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Warum denk ich an meinen Ex-Freund????

7. Juli 2009 um 14:48

Hallo,

mein Freund und ich sind jetzt seit 1 1/2 Jahren zusammen. Kurze Zeit nachdem wir uns kennenglernt haben, ist mein Vater gestorben und er ist seit dem nicht mehr von meiner Seite gewichen. Wir sind schon nach einem halben JAhr zusammengezogen und sind auch total glücklich. Es ist wirklich perfekt und so eine schöne, harmonische Beziehung. Wir haben kaum Streit, er ist mein bester Freund und noch vieles mehr. Ich fühle mich bei ihm sehr sicher etc aber seit einigen tagen habe ich irgendwie zweifel. Er hat mir vor ein paar Wochen einen Antrag gemacht und ich hab natürlich sofort ja gesagt. Es ist , als würde ein Traum in Erfüllung gehen. Aber seit einigen Tagen habe ich Zweifel, ob es wirklich das richtige ist. Ich mein, ich war immer jemand, der seine "Freiheiten"sehr geliebt hat. Das soll nicht heißen, dass mein Freund mir etwas verbietet aber auf einmal ist es ernst. Was wenns schiefgeht? Wenns doch nicht klappt? Hört sich vielleicht doch an aber nie wieder Sex mit einem anderen?! Diese Gedankengehen mir auf einmal durch den Kopf! Ist das normal??? Außerdem denke ich seit Tagen an meinen Ex-Freund?! Diese Geschichte ist seit 4 Jahren vorbei und dauerte auch nicht lange aber er war toll und ich weiß auch, dass er ebenfalls alles für mich getan hätte nur ich war einfach in dem Moment nicht bereit mich auf eine feste Beziehung einzulassen... Naja und jetzt denk ich ständig daran wie es gewesen wäre, wenn ich mich doch auf ihn eingelassen hätte... Wir haben keinen Kontak, ich hab aber dennoch eine Telefonnr und Email-Adresse von ihm und denke sogar daran mich bei ihm zumelden... Normal???? Ich will doch nächstes Jahr meinen Freund heiraten. Ich hoffe ihr könnt mir dazu etwas schreiben, es hat auf jeden Fall gut getan darüber zu schreiben....

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8. Juli 2009 um 10:14

Kann es sein, dass bei euch...
... die Leidenschaft fehlt? Einerseits beschreibst du deinen Verlobten als "perfekt", du fühlst dich bei ihm geborgen und sicher, du bezeichnest ihn als deinen besten Freund. Das sind alles Dinge, die sehr wichtig für eine Beziehung sind und eine unentbehrliche Basis bieten. Viele Menschen übersehen über dem Gefühlsrausch diese wichtigen Grundpfeiler: Freundschaft, Vertrauen, Geborgenheit.

Aber natürlich sollte in einer Beziehung zwischen Mann und Frau auch die Leidenschaft da sein. Wenn du jetzt darüber nachdenkst, was dir eventuell fehlen wird - nämlich Sex mit anderen Männern, dann vermisst du ganz klar die Leidenschaft. Natürlich träumt man auch als verheiratete Frau mal von einem anderen, und man guckt mal einen anderen hinterher und stellt sich vor, was wäre, wenn... - Aber es bleibt eben bei Phantasien, und das ist nicht dramatisch, denn die Gefühle und die Leidenschaft für den eigenen Mann überwiegen das. Soviel Vertrauen und Freiheit sollte in einer Beziehung auch da sein, dass der Partner ungestraft seine Phantasien haben darf.

Ich glaube, dass bei dir ein sehr wichtiger Punkt eine Rolle spielt: dein Freund war da, als du den Verlust deines Vaters tragen musstest, hat dich gehalten und unterstützt, aufgefangen und dir Liebe gegeben. Dafür empfindest du - zu Recht - eine tiefe Dankbarkeit. Du musst aber aufpassen, dass dich diese Dankbarkeit nicht abhängig macht. Ich meine damit, dass du nicht nur aus Dankbarkeit bei ihm bleiben solltest. Ob das so ist, kannst nur du selber rausfinden, möglicherweise musst du da etwas tiefer in dich hineinhorchen.

Denn eins steht fest: Freundschaft, Dankbarkeit, Zuneigung, Geborgenheit ALLEIN sind keine Liebe! Sie sind Elemente von ihr, wie ich oben schon schrieb, aber eben nicht ALLES.

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