich wunderschön, wenn man sie kombiniert. Außerdem haben Doppelnamen einen leichten Nachgeschmack, dass man eine Emanze darstellt, die letztendlich doch nur mit einem Namen gerufen wird.


Ich weiß nicht was ich machen soll:
Seinen Nachnamen wählen und einen Namen einer Familie tragen, die mich täglich tyrannisiert - oder - meinen Mädchennamen behalten, somit ein Zeichen setzen und so leider meinen Freund enttäuschen.

Ende nächsten Monats muss ich mich entschieden haben, da wir dann den Termin am Standesamt festlegen.

Danke für eure Hilfe!

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27. März 2014 um 15:09

Hast du mit deinem freund gesprochen?
Also richtig ehrlich, wie du dich fühlen würdest?

Ich persönlich würde nichts tun womit ich mich unwohl fühle, nur damit jemand "glücklich" ist. und bei einem Namenswechsel (und solchen "Zuständen") wie bei dir muss da schon ein gutes Argument her warum ich den selben nachnamen wie die Schwiegermonster annehmen soll.

Eine Alternative hast du übrigens vergessen: er nimmt deinen Namen an. Macht die Schwiegers sicher nicht happy (*hüstel* was jetzt kein sooo wichtiger grund ist, aber sicherlich einiges an Befriedigung mit sich bringt), aber das wäre für euch vielleicht eine Option?

Das Argument "aber dann stirbt der Name aus" ist für mich in Zeiten wo Familien oft nur ein Kind haben, und dann auch noch ne Tochter, sowieso hinfällig. Irgendein Name stirbt halt aus, aber dafür entsteht eine neue Familie. Und sich am Nachnamen aufhängen ("aber die XYs gibts schon seit 100 Jahren") zeugt von... naja, leben in der Vergangenheit. Von den letzten 100 Jahren kann man sich auch nix kaufen, und es ist nicht die Schuld der Frau wenn die Schwiegermonster nur ein Kind gezeugt haben

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27. März 2014 um 15:36

Freund will seine Namen behalten
Ja, ich hab mit meinem Freund gesprochen.

Er möchte meinen Namen nicht annehmen. Er sieht das sehr traditionell, er möchte, dass wir einen gemeinsamen Namen haben, möchte seinen nicht abgegeben und wäre zur Not mit einem Doppelnamen einverstanden.

Er meinte, dass es für ihn komisch wäre, auf einmal anders zu heißen. Naja, letzendlich soll ich das machen, was er komisch findet.

Es ist zwar "nur" ein Name, aber mir ist echt zum Heulen zumute.

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3. April 2014 um 15:12

Andere Sichtweise zur Variante 1
Hallo,

also bei mir hatte sich die Frage nicht gestellt, da mir von vornherein klar war, dass ich seinen Namen annehme...

zu Variante 1: nunja wie ist es wenn es nicht als Verrat siehst, sondern als Herausforderung und Beweis gegen das Verhalten seiner Verwandten hernimmst. Du zeigst so den Menschen, dass Du zu deinem Mann stehst egal wie die anderen sind und Du mit deinem Charakter eine neue (positive) Prägung einbringst.

Variante 2 scheint ja sowieso wegzufallen.

Variante 3 ist eigentlich am Besten, aber wenn der Klang nicht gut ist, ist es schwer. Das müsstet ihr entscheiden.

Wegen dem Termin beim Standesamt: man kann es noch ändern, ich glaube bis zwei Wochen vor Trauung. Ne Freundin von mir hatte sich noch in der Woche der Trauung umentschieden. Musst mal bei Standesamt nachfragen.

LG

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10. April 2014 um 15:19

Gibt es schon eine Lösung?
Hallo Kathrinchens,

was soll ich sagen... dein Text hätte von mir sein können. Wir heiraten Ende Oktober und Ende April rückt immer näher .
Allerdings scheint es bei mir nicht ganz so extrem zu sein. Mittlerweile scheinen sich meine Schwiegereltern mit der Situation arrangiert zu haben und machen gute Mine zu bösem Spiel.
Wir sind seit 14 Jahren zusammen und haben einen 9-jährigen Sohn. Ich habe quasi überhaupt keinen Kontakt, wenn... dann läuft alles über Junior. Ok, Geburtstage, Ostern, Weihnachten lasse ich über mich ergehen. Ich fühle mich dann aber bestenfalls geduldet, keinesfalls akzeptiert geschweige denn erwünscht.
Ein Doppelname kommt für mich auch nicht in Frage, klingt katastrophal.
Habt Ihr schon eine Lösung gefunden???

Liebe Grüße

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10. April 2014 um 16:03
In Antwort auf vilma_12351422

Gibt es schon eine Lösung?
Hallo Kathrinchens,

was soll ich sagen... dein Text hätte von mir sein können. Wir heiraten Ende Oktober und Ende April rückt immer näher .
Allerdings scheint es bei mir nicht ganz so extrem zu sein. Mittlerweile scheinen sich meine Schwiegereltern mit der Situation arrangiert zu haben und machen gute Mine zu bösem Spiel.
Wir sind seit 14 Jahren zusammen und haben einen 9-jährigen Sohn. Ich habe quasi überhaupt keinen Kontakt, wenn... dann läuft alles über Junior. Ok, Geburtstage, Ostern, Weihnachten lasse ich über mich ergehen. Ich fühle mich dann aber bestenfalls geduldet, keinesfalls akzeptiert geschweige denn erwünscht.
Ein Doppelname kommt für mich auch nicht in Frage, klingt katastrophal.
Habt Ihr schon eine Lösung gefunden???

Liebe Grüße

Seelenverwandte
Deine Beschreibung passt aber auch zu meiner Situation.
Wir sind nun dreieinhalb Jahre zusammen. Es wurden Lügen über mich verbreitet, mich ignoriert, mich beleidigt,... Seit der Verlobung werde ich toleriert, aber das Verhältnis IST kaputt und wird auch so bleiben. Dafür ist zuviel vorgefallen. Mir würde schon deutlich ins Gesicht gesagt, dass ich nur geduldet bin.
Wir gehen uns nun aus dem Weg.

Ich habe einen Kompromiss geschlossen. Ich nehme seinen Nachnamen an. Dafür feiern wir keinen Polterabend, da ich eher klein feiern möchte.

Wir heiraten übrigens auch Ende Oktober. Am 31.10

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10. April 2014 um 18:15

Hallo
Würde meinen Namen behalten und mit ihm Reden. Das es mir nicht gut damit geht und was ich mit den Namen verbinde. Und ihm auch sagen bei gelgenheit können wir die Namen ja wider ändern.

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11. April 2014 um 11:06

Schwierige Situation..
Hallo,

Das ist eine wirklich schwere Situation..
Ich habe beispielweise den Namen meines Mannes übernommen, obwohl meine Schwiegereltern mich Anfangs nicht aktzeptiert haben. Doch ich hab es versucht einfach zu ignorieren und nach einer Zeit hat es sich beruhigt und nun reden sie mit mir auch ganz normal.
Ich weis nicht genau, wie es bei dir aussieht. Nach deiner Beschreibung kann ich aufjedenfall entnehmen, dass die Situation bei dir viel schlimmer ist, als bei mir. Doch ich denke, ich würde trotzdem den Namen meines Mannes nehmen, da ein Doppelname sowieso nicht in Frage kommt und meinen Namen zu behalten mein Mann nicht so toll finden würde, auch wenn er es aktzeptieren würde.
Du bist einfach für dich selbst Entscheiden, was du jetzt tun willst, da du deine Situation am besten kennst..

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