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Warten bis zum geht nicht mehr?

18. Januar 2013 um 9:56

Hallöchen allerseits,
Ich bin neu hier um mir ein bisschen Luft zu machen, denn langsam macht es mich wahnsinnig - das Warten.
Vielleicht erzähle ich mal etwas über uns.
Er (25) und ich (23) sind im März seit 4 Jahren ein Paar. Seit 3en davon leben wir in einer gemeinsamen Wohnung. Wir hatten schon schwierige Zeiten zu überstehen und über die erste Phase der blinden Verliebtheit sind wir hinaus. Aber das Gefühl, dass wir zusammengehören und er alles für mich ist, ist geblieben. Er ist mein Partner, bester Freund und Ansprechpartner in allen Lebensfragen und ich bin selbiges für ihn. Wir führen eine harmonische Beziehung und haben bisher alle Schwierigkeiten gemeinsam gemeistert.
Schwierig ist nur eins: Er ist kein Typ, der besonders offenherzig über seine Gefühle spricht - und schon garnicht von allein. In den meisten Fällen kann ich damit gut umgehen, weil er sich sehr bemüht mir ganz deutlich zu zeigen, dass ich die eine für ihn bin.
Nun zum Schlamassel - letztes Jahr im Juni haben wir uns wegen irgendeiner unsinnigen Kleinigkeit gestritten und da ließ er die Bemerkung fallen, dass er ja darüber nachdenkt mir einen Antrag zu machen. Ich dachte, dass er das vielleicht im Streitmoment gesagt hatte um mich zu beschwichtigen und vielleicht auch, weil er einen Monat vorher von der Verlobung seines besten Freundes gehört hatte. Ich habe mir also ein paar Tage Zeit gelassen und ihn dann nochmal gefragt, ob er das tatsächlich ernst gemeint hat, was er bejahte.
Und dann ging es los - das Warten und Denken. Ich weiß von ihm, dass er es unschön findet, wenn die Frau einen Antrag macht und ich selbst möchte es auch gern traditionell, daher habe ich auf etwas von ihm gewartet. Ich hatte in dieser Zeit unheimlich viel Glück und eine Reise auf die Malediven gewonnen, die wir im September auch angetreten haben. Ich dachte die ganze Zeit: wenn er mir einen Antrag macht dann da! Denn er ist keiner, der gerne Dinge lange im Voraus organisiert und dem es schwerfällt kreativ zu sein. Ich dachte mir, dort ist die perfekte Kulisse und er müsste nichts weiter tun als mich zu fragen. Und als wir die Aktivitäten dazugebucht haben, hat er tatsächlich bei einer ganz bestimmten darauf bestanden sie kurz vor Ende des Urlaubs zu machen und auch nach mehrmaligem Nachfragen nicht begründet wieso. Der Urlaub kam, die Aktivitäten kamen - kein Antrag. Nächste Gelegenheit: Weihnachten. Auch nichts. Oder geschweige denn überraschend zwischendurch.
Momentan überlege ich, ob die Formulierung "Ich denke darüber nach, Dir einen Antrag zu machen" nicht eher Ausdruck von Zweifel ist, als irgendetwas anderes.
Es würde mich vielleicht nicht so fertig machen, wenn er nicht immer darüber sprechen würde als wäre unsere Zukunft sowieso schon geritzt: heiraten, Haus kaufen, Kinder kriegen. Ich weiß, dass er ursprünglich die selben Lebensziele hat wie ich, aber ich frage mich ob er nicht sicher ist, ob er das ganze mit mir möchte.
Ich habe Angst permanent zu warten und dann irgendwann fest zu stellen, dass der einzige Grund, dass er keinen Schritt weiter gehen möchte ich bin.
Ich kann nicht so deutlich mit ihm darüber sprechen, weil ich ihn in der Sekunde bedränge und unter Druck setze und er jemand ist, der sich unter Druck stark zurückzieht. Ich würde damit nichts erreichen.
Vielleicht ist die Angst irrational, dass er mich nicht will, aber da er dazu neigt, seine Gefühle nicht auszudrücken, habe ich das Gefühl diese Verlobung wäre eine Art Beweis, dass er keinen Hinterausgang braucht in unserer Beziehung.
Ich weiß nicht, wie ich weiter damit umgehen soll.
Hat jemand einen Rat?
Und entschuldigt bitte den Roman!

LG

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18. Januar 2013 um 12:27

Reden hilft
Hallo, ich kann deine Geschichte gut nachfühlen.Bei meinem Freund und mir ging das auch jahrelang so und das führte bei mir auch zu echten Krisen. Wir haben aber irgendwann ehrlich darüber gesprochen, Männer ticken in diesemPunkt einfach oft anders als Frauen. Hier eine Anzahl an Möglichkeiten, warum er dir keinen Antrag macht, obwohl er es irgendwann vorhat und dich bestimmt auch liebt:
- Ihr seid noch sehr jung. Warum gleich heiraten, man bleibt ja eh zusammen?
- Der richtige Moment kommt einfach nicht
- Einfach Angst, diesen Schritt zu gehen (es ist ja - idealerweise- eine einmaligeund auch große Sache)
- Angst, dass du nein sagst
- Einen möglichst tollen und überraschenden Antrag zu machen zu wollen und dann keine Idee zu haben
- noch keinen Ring zu haben...
- sich diesen tollen Moment einfach aufheben zu wollen

Bei uns hats irgendwann geklappt und wir heiraten in ein paar Monaten. Wenn es dich und deine Beziehung sehr belastet, rede doch einfach mit ihm und sag ihm, wie es dir geht. Natürlich willst du ihn damit nicht unter Druck setzen, aber du besprichst doch sonst bestimmt auch alles mit ihm, was du auf dem Herzen hast. Vielleicht macht er sich über das Thema einfach noch keine konkreten Gedanken, weil das ja `irgendwann` ist und mit einem gewissen Aufwand verbunden. Nach so einem Gespräch hast du vielleicht wieder mehr Ruhe und empfindest das Nicht-Fragen nicht mehr als mangelnde Liebe.

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18. Januar 2013 um 13:14
In Antwort auf abiah_12442650

Reden hilft
Hallo, ich kann deine Geschichte gut nachfühlen.Bei meinem Freund und mir ging das auch jahrelang so und das führte bei mir auch zu echten Krisen. Wir haben aber irgendwann ehrlich darüber gesprochen, Männer ticken in diesemPunkt einfach oft anders als Frauen. Hier eine Anzahl an Möglichkeiten, warum er dir keinen Antrag macht, obwohl er es irgendwann vorhat und dich bestimmt auch liebt:
- Ihr seid noch sehr jung. Warum gleich heiraten, man bleibt ja eh zusammen?
- Der richtige Moment kommt einfach nicht
- Einfach Angst, diesen Schritt zu gehen (es ist ja - idealerweise- eine einmaligeund auch große Sache)
- Angst, dass du nein sagst
- Einen möglichst tollen und überraschenden Antrag zu machen zu wollen und dann keine Idee zu haben
- noch keinen Ring zu haben...
- sich diesen tollen Moment einfach aufheben zu wollen

Bei uns hats irgendwann geklappt und wir heiraten in ein paar Monaten. Wenn es dich und deine Beziehung sehr belastet, rede doch einfach mit ihm und sag ihm, wie es dir geht. Natürlich willst du ihn damit nicht unter Druck setzen, aber du besprichst doch sonst bestimmt auch alles mit ihm, was du auf dem Herzen hast. Vielleicht macht er sich über das Thema einfach noch keine konkreten Gedanken, weil das ja `irgendwann` ist und mit einem gewissen Aufwand verbunden. Nach so einem Gespräch hast du vielleicht wieder mehr Ruhe und empfindest das Nicht-Fragen nicht mehr als mangelnde Liebe.

Wie spricht man sowas an?
Danke Dir erstmal für Deine Worte.

Ja, Du hast Recht, ich spreche im Normalfall über alles mit ihm. Und noch schlimmer ist, dass ich ihm nichts vormachen kann, wenn es mir eigentlich schlecht geht. Er scheint dafür einen Radar zu haben. Trotzdem fällt es mir schwer, meine Gedanken zu ordnen - wie soll ich das ansprechen ohne ihn unter Druck zu setzen?
Wir sprechen häufig über unsere Zukunft und die scheint auch von seiner Seite aus alles zu enthalten, was ich mir wünsche. Ich werde nur so unsicher, weil er so oft darüber spricht, als wäre eine Hochzeit sowieso geplant - nur den Schritt, mich zu fragen wagt er scheinbar nicht.
Vielleicht liegt es daran, dass er es empfindet wie Du, dass wir noch jung sind. Vielleicht liegt es daran, dass für mich eine Verlobung nicht die unmittelbare Hochzeit bedeutet. Ja, Verlobung heißt das gegenseitige Versprechen einander zu heiraten, aber bis es so weit ist, können gut und gerne noch ein paar Jahre vergehen, damit man finanziell auch ein ordentliches Polster hat um sich den schönsten Tag im Leben auch leisten zu können.
Es ist nur so, dass ich dieses Jahr endlich die Uni abschließe und im besten Fall meinen Doktor mache. Ich würde mir einfach wünschen, bevor ich in diesen neuen Lebensabschnitt einmünde, dass mein Partner mir verspricht an meiner Seite zu bleiben.
Ich weiß einfach nicht, wie ich ihm das mitteilen soll. Wenn er wüsste, dass es mir einfach nur darum geht, dass er mich bittet ihn zu heiraten, in was für einem Rahmen auch immer, vielleicht würde es etwas ändern. Ich würde auch ja sagen wenn er mich bei einer Pizza auf der Couch fragt (das passt wenigstens zu uns ).

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18. Januar 2013 um 13:31

Wenn er so oft über hochzeit spricht
würde ich einfach mal ansprechen, dass es für dich so schnön wäre, einen Antrag zu bekommen.

Bei uns war es auch so ähnlich, wir planen sogar schon, aber ich habe noch gesagt, dass ich keine Einladungen verschicken will, bevor ich verlobt bin. Und dafür will ich einen Antrag bekommen

Er arbeitet daran

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18. Januar 2013 um 13:32
In Antwort auf lexy_12692085

Wie spricht man sowas an?
Danke Dir erstmal für Deine Worte.

Ja, Du hast Recht, ich spreche im Normalfall über alles mit ihm. Und noch schlimmer ist, dass ich ihm nichts vormachen kann, wenn es mir eigentlich schlecht geht. Er scheint dafür einen Radar zu haben. Trotzdem fällt es mir schwer, meine Gedanken zu ordnen - wie soll ich das ansprechen ohne ihn unter Druck zu setzen?
Wir sprechen häufig über unsere Zukunft und die scheint auch von seiner Seite aus alles zu enthalten, was ich mir wünsche. Ich werde nur so unsicher, weil er so oft darüber spricht, als wäre eine Hochzeit sowieso geplant - nur den Schritt, mich zu fragen wagt er scheinbar nicht.
Vielleicht liegt es daran, dass er es empfindet wie Du, dass wir noch jung sind. Vielleicht liegt es daran, dass für mich eine Verlobung nicht die unmittelbare Hochzeit bedeutet. Ja, Verlobung heißt das gegenseitige Versprechen einander zu heiraten, aber bis es so weit ist, können gut und gerne noch ein paar Jahre vergehen, damit man finanziell auch ein ordentliches Polster hat um sich den schönsten Tag im Leben auch leisten zu können.
Es ist nur so, dass ich dieses Jahr endlich die Uni abschließe und im besten Fall meinen Doktor mache. Ich würde mir einfach wünschen, bevor ich in diesen neuen Lebensabschnitt einmünde, dass mein Partner mir verspricht an meiner Seite zu bleiben.
Ich weiß einfach nicht, wie ich ihm das mitteilen soll. Wenn er wüsste, dass es mir einfach nur darum geht, dass er mich bittet ihn zu heiraten, in was für einem Rahmen auch immer, vielleicht würde es etwas ändern. Ich würde auch ja sagen wenn er mich bei einer Pizza auf der Couch fragt (das passt wenigstens zu uns ).

Du weißt doch eigentlich
was du sagen willst und das klingt für mich überhaupt nicht wie ein Vorwurf oder nach einer `Heirate mich endlich`-Forderung. Und du hast doch hier die Situation auch mit ihrer ganzen Ambivalenz dargestellt. Und was bedeutet der Satz sonst `über alles reden zu können`? Ich kann mir vorstellen, dass es für deinen Freund einfacher ist, zu erfahren, was los ist, als dass er sich seinerseits einen Kopf macht, was nicht stimmt. Er wird wahrscheinlich auch recht erstaunt sein...Fang in einer entspannten Situation einfach an zu reden, du wirst die richtigen Worte schon finden.

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18. Januar 2013 um 20:01

Civetta...
...deinen Beitrag hätte ich 1 zu 1 geschrieben haben können!
Der einzige Unterschied ist, dass wir uns im Dezember dazu entschlossen haben die Pille abzusetzen.
Das war früher für mich ein No go VOR der Ehe schwanger zu werden, aber ich habe fast schon resigniert...
Wenn ich an das Thema denke bin ich direkt wieder verzweifelt
Kann dir leider keinen Rat geben, aber es würde mich freuen zu hören wie es weitergeht, ob und wenn ja, wann ein Antrag kommt??!!

Wünsche dir in jedem Fall viel Glück und alles erdenklich Gute

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20. Januar 2013 um 11:51

Gut zu wissen
, dass man nicht allein ist.
Ich habe irgendwie totale Hemmungen es anzusprechen. Ich mache mir Sorgen, dass er vielleicht etwas plant, und ich somit alles kaputt mache. Andererseits kenne ich ihn sehr gut und er wirkt nicht so, als würde er etwas vor mir verheimlichen. Ich glaube, er hat es einfach schon wieder vergessen, dass er sowas mal gesagt hat und weiß nicht, dass ich mir darüber den Kopf zerbreche wann ein Antrag kommt.
Ende Februar wollen wir ein Wellness Wochenende machen in einem romantischen kleinen Hotel... es scheint aber auch hier nicht, als wäre dieses Wochenende etwas besonderes für ihn, sondern eben nur ein kurzes Wellness WE.
Wie spreche ich das nur an?
Soll ich ihm einfach direkt sagen, dass es mich irritiert, dass er mir vor einem halben Jahr gesagt hat, er denkt über den nächsten Schritt nach und seither kein Wort mehr darüber verloren hat? Vielleicht will er es ja gar nicht mehr...
Es ist zum Verzweifeln

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20. Januar 2013 um 14:07

Kommt mir bekannt vor
Hallo Civettapiccola,

ich habe mich jetzt extra hier angemeldet, um dir antworten zu können Mir kommt die Situation nämlich sehr sehr bekannt vor!

Ich bin mit meinem Freund jetzt 6,5 Jahre zusammen. Auch ich wusste nach etwa 3 Jahren, dass es einfach der Richtige ist und ich ihn gerne heiraten möchte. So war auch bei uns das Thema Hochzeit immer mal wieder ein Gesprächspunkt. Anfangs nur "als Witz" oder in Nebensätzen. Mein Wunsch wurde aber immer stärker und ich habe das Thema dann auch immer öfter angesprochen. Aber mit genau den gleichen Bedenken wie du ("Dränge ich ihn zu sehr?"; "Bewirke ich dadurch nicht das Gegenteil?"; "Plant er vielleicht schon, aber schreckt dann durch meine Fragen zurück?").
Ehrlichgesagt hatte ich mich dann fast schon damit abgefunden, dass das mit der Hochzeit wohl kein einfaches Thema ist und es schon ein bisschen abgeschrieben... Aber mir war klar, dass ich trotzdem mein Leben mit meinem Schatz verbringen will, auch ohne Trauschein. Das war für mich eine schwere Zeit, aber irgendwann habe ich wirklich für mich entschieden, dass die Hochzeit nichts an unserer Beziehung ändern würde.

Wirklich sehr sehr unerwartet (weil ich das Thema ja eigentlich schon abgehakt hatte), hat er mir dann im letzten Sommer einen Heiratsantrag gemacht. Ich war überwältigt.

Langer Rede, kurzer Sinn: Ich glaube, dass viele Männer einfach etwas "Angst" vor diesem doch sehr großen Schritt haben. Ich habe den Eindruck, dass sie mehr Zeit brauchen und hin und wieder einen kleinen "Stups" in die richtige Richtung in Form eines Gesprächs. Deshalb wäre auch mein Tipp, dass du das Thema in einer ruhigen Minute nochmal ansprichst. Erkläre einfach, was deine Gefühle sind. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das kein Allheilmittel ist... Aber du hast es dann zumindest angesprochen und mehr kannst du eigentlich nicht tun (außer du willst den Antrag selbst machen).

Ich wünsche dir, dass sich dein Wunsch erfüllt und - falls das nicht in den nächsten Monaten sein sollte - dass du nicht all zu oft mit traurigen Gefühlen an das Thema denkst. Genieße bis dahin einfach eure gemeinsame Zeit (ich weiß....das sagt sich so einfach)!

Viele Grüße
Susie

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20. Januar 2013 um 14:29
In Antwort auf betsy_12869192

Kommt mir bekannt vor
Hallo Civettapiccola,

ich habe mich jetzt extra hier angemeldet, um dir antworten zu können Mir kommt die Situation nämlich sehr sehr bekannt vor!

Ich bin mit meinem Freund jetzt 6,5 Jahre zusammen. Auch ich wusste nach etwa 3 Jahren, dass es einfach der Richtige ist und ich ihn gerne heiraten möchte. So war auch bei uns das Thema Hochzeit immer mal wieder ein Gesprächspunkt. Anfangs nur "als Witz" oder in Nebensätzen. Mein Wunsch wurde aber immer stärker und ich habe das Thema dann auch immer öfter angesprochen. Aber mit genau den gleichen Bedenken wie du ("Dränge ich ihn zu sehr?"; "Bewirke ich dadurch nicht das Gegenteil?"; "Plant er vielleicht schon, aber schreckt dann durch meine Fragen zurück?").
Ehrlichgesagt hatte ich mich dann fast schon damit abgefunden, dass das mit der Hochzeit wohl kein einfaches Thema ist und es schon ein bisschen abgeschrieben... Aber mir war klar, dass ich trotzdem mein Leben mit meinem Schatz verbringen will, auch ohne Trauschein. Das war für mich eine schwere Zeit, aber irgendwann habe ich wirklich für mich entschieden, dass die Hochzeit nichts an unserer Beziehung ändern würde.

Wirklich sehr sehr unerwartet (weil ich das Thema ja eigentlich schon abgehakt hatte), hat er mir dann im letzten Sommer einen Heiratsantrag gemacht. Ich war überwältigt.

Langer Rede, kurzer Sinn: Ich glaube, dass viele Männer einfach etwas "Angst" vor diesem doch sehr großen Schritt haben. Ich habe den Eindruck, dass sie mehr Zeit brauchen und hin und wieder einen kleinen "Stups" in die richtige Richtung in Form eines Gesprächs. Deshalb wäre auch mein Tipp, dass du das Thema in einer ruhigen Minute nochmal ansprichst. Erkläre einfach, was deine Gefühle sind. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das kein Allheilmittel ist... Aber du hast es dann zumindest angesprochen und mehr kannst du eigentlich nicht tun (außer du willst den Antrag selbst machen).

Ich wünsche dir, dass sich dein Wunsch erfüllt und - falls das nicht in den nächsten Monaten sein sollte - dass du nicht all zu oft mit traurigen Gefühlen an das Thema denkst. Genieße bis dahin einfach eure gemeinsame Zeit (ich weiß....das sagt sich so einfach)!

Viele Grüße
Susie

Großen Respekt
dass Du so lange durchgehalten hast. Ich glaube ich drehe durch, wenn das noch weitere 3 Jahre so geht
Ich habe mir auch schon oft die Frage gestellt, was ich tun würde, wenn er mich wirklich nicht heiraten wollen würde und habe darauf keine Antwort gefunden. Vielleicht ist das auch das Problem, weshalb ich die Hoffnung nicht aufgeben will und kann, dass er doch noch demnächst fragt.
Für mich bedeutet dieses Versprechen einfach eine Menge, und ist irgendwie der Liebesbeweis schlechthin.

Gestern hat er sogar das erste Mal vor meinen Eltern (die unbedingt Enkel wollen) darüber gesprochen, dass zwei Kinder zu wenig seien. Das würde doch kein Mann tun, der keine Zukunft will?

Aber diese Männer, die sich nicht wagen einen Schritt weiter zu gehen, das scheint ja auch ein Phänomen zu sein. Ich würde zu gerne wissen, worin diese Angst begründet ist, was vielleicht daran liegt, dass ich davor keine Angst habe und es vielleicht deswegen nicht so nachvollziehen kann.
In meinem Kopf ist die Verknüpfung "Angst vor dem nächsten Schritt" und "Zweifel an der Beziehung" vielleicht zu sehr verknüpft und ich stelle mir permanent die Frage, ob ich nicht vielleicht die Ursache für das Problem bin.

Ich habe mir euren Rat zu Herzen genommen und mir das Gespräch mit ihm fest vorgenommen, in der Hoffnung, dass es Klarheit schafft und vorallem, dass ich aufhöre andauernd über das Thema zu fabulieren. Trotzdem habe ich richtig viel Angst davor - auch wenn ich weiß, dass ich danach erleichtert sein werde.

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21. Januar 2013 um 1:49

Wo die Dame doch bestätigt werden muss...
Wenn es mit der ganzen Liebe irgendwie nicht weit her ist, muss halt ein Beweis her und am besten noch einer, wo man als Frau nachher auch noch richtig gut dran verdienen kann, gell?

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21. Januar 2013 um 7:53

Da scheine ich ja
jemandem mit meinem Beitrag massiv auf die Füße getreten zu haben?
Ich verstehe den Zusammenhang des wenig wohlwollenden Beitrags leider nicht so ganz.
Aber ja, natürlich hat eine Beziehung auch irgendwo damit zu tun, den anderen in seinen Hoffnungen zu bestätigen und Ängste gemeinsam anzugehen. Ich finde schon, dass das ein wichtiger Punkt in einer Partnerschaft ist und ich für meinen Teil brauche die Unterstützung meines Partners sehr.
Was mit dem finanziellen Vorteil gemeint ist, das übersteigt leider meinen Horizont.

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21. Januar 2013 um 8:57
In Antwort auf edwena_12063559

Wo die Dame doch bestätigt werden muss...
Wenn es mit der ganzen Liebe irgendwie nicht weit her ist, muss halt ein Beweis her und am besten noch einer, wo man als Frau nachher auch noch richtig gut dran verdienen kann, gell?


Und wie viele Männer kenne ich, die nachher ihre Frau ausnehmen?
Mehr zumindest als Frauen, die einen Vorteil haben. Erst denken, dann schreiben

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22. Januar 2013 um 10:28

Danke für euren Rat
Ich hab es endlich angesprochen und bin sooooo froh, dass ich es getan habe.
Denn ich hätte sonst noch gewartet, bis ich grün/blau/gelb wäre oder sonstige Farben annehmen würde.
Mal wieder, und wie immer in jeder Beziehung, gab es ein klassisches Missverständnis.
Ich habe scheinbar irgendwann mal losgelassen, ich will nur ziemlich zeitnah zur Verlobung heiraten - was allein finanziell bei uns zum jetzigen Zeitpunkt völlig unmöglich wäre. Ich kann mich echt nicht an so nen Satz erinnern, aber es spielt auch keine Rolle, denn so kam es bei meinem Männe an und er dachte sich dann, ja gut dann eben erst mal nicht.
Ich habe mir also selbst ins Bein geschossen und mir wahllos ein halbes Jahr den Kopf darüber zerbrochen ob er an uns zweifelt und wieso seine Signale so widersprüchlich sind.
Ich habe ihm jetzt gesagt, dass ich eher dachte, man nutzt die Zeit zwischen Verlobung und Hochzeit gemeinsam um zu sparen und zu planen, und wie lange das dann im Endeffekt dauert, ist mir egal - denn das Ziel ist ja klar.
Und er hat mir tausend mal versichert, dass er überhaupt gar nicht an unserer Liebe zweifelt oder sonstwas.
Ich bin mega erleichtert und glücklich und hoffe, dass es nun doch vielleicht bald soweit ist. Das wär toll...

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