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Pro und Kontra für's Heiraten

28. Februar 2010 um 17:24

Hallo allerseits.

Seit einiger Zeit trage ich mich mit dem Gedanken, meinem Partner (wir sind 4 Jahre zusammen) einen Heiratsantrag zu machen. Darüber bin ich selbst sehr erstaunt, denn Heiraten kam eigentlich nie in meiner Lebensplanung vor und rein rational gibt es für mich eigentlich keinen Grund dafür. Hm, ich will mal einige Pro und Kontras für's heiraten auflisten und mal euer Meinungen/Ergänzungen dazu hören:

der emotionales Aspekt
pro:
Eine Ehe ist ein äußeres Zeichen des Zusammengehörens, es ist ein schönes Symbol, eine Hochzeit kann eine Beziehung vertiefen. Bei Problemen trennt man sich nicht einfach, sondern sucht nach Lösungen.
Kontra:
Ich weis, dass ich zu meinem Partner gehöre, ich hau bei Problemen nicht einfach ab und ich weiß auch so, dass ich mit ihm alt werden will - und er auch mit mir. Warum also noch Heiraten?
Darüberhinaus kann eine Ehe auch ganau das Gegenteil einer Vertiefung von Gefühlen bewirken, nämlich dass sich ein Partner nach der Eheschließung nicht mehr um den anderen bemüht, denn er hat ihn ja an sich gebunden.

die Aussenwirkung:
Pro: Eine Ehe wird immer als ernsthafte Beziehung wahrgenommen - selbst wenn diese Beziehung erst wenige Monate andauert.
Kontra: Was interessiert mich die Aussenwirkung?

der finanzielle Aspekt:
pro: Die Ehe wird vom Staat durch Steuervergünstigungen bezuschusst, beim Tod des Partner ist man automatisch erbberechtigt. Andereseits wird es bei einer Trennung = Scheidung ziemlich teuer.
kontra: Geld is ein ziemlicher dämlicher Grund zum heiraten. Die Erbregelung kann man auch per Testament notariell klären lassen. Und eine Trennung wird auch so schon kompliziert und unter Umständen teuer, weil wir ja zusammen wohnen und gemeinsame Anschaffungen gemacht haben.

der religiöse Aspekt:
pro: die Ehe ist etwas heiliges, die Beziehung erhält Gottes Segen
Kontra: die Ehe ist für mich eben nicht etwas heiliges, dazu kenn ich mit Mitte 20 leider schon zuviele gleichaltrige, die geschieden sind. Darüberhinaus bekomme ich ja nicht den Segen eines universellen Gottes, sondern den eines katholischen, protestantischen, schiitischen, oder was uach immer.... Gott - und da ich mich keiner religiösen Doktrin unterwerfe, gibt es auch keinen Priester, bei dem ich mich trauen lassen möchte.

der "lebenspraktische" Aspekt:
pro: Wenn einem Ehepartner etwas passiert, er hält der andere als Angehöriger immer sofort Auskunft vom Arzt.
Kontra: Man kann das ganze auch mit einer Patentenverfügung abklären.

Im Prinzip finde ich, nur der emotionale und der lebenspraktische Aspekt können für mich eine Hochzeit begründen (also mein Eigene jetzt), wobei aber auch diese beiden Punkte genügend Kontras hergeben.

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28. Februar 2010 um 18:21

...
du hast den einzig wichtigen Grund vergessen, der wohl so selbsverständlich ist, dass du ihn nicht erwähnt hast:

DIE LIEBE!

Aber ich denke, dass es genau so viele pro wie contra Punkte gibt und im Endeffekt muss jeder selbst entscheiden, ob man heiraten will.

Zu Beginn ändert sich ja nicht viel und auch finanziell ist erstmal nichts anders. Interessant wirds, wenn Kinder geplant sind. Da ist es einfach viel einfacher, wenn beide Elternteile miteinander verheiratet sind als wenn sie "nur" zusammenleben.

Die Ehe steht laut Gesetz ja unter besonderem Schutz oder so....naja...

Für mich war immer schon klar, dass ich irgendwann mal heiraten möchte, weil es bei mir einfach "dazu gehört".... in meiner Familie/Verwandschaft gibt es eigentlich nur intakte Familien/Ehen, d.h. ich bin damit aufgewachsen, für mich gab es schon immer den Wunsch zu heiraten. Ich glaube, dass das eigentlich der Hauptgrund ist, warum viele heiraten, denn theoretisch ist eine Ehe ja nicht nötig. Man liebt den Partner und möchte eine Familie gründen - für mich ist das der Hauptgrund.

WArum hörst du nicht einfach auf dein Bauchgefühl, hätte ich mir alle Contras aufgezählt, wäre ich nun nicht seit einer Woche überglücklich verheiratet und bin mir sicher, dass es nur noch besser werden kann

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28. Februar 2010 um 18:31
In Antwort auf toini_11876949

...
du hast den einzig wichtigen Grund vergessen, der wohl so selbsverständlich ist, dass du ihn nicht erwähnt hast:

DIE LIEBE!

Aber ich denke, dass es genau so viele pro wie contra Punkte gibt und im Endeffekt muss jeder selbst entscheiden, ob man heiraten will.

Zu Beginn ändert sich ja nicht viel und auch finanziell ist erstmal nichts anders. Interessant wirds, wenn Kinder geplant sind. Da ist es einfach viel einfacher, wenn beide Elternteile miteinander verheiratet sind als wenn sie "nur" zusammenleben.

Die Ehe steht laut Gesetz ja unter besonderem Schutz oder so....naja...

Für mich war immer schon klar, dass ich irgendwann mal heiraten möchte, weil es bei mir einfach "dazu gehört".... in meiner Familie/Verwandschaft gibt es eigentlich nur intakte Familien/Ehen, d.h. ich bin damit aufgewachsen, für mich gab es schon immer den Wunsch zu heiraten. Ich glaube, dass das eigentlich der Hauptgrund ist, warum viele heiraten, denn theoretisch ist eine Ehe ja nicht nötig. Man liebt den Partner und möchte eine Familie gründen - für mich ist das der Hauptgrund.

WArum hörst du nicht einfach auf dein Bauchgefühl, hätte ich mir alle Contras aufgezählt, wäre ich nun nicht seit einer Woche überglücklich verheiratet und bin mir sicher, dass es nur noch besser werden kann

Naja..
.. dass man aus Liebe heiratet, hab ich einfach mal vorraus gesetzt. Denn ohne Liebe, würde ich diese Beziehung gar nicht führen

Tja, das mit dem Bauchgefühl is so ne sache... Wenn man schon immer heiraten wollte, gibt man dem wohl einfach nach. Wenn man die Ehe aber nie für besonders wichtig in der Lebensplanung gehalten hat und dann plötzlich so Ideen bekommt, muß man sie erstmal hinterfragen...

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28. Februar 2010 um 23:17

Eine Frage des Herzens
In den letzten Jahrhunderten war die Ehe ein Bündnis, bei dem es um Geld, Reichtümer und Einfluss ging. Frauen waren damals auf einen Ehemann angewiesen, da sie sich selbst nicht versorgen konnten und auch viel weniger Rechte als Männer hatten.

Seit der Gleichberechtigung der Frauen sind diese Gründe natürlich hinfällig und es gibt keinen rationalen Grund mehr zu heiraten.

Es bleibt also nur die Frage - willst du seine Ehefrau sein. Es ist eine Frage des Gefühls, die du nur selbst beantworten kannst. All die "praktischen" Aspekte, die du genannt hast, lassen sich auch anders regeln.

Willst du den Schritt wagen und "Ja" zu ihm sagen? Bist du bereit ihm zu versprechen, ihn sein ganzes Leben lang zu lieben in guten UND in schlechten Zeiten? Wärst du zu Kompromissen bereit?

Dann hast du deine Antwort.

Es ist wird immer das Risiko der Scheidung geben, aber eine Ehe ist kein Gewinnspiel. Bei der Eheschließung steht nicht automatisch fest, ob man gewonnen oder verloren hat. Man kann immer an der Beziehung arbeiten, wenn man nur will.

PS: Wenn man sich nach 10 - 12 Jahren Beziehung (eventuell mit Kindern) trennt, kann man sich über das Sorgerrecht oder das gemeinsame Haus auch vor Gericht streiten - eine Trennung ist also nicht automatisch billiger als eine Scheidung)

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1. März 2010 um 19:52
In Antwort auf hermia_12172975

Naja..
.. dass man aus Liebe heiratet, hab ich einfach mal vorraus gesetzt. Denn ohne Liebe, würde ich diese Beziehung gar nicht führen

Tja, das mit dem Bauchgefühl is so ne sache... Wenn man schon immer heiraten wollte, gibt man dem wohl einfach nach. Wenn man die Ehe aber nie für besonders wichtig in der Lebensplanung gehalten hat und dann plötzlich so Ideen bekommt, muß man sie erstmal hinterfragen...

...
Das liebe Bauchgefühl...ja, damit ists schon schwierig, aber allein, dass du plötzlich mit dem Gedanken spielst, ihn zu heiraten, zeigt doch schon, dass die Ehe für dich doch nicht so abwägig ist.

Ja, bei mir gehört das Heiraten einfach dazu. Hatte aber am Ende wirklich Muffensausen und auch jetzt hab ich oft Angst, dass es vielleicht zu schnell war oder doch schief geht.... naja, aber da kann einem NIEMAND ne Garantie geben.

Mein Mann hat mich kurz vor der Hochzeit gefragt, warum ich ihn eigentlich heiraten möchte. Meine Antwort war: Ich kann mir nicht vorstellen,mein ganzes Leben nicht mit ihm zu verbringen. WAr zwar kompliziert ausgedrückt, aber es stimmt. Er ist der perfekte Partner für mich und auch wenn wir manchmal ziemlich aneinander geraten, möchte ich immer mit ihm zusammen sein.

Das mit dem Hinterfragen verstehe ich, allerdings gibt es wirklich zu jedem Pro Punkt nen Contra Punkt bzw. ne Alternative.
Das Einzige ist wirklich, dass es mit dem Sorgerecht und dem Nachnamen des Kindes einfacher ist, wenn Kinder geplant sind.

Sofern du beim Staat arbeitest, hätte ich noch 2 Gründe FÜR die Ehe:
- der Staat zahlt einfach ma so 100 mehr Gehalt aus
- du kannst nicht mehr so einfach irgendwohin versetzt werden

Naja, auch keine wirklich überzeugende Punkte

Was sagt denn dein Freund zum Thema Heiraten?

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1. März 2010 um 20:00
In Antwort auf toini_11876949

...
Das liebe Bauchgefühl...ja, damit ists schon schwierig, aber allein, dass du plötzlich mit dem Gedanken spielst, ihn zu heiraten, zeigt doch schon, dass die Ehe für dich doch nicht so abwägig ist.

Ja, bei mir gehört das Heiraten einfach dazu. Hatte aber am Ende wirklich Muffensausen und auch jetzt hab ich oft Angst, dass es vielleicht zu schnell war oder doch schief geht.... naja, aber da kann einem NIEMAND ne Garantie geben.

Mein Mann hat mich kurz vor der Hochzeit gefragt, warum ich ihn eigentlich heiraten möchte. Meine Antwort war: Ich kann mir nicht vorstellen,mein ganzes Leben nicht mit ihm zu verbringen. WAr zwar kompliziert ausgedrückt, aber es stimmt. Er ist der perfekte Partner für mich und auch wenn wir manchmal ziemlich aneinander geraten, möchte ich immer mit ihm zusammen sein.

Das mit dem Hinterfragen verstehe ich, allerdings gibt es wirklich zu jedem Pro Punkt nen Contra Punkt bzw. ne Alternative.
Das Einzige ist wirklich, dass es mit dem Sorgerecht und dem Nachnamen des Kindes einfacher ist, wenn Kinder geplant sind.

Sofern du beim Staat arbeitest, hätte ich noch 2 Gründe FÜR die Ehe:
- der Staat zahlt einfach ma so 100 mehr Gehalt aus
- du kannst nicht mehr so einfach irgendwohin versetzt werden

Naja, auch keine wirklich überzeugende Punkte

Was sagt denn dein Freund zum Thema Heiraten?

Mein Freund...
sagt dazu, ich soll ihn fragen, wenn ich heiraten will
Naja, er teilt eigentlich meine Meinung, dass mal alle hier aufgeführten Punkte auch in einer Beziehung leben kann ohne diese staatlich abgesegnet zu haben.

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3. März 2010 um 16:10
In Antwort auf hermia_12172975

Mein Freund...
sagt dazu, ich soll ihn fragen, wenn ich heiraten will
Naja, er teilt eigentlich meine Meinung, dass mal alle hier aufgeführten Punkte auch in einer Beziehung leben kann ohne diese staatlich abgesegnet zu haben.

Hehe
Hehe....na, der zieht sich ja - typisch Mann - schön aus der Affäre

Ich glaube, du solltest dir gar nicht den Kopf zerbrechen, du wirst eines Tages wissen, wenn/falls du wirklich heiraten möchtest.

Irgendwann wirst du aufwachen und denken: jetzt bin ich bereit, ich will heiraten.

ODER

Du wirst immer denken: Wozu heiraten, es passt auch so.

Und egal, wie du dich entscheidest oder wie du fühlst, es wird richtig für dich sein.

Man muss heutzutage wirklich nicht mehr heiraten... naja, ich schon... wir Beamte (in meinem Bereich) werden quasi gezwungen zu heiraten, sofern wir nicht riskieren wollen, von unseren Partnern "getrennt" zu leben und ne Wochenendehe zu führen. Ich hab auch erst geheiratet, als es sich für mich richtig angefühlt hat, also hab ich nun eine Wochenendehe....

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