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Warum will er mich nicht?

18. März 2005 um 12:59

Hallo ihr Lieben. hier wieder das leidige Thema - heiraten oder nicht.

Es ist so, dass wir schon lange zusammen sind und ich ihn eigentlich schon nach einem Jahr vom Fleck weg gern geheiratet hätte. Aber er weigert sich. Immer neue Ausreden. Zuerst war`s die Ausbildung, dann der unsichere Job, jetzt ist es sein Studium, ich frag mich was noch alles kommt, nachdem ich jetzt erstmal wieder vier Jahre auf seinen Abschluß warten darf. Wahrscheinlich wieder der Job!
Finde es ja gut sich Gedanken zu machen und er sagt, er hat die Einstellung, dass er eine Familie ernähren können muß, bevor er heiratet.Nur wohnen wir jetzt schon seit über vier Jahren zusammen, haben gemeinsames Haustier und gegen Kinder hätte er auch nichts, wenn es passieren würde - HÄ???

Wo bleibt die Leidenschaft, die Spontaneität, dieses ich will nur dich, alles andere ist egal...Hm, auf jeden fall stelle ich bei mir fest, dass mich dieses Thema total belastet und unsere Beziehung meinerseits anfängt darunter zu leiden.Habe versucht mir einzureden, dass es ja nicht sooo wichtig ist, aber irgendwie kommt es immer wieder durch. Familie und Freunde fragen ja auch schon immer neckisch, wann denn endlich die Einladung kommt
Verstehe das alles nicht, dabei ist die Beziehung doch so super!

Mußte mich einfach mal ausheulen, wenn mir jemand von euch was raten kann, danke schön.

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18. März 2005 um 13:15

Fürs heiraten keine zeit?
hhmm, schon etwas komisch. dauert normalerweise doch nur einen tag, wenn man keinen urlaub macht.

ich finde seine ausreden schon etwas komisch und dass er die familie ernähren will ist ja gut und schön, aber doch etwas "spießig"!?

arbeitest du denn nicht?

ist ihm klar, dass du es so ernst meinst, oder denkt er das ist nur ne phase?


Marleen

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18. März 2005 um 13:26
In Antwort auf clelia_12508194

Fürs heiraten keine zeit?
hhmm, schon etwas komisch. dauert normalerweise doch nur einen tag, wenn man keinen urlaub macht.

ich finde seine ausreden schon etwas komisch und dass er die familie ernähren will ist ja gut und schön, aber doch etwas "spießig"!?

arbeitest du denn nicht?

ist ihm klar, dass du es so ernst meinst, oder denkt er das ist nur ne phase?


Marleen

Arbeit schon...
aber ich geb ihm ja recht, dass es bei uns beruflich alles noch etwas auf wackeligen Beinen steht, nur haben wir das die letzten 5 Jahre doch auch gemeistert.
Ich denke schon, dass er weiß, wie ich dazu stehe, immerhin hatten wir schon einige Diskussionen darüber, was übrigens auch echt nervt. Ihn versteht irgendwie niemand, außer sein bester Freund, der aber meiner Meinung nach total beziehungsunfähig ist
Ich zweifle in keinster Weise an seiner Liebe zu mir, aber dieses Verhalten finde ich schon sehr komisch...bin langsam überfragt...

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18. März 2005 um 14:14

Hallo kleineente
ja also mit der Versorgungssituation ist schon so`n Ding...es ist wirklich ein Problem, da wir beide freiberuflich sind und da ist das ganze ja nochmal ne andere Geschichte - wie gesagt in dem Punkt kann ich ihn verstehen und bin mir auch sicher, dass er mich nicht hinterm Herd haben will, da ich nicht so "haushaltskompatibel" bin und das weiß er auch...
ich denke, es ist echt noch immer diese alberne Bindungsangst, aus einer Ehe kommt man ja schließlich nicht mehr so leicht raus, wie aus einer Beziehung, wobei ich doch eine sehr tolerante Einstellung zu Beziehung und Liebe hab und weiß, dass man keinen Menschen "besitzen" kann.
Ich weiß leider, dass ich mein Restleben nicht unverheiratet glücklich bestreiten kann. In dem Punkt bin ich total spießig und stehe auch dazu.
So blöd sich das anhört, aber ich werd ja auch nicht jünger und würde gerne noch ein Hochzeitskleid in Größe 38 kaufen

Meine Frage wird hiermit geändert: Was tun gegen Bindungsangst???Wie kann ich ihn überzeugen? Ich will ja ihn und keinen anderen!

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19. März 2005 um 14:00

Hallo Leidensgenossin
habe dasselbe Problem.
Absolute Ratlosigkeit....
Er sagt:"Wenn ich jemanden heiraten würde, dann Dich." Das genügt mir aber nicht.
Ich kann nur sagen: Es nagt innerlich.

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19. März 2005 um 14:22
In Antwort auf taline_12088571

Hallo Leidensgenossin
habe dasselbe Problem.
Absolute Ratlosigkeit....
Er sagt:"Wenn ich jemanden heiraten würde, dann Dich." Das genügt mir aber nicht.
Ich kann nur sagen: Es nagt innerlich.

AAAAHHHH!!!
wie ich diesen Spruch auch hasse!
Auch gut ist:
"Ich will dich ja heiraten - irgendwann."

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19. März 2005 um 17:29
In Antwort auf henda_12684219

AAAAHHHH!!!
wie ich diesen Spruch auch hasse!
Auch gut ist:
"Ich will dich ja heiraten - irgendwann."

Dazu passt auch folgendes:
In irgendeiner Fernsehsendung, machte ein Mann nach 30 Jahren und mehreren gemeinsamen Kindern seiner Lebensgefährtin endlich einen Heiratsantrag. Seine Begründung: "vorher war irgendwie immer keine Zeit." Mein Freund darauf total begeistert: "Ich heirate Dich auch in 30 Jahren."

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21. März 2005 um 9:40

Lass ihm zeit
meine beziehung war auch super - bis auf das thema ehe und kinder. meiner freundin konnte es nicht schnell genug gehen mit heiraten und kindern. sie hat mich zwei jahre lang "bearbeitet". ich aber war der meinung, dass wir noch etwas zeit brauchen würden (brauche wohl für alles etwas länger). als ich ihr aber dann im herbst 2003 den antrag gemacht habe war ich mir 100%ig sicher, dass sie die frau meines lebens ist, dass ich mit ihr alt werden will und kinder haben möchte. am 30. april 2004 haben wir geheiratet und ich war der glücklichste mensch auf erden.
jetzt hat sich das blatt gewendet. sie will sich scheiden lassen. im dezember 2004 habe ich herausgefunden, dass sie seit august 2004 fremdgeht und sie sich in einen anderen mann verliebt hat und und mit ihm den weiteren lebensweg gehen will. ich verstehe die welt nicht mehr, ich liebe sie nach wie vor über alles und bin so unglücklich wie noch nie. zum glück haben wir noch keine kinder!
also männer: lasst euch zeit!

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21. März 2005 um 12:00
In Antwort auf dara_11856066

Lass ihm zeit
meine beziehung war auch super - bis auf das thema ehe und kinder. meiner freundin konnte es nicht schnell genug gehen mit heiraten und kindern. sie hat mich zwei jahre lang "bearbeitet". ich aber war der meinung, dass wir noch etwas zeit brauchen würden (brauche wohl für alles etwas länger). als ich ihr aber dann im herbst 2003 den antrag gemacht habe war ich mir 100%ig sicher, dass sie die frau meines lebens ist, dass ich mit ihr alt werden will und kinder haben möchte. am 30. april 2004 haben wir geheiratet und ich war der glücklichste mensch auf erden.
jetzt hat sich das blatt gewendet. sie will sich scheiden lassen. im dezember 2004 habe ich herausgefunden, dass sie seit august 2004 fremdgeht und sie sich in einen anderen mann verliebt hat und und mit ihm den weiteren lebensweg gehen will. ich verstehe die welt nicht mehr, ich liebe sie nach wie vor über alles und bin so unglücklich wie noch nie. zum glück haben wir noch keine kinder!
also männer: lasst euch zeit!

Hallooo
erstmal möchte ich dir sagen, dass es mir wirklich leid für dich tut. Eine Ehe ist natürlich kein Garant dafür, dass die Beziehung hält.
Aber wie du selbst geschrieben hast, war dieser Moment sich die Ehe zu versprechen wunderschön.

Zu dem Zeit lassen kann ich nur sagen, dass über 5 Jahre Beziehung doch genug Zeit sein dürften, um zu erkennen, ob`s passt oder nicht...finde es schade, dass er sich unter Druck gesetzt fühlt, wenn ich das Thema mittlerweile vielleicht einmal im Jahr und dann noch neckisch anspreche...
Männer, wovor habt ihr denn so Angst?

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21. März 2005 um 12:04

Besser?
Nichts - es wäre ein anderes Gefühl. Endlich sagen zu können: er ist mein Mann. Mittlerweile nervt es mich total ihn immer noch als meinen Freeeuuund vorstellen zu müssen
Natürlich muß ich das akzeptieren, aber wieso akzeptiert er meine Wünsche nicht? Wie gesagt, es würde sich ja nicht viel ändern...
Zu der letzten Frage sag ich jetzt mal nichts.

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21. März 2005 um 12:13
In Antwort auf henda_12684219

Hallooo
erstmal möchte ich dir sagen, dass es mir wirklich leid für dich tut. Eine Ehe ist natürlich kein Garant dafür, dass die Beziehung hält.
Aber wie du selbst geschrieben hast, war dieser Moment sich die Ehe zu versprechen wunderschön.

Zu dem Zeit lassen kann ich nur sagen, dass über 5 Jahre Beziehung doch genug Zeit sein dürften, um zu erkennen, ob`s passt oder nicht...finde es schade, dass er sich unter Druck gesetzt fühlt, wenn ich das Thema mittlerweile vielleicht einmal im Jahr und dann noch neckisch anspreche...
Männer, wovor habt ihr denn so Angst?

Ganz einfach
"Männer, wovor habt ihr denn so Angst?"

Vor dem finanziellen Ruin und ein Leben am Existenzminimum. Das Deutsche Rechtssystem beutet einen aus wie eine Weihnachtsgans, sofern frau das möchte.

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21. März 2005 um 12:33
In Antwort auf daidalos

Ganz einfach
"Männer, wovor habt ihr denn so Angst?"

Vor dem finanziellen Ruin und ein Leben am Existenzminimum. Das Deutsche Rechtssystem beutet einen aus wie eine Weihnachtsgans, sofern frau das möchte.

Traurig
mag es geben, aber ich fände es wahnsinnig traurig, wenn mein Partner so von mir denkt.

Und Unterhaltszahlungen haben auch ihren Sinn, wenn Kinder mit im Spiel sind. In diesem Fall macht es das deutsche System Alleinerziehenden auch nicht gerade leicht. Kann mir vorstellen, dass sich viele Frauen(und Männer in dieser Situation) auch etwas anderes wünschen...
Zum Thema Gütertrennung kann ich mich einer Vorrednerin nur anschließen - Ehevertrag!

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21. März 2005 um 13:03

Tja..
...ich sehe das etwas anders wie die meisten frauen hier...ich brauche keinen trauschein für meine beziehung und das hat nichts damit zutun, dass ich mir nicht sicher bin oder das ich eine hintertür brauche (ehe ist eh keine garant und man kann sich ja auch sehr schnell scheiden lassen, was man an den zahlen in deutschland ja sieht)

wenn ich hier öfters lese wie versessen manche (damit meine ich nicht unbedingt dich) sind, würde ich als partner auch die krise bekommen. ich zeige meinem freund jeden tag, dass ich ihn liebe, dass wir zusammen gehören und entscheide mich immer wieder neu für ihn. ist das nicht das wichtigste?....ich denke, dass vielleicht viele frauen, die unbedingt heiraten möchten, doch irgendwo eine sicherheitsbeweis haben möchten....jetzt ist er MEIN MANN! hat für mich etwas mit besitzdenken gemein.

ich schliesse ein heirat nicht aus und wenn nachwuchs kommt, dann wir auch geheiratet....aber ich bin glücklich in meiner beziehung und das ist für mich das wichtigste....dafür brauche ich nicht den status ehe.

gruß, tigerle

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21. März 2005 um 14:20
In Antwort auf henda_12684219

Hallooo
erstmal möchte ich dir sagen, dass es mir wirklich leid für dich tut. Eine Ehe ist natürlich kein Garant dafür, dass die Beziehung hält.
Aber wie du selbst geschrieben hast, war dieser Moment sich die Ehe zu versprechen wunderschön.

Zu dem Zeit lassen kann ich nur sagen, dass über 5 Jahre Beziehung doch genug Zeit sein dürften, um zu erkennen, ob`s passt oder nicht...finde es schade, dass er sich unter Druck gesetzt fühlt, wenn ich das Thema mittlerweile vielleicht einmal im Jahr und dann noch neckisch anspreche...
Männer, wovor habt ihr denn so Angst?

Klar was dieser moment wunderschön
doch sie hat ihn und die erinnerung daran komplett zerstört! mittlerweile bin ich soweit, dass ich finde eine heirat ohne geplanten nachwuchs ist absolut nicht nötig. die liebe zueinander und die zusammengehörtigkeit gegen aussen kann man sich auch anders beweisen. was das umfeld sagt oder fragt ist sowieso absolut irrelevant. ding zu machen, damit das umfeld "zufrieden" ist und man in eine schablone passt finde ich falsch.
ich hoffe aber ihr geht euren weg so das es für euch beide stimmt. ich finde es auch schade, wenn in einer beziehung gerade wegen solcher themen stress und unzufreidenheit entsteht. gegenseitige toleranz finde ich extrem wichtig. natürlich soll es nicht so sein, dass nur du nachgibst und es für deinen freund stimmt. er soll sich auf jeden fall auch mit dem thema befassen und dir entgegenkommen.
alles gute für deine / eure zukunft.

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21. März 2005 um 14:42
In Antwort auf henda_12684219

Traurig
mag es geben, aber ich fände es wahnsinnig traurig, wenn mein Partner so von mir denkt.

Und Unterhaltszahlungen haben auch ihren Sinn, wenn Kinder mit im Spiel sind. In diesem Fall macht es das deutsche System Alleinerziehenden auch nicht gerade leicht. Kann mir vorstellen, dass sich viele Frauen(und Männer in dieser Situation) auch etwas anderes wünschen...
Zum Thema Gütertrennung kann ich mich einer Vorrednerin nur anschließen - Ehevertrag!

Es liegt nicht nur an dir,
sondern am Rechtssystem selbst.

Ich gebe mal ein Beispiel: Ein Mann musste Unterhalt für seine Frau zahlen. Diese hat einen neuen Mann, der allerdings Pflegefall war. Die Frau ist dann gestorben, und ihr Ex-Ehemann stellte logischer Weise die Zahlung ein. Ein Gericht beschloss aber, dass nun der Ex-Ehemann weiterhin Unterhalt für den kranken Witwer seiner Ex-Frau zu zahlen hat. Grotesk, aber das ist das deutsche Rechtssystem. Wäre alles ohne Ehe nicht passiert.

Gleiches bzgl. Kinder. Ist man verheiratet wird umgehend der Ehemann als Vater eingetragen. Hat er einen Verdacht, es handelt sich nicht um sein Kind, hat er zwei Jahre Zeit einen begründeten Verdacht hervorzubringen, um die Vaterschaft vor Gericht anzufechten. Ein heimliche Vaterschaftstest, den Rot/Grün auch noch unter Strafe stellen will, wird dabei vor Gericht nicht als begründeter Verdacht anerkannt, so dass der heimliche Vaterschaftstest nicht ausreicht, einen gerichtlichen Vaterschaftstest zu erzwingen - dabei vergeht Zeit und plötzlich muss man 27 Jahre für ein Kind finanziell aufkommen, welches nicht das eigene ist. Das alles wäre nicht passiert, wenn man nicht in der Ehe steht.

Und zum Ehevertrag: viele wurden im Nachhinein für nichtig erklärt und der Mann musste trotzdem für Gelder aufkommen, die im Ehevertrag nicht festgelegt wurden.

Die Ehe ist für den Mann zu einem rechtslosen Raum mutiert, zu einem Lebensrisiko. Klar ist das in der Verliebtheitsphase nicht nachvollziehbar, aber das könnte in deinem Fall durchaus ein Grund sein. Wenn du als Frau einem Mann Sicherheit geben kannst, d.h. dass du ihm - auch im Falle einer Scheidung/Trennung - nie seine Kinder vorenthältst etc. pp. dann ist das sicherlich ein sehr gute Basis für eine Beziehung, in der auch der Ehe nichts entgegensteht. Du solltest auf jeden Fall herausfinden, warum er das nicht möchte und ob das Gründe dieser Art sind. Ich kann jedenfalls aus meinem Bekanntenkreis heraus die Erfahrung ziehen, dass viele Männer aufgrund der finanziellen Risikien und dem ganzen Theater mit Vaterschaft etc. der Ehe inzwischen äußerst abgeneigt sind. Ob es bei deinem Freund genauso ist, weiß ich nicht, halte ich aber für möglich.

Daidalos

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21. März 2005 um 14:58
In Antwort auf daidalos

Es liegt nicht nur an dir,
sondern am Rechtssystem selbst.

Ich gebe mal ein Beispiel: Ein Mann musste Unterhalt für seine Frau zahlen. Diese hat einen neuen Mann, der allerdings Pflegefall war. Die Frau ist dann gestorben, und ihr Ex-Ehemann stellte logischer Weise die Zahlung ein. Ein Gericht beschloss aber, dass nun der Ex-Ehemann weiterhin Unterhalt für den kranken Witwer seiner Ex-Frau zu zahlen hat. Grotesk, aber das ist das deutsche Rechtssystem. Wäre alles ohne Ehe nicht passiert.

Gleiches bzgl. Kinder. Ist man verheiratet wird umgehend der Ehemann als Vater eingetragen. Hat er einen Verdacht, es handelt sich nicht um sein Kind, hat er zwei Jahre Zeit einen begründeten Verdacht hervorzubringen, um die Vaterschaft vor Gericht anzufechten. Ein heimliche Vaterschaftstest, den Rot/Grün auch noch unter Strafe stellen will, wird dabei vor Gericht nicht als begründeter Verdacht anerkannt, so dass der heimliche Vaterschaftstest nicht ausreicht, einen gerichtlichen Vaterschaftstest zu erzwingen - dabei vergeht Zeit und plötzlich muss man 27 Jahre für ein Kind finanziell aufkommen, welches nicht das eigene ist. Das alles wäre nicht passiert, wenn man nicht in der Ehe steht.

Und zum Ehevertrag: viele wurden im Nachhinein für nichtig erklärt und der Mann musste trotzdem für Gelder aufkommen, die im Ehevertrag nicht festgelegt wurden.

Die Ehe ist für den Mann zu einem rechtslosen Raum mutiert, zu einem Lebensrisiko. Klar ist das in der Verliebtheitsphase nicht nachvollziehbar, aber das könnte in deinem Fall durchaus ein Grund sein. Wenn du als Frau einem Mann Sicherheit geben kannst, d.h. dass du ihm - auch im Falle einer Scheidung/Trennung - nie seine Kinder vorenthältst etc. pp. dann ist das sicherlich ein sehr gute Basis für eine Beziehung, in der auch der Ehe nichts entgegensteht. Du solltest auf jeden Fall herausfinden, warum er das nicht möchte und ob das Gründe dieser Art sind. Ich kann jedenfalls aus meinem Bekanntenkreis heraus die Erfahrung ziehen, dass viele Männer aufgrund der finanziellen Risikien und dem ganzen Theater mit Vaterschaft etc. der Ehe inzwischen äußerst abgeneigt sind. Ob es bei deinem Freund genauso ist, weiß ich nicht, halte ich aber für möglich.

Daidalos

Hm,
das sind aber nun echt die schlimmsten von den schlimmsten Beispielen, die man(n) aufführen kann, oder?
Ich denke, dass wir im Laufe unserer Beziehung solche Fragen(Kinder, Eigenheim, etc.) schon zu Genüge ausdiskutiert haben und uns auch einig sind. Ich frage mich einfach - wo bleibt bei der ganzen Sache die Liebe?

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21. März 2005 um 15:00
In Antwort auf dara_11856066

Klar was dieser moment wunderschön
doch sie hat ihn und die erinnerung daran komplett zerstört! mittlerweile bin ich soweit, dass ich finde eine heirat ohne geplanten nachwuchs ist absolut nicht nötig. die liebe zueinander und die zusammengehörtigkeit gegen aussen kann man sich auch anders beweisen. was das umfeld sagt oder fragt ist sowieso absolut irrelevant. ding zu machen, damit das umfeld "zufrieden" ist und man in eine schablone passt finde ich falsch.
ich hoffe aber ihr geht euren weg so das es für euch beide stimmt. ich finde es auch schade, wenn in einer beziehung gerade wegen solcher themen stress und unzufreidenheit entsteht. gegenseitige toleranz finde ich extrem wichtig. natürlich soll es nicht so sein, dass nur du nachgibst und es für deinen freund stimmt. er soll sich auf jeden fall auch mit dem thema befassen und dir entgegenkommen.
alles gute für deine / eure zukunft.

Und
alles Gute auch für dich

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22. März 2005 um 8:40
In Antwort auf daidalos

Es liegt nicht nur an dir,
sondern am Rechtssystem selbst.

Ich gebe mal ein Beispiel: Ein Mann musste Unterhalt für seine Frau zahlen. Diese hat einen neuen Mann, der allerdings Pflegefall war. Die Frau ist dann gestorben, und ihr Ex-Ehemann stellte logischer Weise die Zahlung ein. Ein Gericht beschloss aber, dass nun der Ex-Ehemann weiterhin Unterhalt für den kranken Witwer seiner Ex-Frau zu zahlen hat. Grotesk, aber das ist das deutsche Rechtssystem. Wäre alles ohne Ehe nicht passiert.

Gleiches bzgl. Kinder. Ist man verheiratet wird umgehend der Ehemann als Vater eingetragen. Hat er einen Verdacht, es handelt sich nicht um sein Kind, hat er zwei Jahre Zeit einen begründeten Verdacht hervorzubringen, um die Vaterschaft vor Gericht anzufechten. Ein heimliche Vaterschaftstest, den Rot/Grün auch noch unter Strafe stellen will, wird dabei vor Gericht nicht als begründeter Verdacht anerkannt, so dass der heimliche Vaterschaftstest nicht ausreicht, einen gerichtlichen Vaterschaftstest zu erzwingen - dabei vergeht Zeit und plötzlich muss man 27 Jahre für ein Kind finanziell aufkommen, welches nicht das eigene ist. Das alles wäre nicht passiert, wenn man nicht in der Ehe steht.

Und zum Ehevertrag: viele wurden im Nachhinein für nichtig erklärt und der Mann musste trotzdem für Gelder aufkommen, die im Ehevertrag nicht festgelegt wurden.

Die Ehe ist für den Mann zu einem rechtslosen Raum mutiert, zu einem Lebensrisiko. Klar ist das in der Verliebtheitsphase nicht nachvollziehbar, aber das könnte in deinem Fall durchaus ein Grund sein. Wenn du als Frau einem Mann Sicherheit geben kannst, d.h. dass du ihm - auch im Falle einer Scheidung/Trennung - nie seine Kinder vorenthältst etc. pp. dann ist das sicherlich ein sehr gute Basis für eine Beziehung, in der auch der Ehe nichts entgegensteht. Du solltest auf jeden Fall herausfinden, warum er das nicht möchte und ob das Gründe dieser Art sind. Ich kann jedenfalls aus meinem Bekanntenkreis heraus die Erfahrung ziehen, dass viele Männer aufgrund der finanziellen Risikien und dem ganzen Theater mit Vaterschaft etc. der Ehe inzwischen äußerst abgeneigt sind. Ob es bei deinem Freund genauso ist, weiß ich nicht, halte ich aber für möglich.

Daidalos

Ich denke auch, dass ...
in unserem Rechtssystem der 'Mehr-Verdienende' des öfteren die A-Karte zieht und sich nicht wehren kann, aber Dein erstes Beispiel macht mich stutzig.

Auf welcher Rechtsgrundlage soll der Mann für den Witwer seiner Ex-Frau zahlen? Gegen ihn haben die Frau und eventuell vorhandene Kinder Ansprüche, die sich aber nicht nach deren Tod auf Dritte übertragen. Wäre das so, ergäbe sich überall ein Rattenschwanz aus Ansprüchen. Ich kann mir höchstens vorstellen, dass da noch andere vielleicht freiwillig eingegangene Verpflichtungen gegenüber dem Witwer eine Rolle spielen, die dann strittig wurden. Poste doch mal einen Link dazu hier rein, wenn es da etwas gibt. Ich halte nichts für unmöglich, aber dieser Konstrukt würde mich dann doch überraschen.

LG

Larsen

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22. März 2005 um 10:16
In Antwort auf helmut_12550923

Ich denke auch, dass ...
in unserem Rechtssystem der 'Mehr-Verdienende' des öfteren die A-Karte zieht und sich nicht wehren kann, aber Dein erstes Beispiel macht mich stutzig.

Auf welcher Rechtsgrundlage soll der Mann für den Witwer seiner Ex-Frau zahlen? Gegen ihn haben die Frau und eventuell vorhandene Kinder Ansprüche, die sich aber nicht nach deren Tod auf Dritte übertragen. Wäre das so, ergäbe sich überall ein Rattenschwanz aus Ansprüchen. Ich kann mir höchstens vorstellen, dass da noch andere vielleicht freiwillig eingegangene Verpflichtungen gegenüber dem Witwer eine Rolle spielen, die dann strittig wurden. Poste doch mal einen Link dazu hier rein, wenn es da etwas gibt. Ich halte nichts für unmöglich, aber dieser Konstrukt würde mich dann doch überraschen.

LG

Larsen

Der Link!
Siehe hier:

http://www.jur-abc.de/html/print.php?sid=6

Der Sachverhalt: Benno L. war bis 1994 Soldat bei der Bundesmarine und wurde 1979 von seiner berufstätigen Ehefrau geschieden. Sie bekam keinen Unterhalt von ihrem Ex-Mann und heiratete erneut. Nach ihrem Tod im Jahre 2001 wurde dem zweiten Ehemann eine Hinterbliebenenrente zugesprochen und die soll nun der erste, Benno L. zahlen. Knapp 300 Euro werden ihm jeden Monat von seiner Soldatenpension abgezogen.

Dagegen klagte der pensionierte Berufssoldat. Nach Angaben des Verwaltungsgerichts argumentierte er in seiner Klage, zum Versorgungsausgleich sei nur seine geschiedene Ehefrau berechtigt. Der Ausgleichsanspruch sei mit deren Tod 2001 erloschen. Das Gericht urteilte dagegen, der Kläger habe nach dem Tod seiner geschiedenen Frau keinen Anspruch auf ungekürzte Versorgungsbezüge nach dem Soldatenversorgungsgesetz. Bereits der geschiedenen Ehefrau des Klägers seien Leistungen aus dem durch den Versorgungsausgleich erlangten Rentenanspruch gewährt worden. Der Witwer habe einen Teil dieser Leistungen übernommen. Dass die Ehe bereits vor mehr als 24 Jahren geschieden wurde, spiele keine Rolle.

Das findet Benno L. nicht lustig: "Ich muss von meiner Pension meine Frau und zwei Kinder ernähren. Elkes zweiter Mann hat ein eigenes Haus und genügend Geld. Er könnte auf meine Pension verzichten."

_________________

Darüber hatte sich auch das Ausland lustig gemacht, aber so ist halt das Deutsche Rechtssystem. Absolut grotesk! Und da wundern sich die Herren Politiker über rückgehende Geburten und zu wenige Eheschließungen etc.

Daidalos

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22. März 2005 um 13:42
In Antwort auf daidalos

Der Link!
Siehe hier:

http://www.jur-abc.de/html/print.php?sid=6

Der Sachverhalt: Benno L. war bis 1994 Soldat bei der Bundesmarine und wurde 1979 von seiner berufstätigen Ehefrau geschieden. Sie bekam keinen Unterhalt von ihrem Ex-Mann und heiratete erneut. Nach ihrem Tod im Jahre 2001 wurde dem zweiten Ehemann eine Hinterbliebenenrente zugesprochen und die soll nun der erste, Benno L. zahlen. Knapp 300 Euro werden ihm jeden Monat von seiner Soldatenpension abgezogen.

Dagegen klagte der pensionierte Berufssoldat. Nach Angaben des Verwaltungsgerichts argumentierte er in seiner Klage, zum Versorgungsausgleich sei nur seine geschiedene Ehefrau berechtigt. Der Ausgleichsanspruch sei mit deren Tod 2001 erloschen. Das Gericht urteilte dagegen, der Kläger habe nach dem Tod seiner geschiedenen Frau keinen Anspruch auf ungekürzte Versorgungsbezüge nach dem Soldatenversorgungsgesetz. Bereits der geschiedenen Ehefrau des Klägers seien Leistungen aus dem durch den Versorgungsausgleich erlangten Rentenanspruch gewährt worden. Der Witwer habe einen Teil dieser Leistungen übernommen. Dass die Ehe bereits vor mehr als 24 Jahren geschieden wurde, spiele keine Rolle.

Das findet Benno L. nicht lustig: "Ich muss von meiner Pension meine Frau und zwei Kinder ernähren. Elkes zweiter Mann hat ein eigenes Haus und genügend Geld. Er könnte auf meine Pension verzichten."

_________________

Darüber hatte sich auch das Ausland lustig gemacht, aber so ist halt das Deutsche Rechtssystem. Absolut grotesk! Und da wundern sich die Herren Politiker über rückgehende Geburten und zu wenige Eheschließungen etc.

Daidalos

Ist in der Tat eigenartig, ...
aber in dem Artikel zumindest sind auch ein paar Ungereimtheiten drin.

Heute wäre es relativ simpel. Zum Zeitpunkt der Ehescheidung wird der Versorgungsausgleich berechnet und damit sind die Rentenansprüche festgeschrieben. Der Witwer würde Hinterbliebenenrente über das Rentenkonto der verstorbenen Frau bekommen und der Kläger in diesem Fall davon gar nichts mitbekommen, weil ihm nur noch seine Rente ausgezahlt würde, von der die Ansprüche seiner Ex-Frau schon abgezogen sind.

Hier sieht es so aus, als seien die 300 Euro der Betrag, der dem Rentenkonto der Frau hätten gutgeschrieben werden müssen, was aber wohl nicht der Fall war (" ... Bereits der geschiedenen Ehefrau des Klägers seien Leistungen aus dem durch den Versorgungsausgleich erlangten Rentenanspruch gewährt worden. ...") und nun macht der Witwer Ansprüche auf eine Hinterbliebenenrente geltend gegen den Teil der Pension, der seiner Ex-Frau zugestanden hatte oder hätte.

So würde dieser Richterspruch für mich Sinn machen und dass die Bild-Zeitung die Details weg läßt und einen reisserischen Artikel draus macht, ist man auch gewohnt.

Hab gerade gegoogelt und festgestellt, dass es den Versorgungsausgleich seit Mitte 1977 gibt. Demnach dürften die Rentenansprüche eigentlich unmißverständlich geklärt sein.

Ein bisschen mysteriös der Fall und von daher würde ich mir erst einmal alle Details anschauen bevor ich mich zu einer Aussage hinreissen lassen würde. Aber wie heisst es so schön: Vor Gericht und auf hoher See ...

LG

Larsen

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30. April 2005 um 14:08

Ich kann es verstehen, man
will einfach irgendwann standfest sein, sich zu jemandem bekennen.

Das Gefühl des bedingungslosen Zusammanhalts spüren.

Egal was kommt, wir werden es zusammen durchstehen, hauptsache wir haben uns.
So bester-Freund-mäßig.
Wenn mein Partner so nicht denkt, dann ist er wohl der Falsche.

Was ich jetzt nicht auf dich projezieren will, es ist einfach so mein Wunsch den ich im Leben habe.

Jemanden finden, der alle Hürden mit mir bewältigt.
Finanzielle, familiäre, ...

Ich denke du siehst das ähnlich.

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3. Mai 2005 um 23:35
In Antwort auf henda_12684219

Hallo kleineente
ja also mit der Versorgungssituation ist schon so`n Ding...es ist wirklich ein Problem, da wir beide freiberuflich sind und da ist das ganze ja nochmal ne andere Geschichte - wie gesagt in dem Punkt kann ich ihn verstehen und bin mir auch sicher, dass er mich nicht hinterm Herd haben will, da ich nicht so "haushaltskompatibel" bin und das weiß er auch...
ich denke, es ist echt noch immer diese alberne Bindungsangst, aus einer Ehe kommt man ja schließlich nicht mehr so leicht raus, wie aus einer Beziehung, wobei ich doch eine sehr tolerante Einstellung zu Beziehung und Liebe hab und weiß, dass man keinen Menschen "besitzen" kann.
Ich weiß leider, dass ich mein Restleben nicht unverheiratet glücklich bestreiten kann. In dem Punkt bin ich total spießig und stehe auch dazu.
So blöd sich das anhört, aber ich werd ja auch nicht jünger und würde gerne noch ein Hochzeitskleid in Größe 38 kaufen

Meine Frage wird hiermit geändert: Was tun gegen Bindungsangst???Wie kann ich ihn überzeugen? Ich will ja ihn und keinen anderen!

Mach dich rar
Wenn du ihn dazu bringen willst, daß er dich heiratet, kann ich dir nur den Rat geben: Besorg dir das Buch von Ellen Fein: Die Kunst den Mann fürs Leben zu finden. Ich finde es total gut und es ist total lustig geschrieben. Nach dem Motto: Wenn er nicht will, zieh dich etwas zurück, mach dich rar, gebe ihm manchmal freundlich einen Korb - dann springen die Männen an. Vielleicht will er aber wirklich nicht heiraten, dann mußt du dir einen anderen suchen. Aber ich glaube du mußt ihn indirekt mit deinem Verhalten dazu bringen, daß er will, nach dem Motto Männchen jagt Weibchen. Am besten sollte man erst gar nicht mit ihm zusammenziehen, weil warum sollte er dich dann noch heiraten, wenn er alles Liebe, Sex etc. kostenlos bekommt. Besinn dich auf deine Selbstachtung

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11. Juni 2005 um 19:59

Kommt mir sehr bekannt vor
...mir gehts haargenau gleich...
auch mein freund findet, es sei nicht nötig, wieso ich denn das möchte....
viele zeit hatte ich angst, dass ich wohl in dem falle nicht die frau seines lebens sei... dann sah ich auch die freunde meiner freundinnen, die alle schon nach ein paar monaten heiratesanträge machten und wurde jedesmal sehr neidisch - bis dieselben nach jeweils gradso kurzer zeit auch wieder verlassen wurden. wir sind jetzt "wenigsten" seit über 4 jahren sehr glücklich zusammen. aber eben: ich möchte sehr gerne heirate und sehr gerne ein kind und er findet beides nicht wirklich wichtig und nötig... letzthin habe ich ihm gesag "für mich gehört das zu meinem leben, wenn du es dir wirklich nicht vorstellen kannst, dann muss ich das wissen" - aber er ist ja immer noch da und deshalb denke ich, dass er vielleicht noch etwas zeit braucht?
manchmal frage ich mich, was ich anders mache als andere frauen? wieso wollen so viele heiraten nur mein schatz nicht? was mache ich falsch?

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