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Was schenkt man dem Trauzeugen?

20. Juli 2005 um 11:39

Hallo Leute

also das man den Gästen eine kleinigkeit (meist Süßes) bei der Hochzeit schenkt weiß ich ja. aber was schenkt man den Trauzeugen? Schenkt man nicht dem trauzeugen vom Mann einen Flachmann auf dem Junggesellenabschied den er dann an der Hochzeit bei sich tragen muß? Was schenkt man der trauzeugin von der Braut?

Außer Junggesellenabschied / Polterabend planen machen die trauzeugen heutzutage ja nicht mehr viel gell?

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21. Juli 2005 um 9:36

Nein
das sind eigentlich deutschlandweite Traditionen.
Das mit dem Polterabend war früher so. Genauso wie der Junggesellenenabend. Heutzutage organisieren die Trauzeugen auf jedem Fall den Junggesellenabend. Den Polterabend machen die Brautpaare meist selber. Aber der Trauzeuge ist ursprünglich nicht nur als Zeuge da, sondern auch als rechte Hand des Paares und unterstützt während der gesamten Planung wenn gewünscht. Heutzutage haben sich die meisten Traditionen ja leider in Luft aufgelöst... schade.
Das mit den Geschenken wird auch in ganz Deutschland gemacht! Schade das Du nie auf so einer Hochzeit warst. Es ist ja meist nur eine Kleinigkeit wie ein paar Bonbons oder ein Stück Kuchen für den Heimweg. In den südlichen ländern schenkt das Brautpaar 5 harte Zuckerbonbons die für Glück, Fruchtbarkeit etc stehen.
Wir machen es auf jedem Fall, daß wir unserne Gästen was schenken. Finde das ist eine schöne Geste ;o)
Für unsere Trauzeugen fällt uns bestimmt auch was ein... soll ja nur eine kleine Aufmerksamkeit sein...

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21. Juli 2005 um 14:39

Aufklärung
Fangen wir mal hinten an...

Mitgift:Als Mitgift werden Güter bezeichnet, die die Braut mit in die Ehe bringt.Allgemeiner formuliert handelt es sich bei der Mitgift um eine kulturell festgelegte Form des Gabentransfers anlässlich einer Heirat. Die Gaben werden vom Vater resp. der Verwandtschaftsgruppe der Braut an den Vater resp. die Verwandtschaftsgruppe des Bräutigams oder aber an das Ehepaar selbst übergeben.Die Mitgift soll dem jungen Paar einen eigenen Haushalt ermöglichen. Falls der Ehemann stirbt, dient sie seiner Witwe als finanzielle Unterstützung. In Kulturen, in denen Töchter vom Erbe ausgeschlossen sind, kann die Mitgift auch als vorgezogenes Erbe angesehen werden.
Kulturelle Auswirkungen
Die Höhe der Mitgift richtet sich vor allem nach der sozialen Stellung des Bräutigams, wodurch es für Frauen niederer sozialer Schichten kaum möglich wird, in höhere Schichten einzuheiraten.
Für Schlagzeilen sorgt die Mitgift immer wieder in Indien. Dort ist die Mitgift zwar seit 1961 gesetzlich verboten, trotzdem muss sich die Familie der Braut oft tief verschulden, um die Ansprüche des Bräutigams zu erfüllen. Nicht selten kommt es vor, dass die Frau vom Ehemann oder seiner Familie ermordet wird, weil die Mitgift nicht hoch genug war ("Mitgiftmorde"). Ihr Tod wird oft als Haushaltsunfall verschleiert. Bei einer erneuten Heirat erhält der Witwer eine weitere Mitgift.
Geschichtliches
Der Brauch der Mitgift war in vielen Teilen der Welt verbreitet, besonders in Europa (römisches Dotalrecht), Afrika und Indien. Schon im Codex Hammurapi, einer rund 3700 Jahre alten Gesetzessammlung, wurde die Mitgift geregelt. Während sie in Europa heute praktisch nicht mehr üblich ist, hat sie sich in anderen Teilen der Welt erhalten.

Polterabend:
Unter einem Polterabend versteht man den Brauch, einem Brautpaar vor dessen Heirat durch das Zerbrechen von Porzellan ein Gelingen der Ehe zu wünschen, nach dem Sprichwort: "Scherben bringen Glück".

Der Polterabend findet in der Regel vor dem Haus der Braut, bzw. deren Eltern statt. Das Brautpaar gibt lediglich den Termin bekannt, lädt aber niemanden im Einzelnen ein. Durch Mundpropaganda kann letztendlich kommen wer will. Manch ein Brautpaar sieht darin die Möglichkeit, viele Personen, die zur Hochzeit selber nicht eingeladen werden können, so am gemeinsamen Glück teilhaben zu lassen. Daher wird auch für eine Verköstigung gesorgt.

Der eigentliche Höhepunkt dieses Brauches ist das Zerbrechen durch Hinwerfen von mitgebrachtem Porzellan, aber auch Steingut, Blumentöpfe oder Keramikartikel, wie Fliesen, Waschbecken und Kloschüsseln, sind gern verwendete Wurfgegenstände. Verboten hingegen sind Gläser (Glas steht für Glück) oder Spiegel (ein zerbrochener Spiegel steht für sieben Jahre Pech). Das Brautpaar muss dann gemeinsam den Scherbenhaufen entsorgen. Durch diesen Akt soll das künftige Ehepaar daran erinnert werden, künftige schwierige Lebenslagen gemeinsam durchzustehen.

Wo der Ursprung des Sprichworts liegt, ist nicht genau geklärt. Einige sehen die alten Germanen als Ursprung, die durch das Hinwerfen von Scherben böse Geister vertreiben wollten. Andere machen einen heidnischen Brauch verantwortlich, nach dem den Göttern auf Tonscherben Opfergaben dargebracht wurden, welche im Anschluss daran dann zerbrochen wurden.

Junggesellenabschied ist eigentlich eine "neue" Form. Du machst eigentlich entweder mit Deinem Partner zusammen den Polterabend oder beide einzelnd mit Ihren Freunden einen Junggesellenabschied. Ich glaub das kommt ursprünglich von den Amis....


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21. Juli 2005 um 15:14

Nix
kenne diesen Brauch auch nicht. Noch nie gehört. Ist das möglicherweise ein lokaler Brauch?

Ansonsten würde ich das Übliche nehmen. Also "Danke heißt Merci". Ich weiß, ich weiß, ich lasse mich von der Werbung beeinflussen, aber das ist ein Geschenk, mit dem jeder was anfangen kann, und das jeder sofort versteht.

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21. Juli 2005 um 15:17

Kein lokaler Brauch
mensch warum kennt ihr den Brauch mit den kleinen Gastgeschenken denn nicht? Das ist ein Deutschlandweiter Brauch! Ich komme ursprünglich aus Schleswig-Holstein - dort ist es ein Brauch - nun lebe ich in Baden-Württhemberg und auch dort kennt man den Brauch.... finde ich echt merkwürdig. Wenn ihr mal im Internet schaut findet ihr auch dort den Brauch als überregional... komisch, komisch - ich finde den Brauch zumindest Klasse. Dem Trauzeugen wird wohl ein Flachmann geschenkt und der Trauzeugin was persönliches

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22. Juli 2005 um 8:15

Internet
weil ich es im Internet nachgelesen habe. Vielleicht ist es auch ein neuer oder alter Brauch. Das es ein MUß ist, ist auch auch nicht so. Ich weiß, dass es viele Leute nicht machen. Aber meine Freundinnen kannten es zum Beispiel auch, daß man den Gästen was Kleines wie eine Minikerze mitgibt.

Ist ja auch egal. Wir machen es und gut ist. Hier kennt keiner den Brauch und somit werde ich hier auch keine Tips kriegen. Außerdem ist uns mittlerweile auch was eingefallen

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