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Nie einen Antrag bekommen, trotzdem geheiratet, es fehlt etwas

26. November um 15:24

Hi ihr Lieben!

Mein Anliegen richtet sich vor allem an diejenigen, denen es ähnlich geht, Frauen, die trotz langjähriger Beziehung niemals einen Antrag bekommen, obwohl sie es sich sehr gewünscht haben.

Ich habe 10 Jahre gewartet, vergeblich, trotz Kind und allem kam nie etwas, bis ich dann am Ende meinen Freund einfach standesamtlich (nur wir zwei plus Kind) geheiratet habe. Ich wollte Sicherheit für unser Kind und mich, da er zu dem Zeitpunkt auch täglich weit gependelt ist und eine gefahrliche Strecke fahren musste. Außerdem war ich die ständigen Fragen wann wir denn heiraten leid und seine ständige Anweisung dazu. Es tat so weh.
Von ihm kam auch dazu nicht viel, ich musste ihn ständig ermahnen, dass er sich um den Termin kümmert, der dann erst zwei Wochen vorher wirklich stand und auch um seinen Papierkram hat er sich nicht wirklich gekümmert.

Es war alles so schrecklich gehetzt, nichts mit Romantik oder schönstem Tag im Leben. Direkt nach der Trauung sind wir noch 8 Stunden gefahren. Natürlich nicht in die Flitterwochen. Flitterwochen hatten wir auch jetzt, fast 3 Jahre später, noch nicht und mit kleinem Kind kann ich mir das auch nicht vorstellen.

Jetzt habe ich das Gefühl irgendwas verpasst zu haben, wenn Freunde und Bekannte von ihren tollen Anträgen und Hochzeiten erzählen und das macht mich traurig. Kommt man da irgendwann drüber hinweg? Es ist jedes Mal ein Messerstich ins Herz.

Und kommt jetzt bitte nicht mit Hauptsache ihr seid zusammen und ihr seid verheiratet. Dafür hätten wir nicht heiraten müssen, da hätte man auch weiterhin eine wilde Ehe führen können. Es fühlt sich auch nicht an als wäre man nun verheiratet, der einzige Unterschied ist der gemeinsame Nachname. Also es sind auch keine Ringe vorhanden, weder eben ein Verlobungsring, noch ein Ehering.

Entschuldigt bitte meine wirren Gedanken. Vielleicht habt ihr ja einen Rat.

Bitte keine Anfeindungen, ich tu und mach seit 13 Jahren für ihn und geb mir die größte Mühe, dass es schön ist.

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26. November um 16:25

Ich habe auch keinen Antrag bekommen - aber dennoch waren die Gründe andere.

Das ist ja ein echter Hochzeitsmuffel - ich persönlich bin eigentlich auch kein Fan davon aber meinen Partner war es wichtig und so habe ich dann aber auch besprochen, welche Vorstellungen wir haben, gerade im Bezug auf die Feier.
Eine Hochzeitsreise hatten wir auch nicht - aber wir müssen ja nicht jeden Trend mitmachen

Ich weiß ja nicht ob dein Männe sich bei allen so desintressiert anstellt. Aber feiert Ihr den Hochzeitstag nicht ?
bzw. Jahrestag ?
oder sonstige Rituale als Paar ?

Dein Wunsch zur Heirat klingt ja auch nicht all zu Romantisch sondern auch echt nur nach "Absicherung"

Für mich klingt es als würdest du mehr vermissen als nur eine "Richtige geplante Hochzeit" , ansonsten hätte man die Feier danach auch Nachholen könne. Zum 1 Jährigen oder zum 5 Jährigen o.ä.
Möglichkeiten gibts immer


 

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26. November um 17:42
In Antwort auf sonnenfrei

Ich habe auch keinen Antrag bekommen - aber dennoch waren die Gründe andere.

Das ist ja ein echter Hochzeitsmuffel - ich persönlich bin eigentlich auch kein Fan davon aber meinen Partner war es wichtig und so habe ich dann aber auch besprochen, welche Vorstellungen wir haben, gerade im Bezug auf die Feier.
Eine Hochzeitsreise hatten wir auch nicht - aber wir müssen ja nicht jeden Trend mitmachen

Ich weiß ja nicht ob dein Männe sich bei allen so desintressiert anstellt. Aber feiert Ihr den Hochzeitstag nicht ?
bzw. Jahrestag ?
oder sonstige Rituale als Paar ?

Dein Wunsch zur Heirat klingt ja auch nicht all zu Romantisch sondern auch echt nur nach "Absicherung"

Für mich klingt es als würdest du mehr vermissen als nur eine "Richtige geplante Hochzeit" , ansonsten hätte man die Feier danach auch Nachholen könne. Zum 1 Jährigen oder zum 5 Jährigen o.ä.
Möglichkeiten gibts immer


 

Ich bin selbst nicht sooooo die Romantikerin und muss gestehen, dass ich mir selbst nie eine große Feier hätte vorstellen können, nur dieses Gehetze und diese Unsicherheit ob nun wirklich ein Termin steht und ob er seine Papiere zusammenbekommt war so anstrengend. Und ich weiß auch nicht, aber ich finde den Ringtausch schon irgendwie wichtig als Symbol, die Standesbeamtin hat uns damals total schräg angeschaut, dass wir keine Trauringe haben.

Eine kurze Reise am Wochenende wäre auch schön gewesen, es ist sofort in den Alltag übergegangen. Urlaub haben wir allgemein noch nie gemacht.

Ebenso hätte ich mich ehrlich gesagt am meisten über einen Antrag gefreut, weil er wusste, wie schön ich es finde, wenn er mal etwas von sich aus macht, was leider nie geschieht. Ich hätte vielleicht auch noch weitere 10 Jahre gewartet in denen nichts passiert wäre, nur mit Kind wollte ich einfach die Sicherheit, falls ihm etwas passiert, dass ich wenigstens etwas erfahre und nicht einfach als die Freundin dastehe und mir alles erkämpfen muss.

Jahrestag, Hochzeitstag, Paarzeit, all sowas gibts hier leider nicht, wir leben mehr in einem innigen, freundschaftlichen Verhältnis, was ich auch immer sehr schön fand. Ein wenig mehr Einsatz zu besonderen Tagen wäre immer schön gewesen, er meint aber, er kann das nicht. Mittlerweile fühlt es sich so an, als würde ich eine Beziehung mit mir selbst führen. 

Ich weiß, es war blauäugig dann genau da etwas anderes zu erwarten, aber er wusste eben wie sehr ich es mir wünsche mal Nägel mit Köpfen zu machen, allgemein mal irgendwas Paartypisches, Beziehungstypisches zu machen und eben, dass er entscheiden soll, wenn er soweit ist. Als ich ihn dann kurz vor der Zusammenschreibung darauf ansprach sagte er mir, er wusste nicht, dass ich das will und dachte, dass ich überhaupt nicht heiraten möchte. Ich habe es ihm nur über 7 Jahre immer wieder gesagt. Ich fühle mich da so belogen, auch wenn er beteuert, dass er es wirklich nicht wusste.

Das Schlimmste war dann dieses Jahr, er hat mir ein paar leere Versprechungen zum Jahrestag (gleichzeitig Hochzeitstag) Anfang des Jahres gemacht, die er natürlich nicht angegangen ist. Es war nichts Großes oder Besonderes, aber er hat nichts gemacht.

Zu allem Überfluss war eine liebe Freundin von uns auch noch schwanger (also ich hab mich riesig für sie gefreut, nicht, dass es falsch rüberkommt!) und er war so begeistert darüber, ist ständig um sie und ihren Freund herumschawenzelt, hat ihnen alles von unserem Kind als Geschenk angeboten (obwohl er weiß, dass ich selbst gern ein zweites Kind hätte) und ständig davon geredet wie sie strahlt und wie rund sie geworden ist und wie toll das ist. Bei meiner Schwangerschaft hat er mich und sein Kind komplett ignoriert, hat sich für nichts interessiert und ich habe Kinderzimmer und Kinderwagen nach meinem Kaiserschnitt komplett alleine aufgebaut und alles alleine besorgt und gekauft. Er hat keinen Finger gerührt. Das saß wirklich und hat mir dann wirklich zu denken gegeben.

Ich hab auch schon oft vorgeschlagen das professionell anzugehen und eigentlich will er auch, aber wenn ich dann mal etwas organisieren möchte, kommt von ihm auch nichts mehr und das brauchen wir ja überhaupt nicht.

Ich weiß echt nicht weiter. 

Ich entschuldige mich außerdem erneut für das wirren Geschreibsel, die Gedanken sprudeln gerade so aus mir heraus. 

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26. November um 18:02
In Antwort auf zitronenkruemel

Ich bin selbst nicht sooooo die Romantikerin und muss gestehen, dass ich mir selbst nie eine große Feier hätte vorstellen können, nur dieses Gehetze und diese Unsicherheit ob nun wirklich ein Termin steht und ob er seine Papiere zusammenbekommt war so anstrengend. Und ich weiß auch nicht, aber ich finde den Ringtausch schon irgendwie wichtig als Symbol, die Standesbeamtin hat uns damals total schräg angeschaut, dass wir keine Trauringe haben.

Eine kurze Reise am Wochenende wäre auch schön gewesen, es ist sofort in den Alltag übergegangen. Urlaub haben wir allgemein noch nie gemacht.

Ebenso hätte ich mich ehrlich gesagt am meisten über einen Antrag gefreut, weil er wusste, wie schön ich es finde, wenn er mal etwas von sich aus macht, was leider nie geschieht. Ich hätte vielleicht auch noch weitere 10 Jahre gewartet in denen nichts passiert wäre, nur mit Kind wollte ich einfach die Sicherheit, falls ihm etwas passiert, dass ich wenigstens etwas erfahre und nicht einfach als die Freundin dastehe und mir alles erkämpfen muss.

Jahrestag, Hochzeitstag, Paarzeit, all sowas gibts hier leider nicht, wir leben mehr in einem innigen, freundschaftlichen Verhältnis, was ich auch immer sehr schön fand. Ein wenig mehr Einsatz zu besonderen Tagen wäre immer schön gewesen, er meint aber, er kann das nicht. Mittlerweile fühlt es sich so an, als würde ich eine Beziehung mit mir selbst führen. 

Ich weiß, es war blauäugig dann genau da etwas anderes zu erwarten, aber er wusste eben wie sehr ich es mir wünsche mal Nägel mit Köpfen zu machen, allgemein mal irgendwas Paartypisches, Beziehungstypisches zu machen und eben, dass er entscheiden soll, wenn er soweit ist. Als ich ihn dann kurz vor der Zusammenschreibung darauf ansprach sagte er mir, er wusste nicht, dass ich das will und dachte, dass ich überhaupt nicht heiraten möchte. Ich habe es ihm nur über 7 Jahre immer wieder gesagt. Ich fühle mich da so belogen, auch wenn er beteuert, dass er es wirklich nicht wusste.

Das Schlimmste war dann dieses Jahr, er hat mir ein paar leere Versprechungen zum Jahrestag (gleichzeitig Hochzeitstag) Anfang des Jahres gemacht, die er natürlich nicht angegangen ist. Es war nichts Großes oder Besonderes, aber er hat nichts gemacht.

Zu allem Überfluss war eine liebe Freundin von uns auch noch schwanger (also ich hab mich riesig für sie gefreut, nicht, dass es falsch rüberkommt!) und er war so begeistert darüber, ist ständig um sie und ihren Freund herumschawenzelt, hat ihnen alles von unserem Kind als Geschenk angeboten (obwohl er weiß, dass ich selbst gern ein zweites Kind hätte) und ständig davon geredet wie sie strahlt und wie rund sie geworden ist und wie toll das ist. Bei meiner Schwangerschaft hat er mich und sein Kind komplett ignoriert, hat sich für nichts interessiert und ich habe Kinderzimmer und Kinderwagen nach meinem Kaiserschnitt komplett alleine aufgebaut und alles alleine besorgt und gekauft. Er hat keinen Finger gerührt. Das saß wirklich und hat mir dann wirklich zu denken gegeben.

Ich hab auch schon oft vorgeschlagen das professionell anzugehen und eigentlich will er auch, aber wenn ich dann mal etwas organisieren möchte, kommt von ihm auch nichts mehr und das brauchen wir ja überhaupt nicht.

Ich weiß echt nicht weiter. 

Ich entschuldige mich außerdem erneut für das wirren Geschreibsel, die Gedanken sprudeln gerade so aus mir heraus. 

Du hast also einen Mann geheiratet wo du eigentlich generell unglücklich bist in der Beziehung mit seiner Art

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27. November um 9:00

Für mich hört sich das so an, daß er einfach in seiner Comfort-Zone ist. Es läuft ja für ihn alles toll. Und die Frau ist jetzt endlich auch zufrieden, nachdem ihr geheiratet habt.
Warum sollte er zur Paartherapie? Es läuft doch alles... Oder etwa nicht?
Ich glaube, er ist einfach bequem und lässt alles seinen Gang gehen.
Wenn du nix machst, wird es immer so bleiben. Wahrscheinlich ist er das auch so gewohnt?

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27. November um 14:12

Wie ich lese, ist der Wunsch nach einer Richtigen Hochzeit tiefer verankert .
Manchmal war der Wunsch nach Sicherheit und Gewohnheit stärker als alles andere

Ich denke aber auch, dass der Mann da in der Comfort-Zone steckt.
Das wäre kein Mann für mich

Ich bin auch keine Romantikerin - dennoch gibts Sachen die uns wichtig sind. Dazu gehören auch Abende oder sonstige Unternehmungen im Alltag.
Im Allgemeinen mag ich sogar unsern "Alltag"
Selbst wenn unser Alltag sehr durchgetaktet ist - brauchen wir Zeit für "uns" als Paar.
Wir nehmen auch Sachen mit - die vielleicht eigentlich gar nicht so "meins" bzw. "Seins" ist - einfach um am Leben des andern Teilzuhaben.
Ich weiß gar nicht ob man sowas professionell angehen kann ?
 

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27. November um 15:54

Deine ganze Geschichte zu lesen tut mir echt leid für dich Fühl dich ganz fest gedrückt!

Ich kann das mitfühlen, weil mein Mann auch ein Hochzeitsmuffel ist und auch sonst kein großer Romantiker ist. Allerdings ist er mir an vielen Punkten entgegen gekommen, weil er mich liebt und hat mir z.B. einen richtigen Heiratsantrag mit Verlobungsring gemacht. Ihm hätte es auch gereicht, wenn wir gemeinsam beschließen verlobt zu sein. Bei sowas müssen wir Mädels dann auch konsequent bleiben. Ich habe ihm mal klipp und klar gesagt, dass ich ihn ohne richtigen Antrag nicht heiraten werde und dass ich auch gerne einen Verlobungsring hätte. Tatsächlich habe ich dann einen wunderschönen Verlobungsring bekommen, der auch alles andere als billig war. Viel wichtiger als das Geld, das er für mich ausgegeben hat, ist für mich aber die Tatsache, dass er sich Gedanken gemacht hat, was für ein Ring zu mir passen würde (bin eher der natürliche Typ, der wenig Schmuck trägt und kein Fan von "Blingbling" und dann auch tatsächlich meinen Geschmack getroffen hat. Ich muss zugeben, dass ich leicht reden habe, da wir noch keine gemeinsamen Kinder haben und es auch sonst keinen "Druck" gab zu heiraten. Allerdings hätten wir viel früher geheiratet, wenn es nur nach mir gegangen wäre und es hätte einen Antrag gegeben, ohne dass ich ihm vorher gesagt hätte, dass ich einen möchte. Was ich damit sagen möchte ist, dass man natürlich nicht immer seinen eigenen Willen durchsetzen kann, aber dass man bei Dingen, die für einen persönlich unverzichtbar sind, nicht nachgeben sollte. 

Ihr beide seid da echt in einer festgefahrenen Situation. Wie andere auch schon geschrieben haben, glaube ich auch, dass er keinen Grund sieht etwas zu ändern, da aus seiner Sicht alles okay ist und du alles erstmal mitmachst. Machst du auch mal Sachen ohne ihn wie z.B. (Kurz-)Urlaub mit Freundinnen, eigene Hobbies etc.? Ich frage das deswegen, weil er dann auch mal die Gelegenheit hätte dich zu vermissen und zu sehen, dass du eine eigenständige Frau bist und nicht nur das machst, was er gerne hätte. Eine Frau, die alles für ihren Mann macht und sich dabei selber aufgibt, ist für die meisten Männer zwar bequem, aber früher oder später nicht mehr begehrenswert....

Ich würde ihm auch deutlich sagen, dass dich sein Verhalten verletzt und entsprechende Konsequenzen ziehen z.B. mit Freundinnen um die Häuser ziehen, wenn er den Hochzeitstag nicht feiern möchte. Wenn du das klaglos akzeptierst und dann evtl. auch noch an dem Tag stattdessen seine Hemden bügelst oder sowas, wird er sich vermutlich niemals ändern. Er muss schon spüren, dass sein Verhalten Konsequenzen hat und dass du auch ohne ihn klarkommen würdest!

 

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Von: anra1994
neu
7. November um 10:32

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