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Wie und was muss man alles beachenten bei einer Kirchlichentrauung (ich:katholisch er:ev.)

7. Januar 2009 um 14:36

Hallo,

2009 oder 20010 wollen wir heiraten. Nur leider sind wir da sehr unwissend Wie läuft das eigentlich mit der Kirchlichenhochzeit. Habe da mal ein paar Fragen.

1.Wir wollen gerne standesamtlich in seiner Heimatstadt heiraten und kirchlich in meiner Beides nicht in einem Ort.
Erstma geht das?

2. Ich bin kath. und er evan. D.h wir müssen wenn ökomenisch heiraten. Oder ginge es auch nur in der katholischen kirche zu heiraten mit einem kath.pfarrer? oder muss ein ev.pfarrer dabei sein? Wenn ein ev. dabei sein muss, muss das dann einer aus seiner kirche sein wo er konfirmation hatte?

3. und gibt es heut noch so ein art hochzeitsseminar oder wie sich das nennt bei den katholiken?


sntadesamtlich scheint nicht so komplex zu sein =)

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7. Januar 2009 um 15:42

Ökumenische Trauung...
bedeutet: Ebtweder es ist eine katholische Trauung, wo aber ein evangelischer Pfarrer dabei ist, oder umgekehrt. Beides ist möglich. Es muss nicht der Pfarrer deiner Konfirmation sein, wäre aber gut, wenn es Pfarrer sind, die ihr kennt. Bei jemandem, der nie in die Kirche geht - weiß nicht, ob das bei euch so ist -, ist das schwierig, dementsprechend unpersönlich wird die Trauung, denn der Pfarrer kann ja gar nichts persönliches machen, wenn er euch nicht kennt.

Bei einer evangelischen Trauung mit katholischer Beteiligung braucht der katholische Partner eine sogenannte Dispenz von der Formpflicht. Damit erlaubt die katholische Kirche dem Katholiken die evangelische Heirat. Die bekommt er von der zuständigen Diözese. Das klingt komplizierter, als es ist - bei uns war es ganz leicht. Dafür müsst ihr auf euer zuständiges katholisches Pfarramt, dort sagen sie euch schon, wie das geht. Der Pfarrer muss euch dazu ein paar unsinnige Fragen stellen, und wenn die alle ordnungsgemäß beantwortet werden, dann kommt die Dispenz schließlich.

Ansonsten geht alles wie bei der standesamtlichen Trauung - die Trauung muss bei der Kirche angemeldet werden, der Termin ausgemacht werden (bei einer ökumenischen Trauung schwieriger, da zwei Pfarrer und eine Kirche unter einen Hut gebracht werden müssen, also frühzeitig planen!!!). Natürlich wird der Pfarrer sich mit euch unterhalten, dafür macht er einen Termin aus. Ein Seminar gibt es meines Wissens auch bei den Katholiken nicht. Das Traugespräch ist aber schon persönlich, zumindest, wenn der Pfarrer seinen Job ernst nimmt. Er will ja schließlich wissen, wen er da verheiratet und ob er das verantworten kann. Ein Pfarrer kann eine Trauung nämlich auch verweigern, wenn er denkt, dass das notwendig ist. Insofern ist es immer besser, wenn man den Pfarrer schon länger kennt, auch, weil das Ganze dann viel persönlicher und schöner wird.

Ihr könnt auch in einer anderen Gemeinde heiraten als eurter Hausgemeinde - das haben wir auch gemacht. In diesem Fall muss die Trauung auch mit der dortigen Kirche besprochen werden, das ist nochmal ein Mehraufwand, denn die schmücken ja die Kirche, stellen den Organisten etc. Eure Pfarrer bringt ihr in so einem Fall mit.

Wenn es weitere Fragen gibt, stell sie ruhig, ich habe auch ökumenisch geheiratet.

Bei einer katholischen Trauung ist das nicht notwendig.

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7. Januar 2009 um 15:44
In Antwort auf britta_12100163

Ökumenische Trauung...
bedeutet: Ebtweder es ist eine katholische Trauung, wo aber ein evangelischer Pfarrer dabei ist, oder umgekehrt. Beides ist möglich. Es muss nicht der Pfarrer deiner Konfirmation sein, wäre aber gut, wenn es Pfarrer sind, die ihr kennt. Bei jemandem, der nie in die Kirche geht - weiß nicht, ob das bei euch so ist -, ist das schwierig, dementsprechend unpersönlich wird die Trauung, denn der Pfarrer kann ja gar nichts persönliches machen, wenn er euch nicht kennt.

Bei einer evangelischen Trauung mit katholischer Beteiligung braucht der katholische Partner eine sogenannte Dispenz von der Formpflicht. Damit erlaubt die katholische Kirche dem Katholiken die evangelische Heirat. Die bekommt er von der zuständigen Diözese. Das klingt komplizierter, als es ist - bei uns war es ganz leicht. Dafür müsst ihr auf euer zuständiges katholisches Pfarramt, dort sagen sie euch schon, wie das geht. Der Pfarrer muss euch dazu ein paar unsinnige Fragen stellen, und wenn die alle ordnungsgemäß beantwortet werden, dann kommt die Dispenz schließlich.

Ansonsten geht alles wie bei der standesamtlichen Trauung - die Trauung muss bei der Kirche angemeldet werden, der Termin ausgemacht werden (bei einer ökumenischen Trauung schwieriger, da zwei Pfarrer und eine Kirche unter einen Hut gebracht werden müssen, also frühzeitig planen!!!). Natürlich wird der Pfarrer sich mit euch unterhalten, dafür macht er einen Termin aus. Ein Seminar gibt es meines Wissens auch bei den Katholiken nicht. Das Traugespräch ist aber schon persönlich, zumindest, wenn der Pfarrer seinen Job ernst nimmt. Er will ja schließlich wissen, wen er da verheiratet und ob er das verantworten kann. Ein Pfarrer kann eine Trauung nämlich auch verweigern, wenn er denkt, dass das notwendig ist. Insofern ist es immer besser, wenn man den Pfarrer schon länger kennt, auch, weil das Ganze dann viel persönlicher und schöner wird.

Ihr könnt auch in einer anderen Gemeinde heiraten als eurter Hausgemeinde - das haben wir auch gemacht. In diesem Fall muss die Trauung auch mit der dortigen Kirche besprochen werden, das ist nochmal ein Mehraufwand, denn die schmücken ja die Kirche, stellen den Organisten etc. Eure Pfarrer bringt ihr in so einem Fall mit.

Wenn es weitere Fragen gibt, stell sie ruhig, ich habe auch ökumenisch geheiratet.

Bei einer katholischen Trauung ist das nicht notwendig.

Wie immer hab ich was vergessen zu sagen...
... in den Pfarrämtern gibt es auch Broschüren zum Thema gemischtkonfessionelle Ehe. Überhaupt kann man euch dort natürlich zuallererst helfen. Keine Angst, die beantworten täglich solche Fragen. Also am besten einfach das Pfarramt selber fragen.

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7. Januar 2009 um 15:47
In Antwort auf britta_12100163

Ökumenische Trauung...
bedeutet: Ebtweder es ist eine katholische Trauung, wo aber ein evangelischer Pfarrer dabei ist, oder umgekehrt. Beides ist möglich. Es muss nicht der Pfarrer deiner Konfirmation sein, wäre aber gut, wenn es Pfarrer sind, die ihr kennt. Bei jemandem, der nie in die Kirche geht - weiß nicht, ob das bei euch so ist -, ist das schwierig, dementsprechend unpersönlich wird die Trauung, denn der Pfarrer kann ja gar nichts persönliches machen, wenn er euch nicht kennt.

Bei einer evangelischen Trauung mit katholischer Beteiligung braucht der katholische Partner eine sogenannte Dispenz von der Formpflicht. Damit erlaubt die katholische Kirche dem Katholiken die evangelische Heirat. Die bekommt er von der zuständigen Diözese. Das klingt komplizierter, als es ist - bei uns war es ganz leicht. Dafür müsst ihr auf euer zuständiges katholisches Pfarramt, dort sagen sie euch schon, wie das geht. Der Pfarrer muss euch dazu ein paar unsinnige Fragen stellen, und wenn die alle ordnungsgemäß beantwortet werden, dann kommt die Dispenz schließlich.

Ansonsten geht alles wie bei der standesamtlichen Trauung - die Trauung muss bei der Kirche angemeldet werden, der Termin ausgemacht werden (bei einer ökumenischen Trauung schwieriger, da zwei Pfarrer und eine Kirche unter einen Hut gebracht werden müssen, also frühzeitig planen!!!). Natürlich wird der Pfarrer sich mit euch unterhalten, dafür macht er einen Termin aus. Ein Seminar gibt es meines Wissens auch bei den Katholiken nicht. Das Traugespräch ist aber schon persönlich, zumindest, wenn der Pfarrer seinen Job ernst nimmt. Er will ja schließlich wissen, wen er da verheiratet und ob er das verantworten kann. Ein Pfarrer kann eine Trauung nämlich auch verweigern, wenn er denkt, dass das notwendig ist. Insofern ist es immer besser, wenn man den Pfarrer schon länger kennt, auch, weil das Ganze dann viel persönlicher und schöner wird.

Ihr könnt auch in einer anderen Gemeinde heiraten als eurter Hausgemeinde - das haben wir auch gemacht. In diesem Fall muss die Trauung auch mit der dortigen Kirche besprochen werden, das ist nochmal ein Mehraufwand, denn die schmücken ja die Kirche, stellen den Organisten etc. Eure Pfarrer bringt ihr in so einem Fall mit.

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Bei einer katholischen Trauung ist das nicht notwendig.

Huch, der letzte Satz...
... war verrutscht. Es soll heißen: Bei einer katholischen Traunng ist keine Dispenz von der evangelischen Kirche nötig. Aber damit kenne ich mich nicht so gut aus, das müsst ihr mit der Kirche selber klären.

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7. Januar 2009 um 16:03
In Antwort auf britta_12100163

Ökumenische Trauung...
bedeutet: Ebtweder es ist eine katholische Trauung, wo aber ein evangelischer Pfarrer dabei ist, oder umgekehrt. Beides ist möglich. Es muss nicht der Pfarrer deiner Konfirmation sein, wäre aber gut, wenn es Pfarrer sind, die ihr kennt. Bei jemandem, der nie in die Kirche geht - weiß nicht, ob das bei euch so ist -, ist das schwierig, dementsprechend unpersönlich wird die Trauung, denn der Pfarrer kann ja gar nichts persönliches machen, wenn er euch nicht kennt.

Bei einer evangelischen Trauung mit katholischer Beteiligung braucht der katholische Partner eine sogenannte Dispenz von der Formpflicht. Damit erlaubt die katholische Kirche dem Katholiken die evangelische Heirat. Die bekommt er von der zuständigen Diözese. Das klingt komplizierter, als es ist - bei uns war es ganz leicht. Dafür müsst ihr auf euer zuständiges katholisches Pfarramt, dort sagen sie euch schon, wie das geht. Der Pfarrer muss euch dazu ein paar unsinnige Fragen stellen, und wenn die alle ordnungsgemäß beantwortet werden, dann kommt die Dispenz schließlich.

Ansonsten geht alles wie bei der standesamtlichen Trauung - die Trauung muss bei der Kirche angemeldet werden, der Termin ausgemacht werden (bei einer ökumenischen Trauung schwieriger, da zwei Pfarrer und eine Kirche unter einen Hut gebracht werden müssen, also frühzeitig planen!!!). Natürlich wird der Pfarrer sich mit euch unterhalten, dafür macht er einen Termin aus. Ein Seminar gibt es meines Wissens auch bei den Katholiken nicht. Das Traugespräch ist aber schon persönlich, zumindest, wenn der Pfarrer seinen Job ernst nimmt. Er will ja schließlich wissen, wen er da verheiratet und ob er das verantworten kann. Ein Pfarrer kann eine Trauung nämlich auch verweigern, wenn er denkt, dass das notwendig ist. Insofern ist es immer besser, wenn man den Pfarrer schon länger kennt, auch, weil das Ganze dann viel persönlicher und schöner wird.

Ihr könnt auch in einer anderen Gemeinde heiraten als eurter Hausgemeinde - das haben wir auch gemacht. In diesem Fall muss die Trauung auch mit der dortigen Kirche besprochen werden, das ist nochmal ein Mehraufwand, denn die schmücken ja die Kirche, stellen den Organisten etc. Eure Pfarrer bringt ihr in so einem Fall mit.

Wenn es weitere Fragen gibt, stell sie ruhig, ich habe auch ökumenisch geheiratet.

Bei einer katholischen Trauung ist das nicht notwendig.

Kann man ...
auch in einer kath. kirche heiraten ohne ev.pfarrer also nur ein kath.?

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7. Januar 2009 um 16:57
In Antwort auf yaron_12701173

Kann man ...
auch in einer kath. kirche heiraten ohne ev.pfarrer also nur ein kath.?

Ich glaube ja...
... denn es fällt mir kein Grund ein, warum das nicht gehen sollte. Bei der Katholischen Kirche kenne ich mich jetzt aber mit Anmeldung und Formalitäten nicht so aus. Da müsstet ihr direkt im Pfarramt danach fragen.

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21. Januar 2009 um 20:11

Also:
Wenn ihr beide nicht viel in die Kirche geht und es eigentlich egal ist, ob ihr Kath., evangel., oder ökumenisch heiratet, ist es am einfachsten, wenn ihr katholisch heiratet, weil ihr euch dann viel Papierkram erspart.

Ihr könnt euch sozusagen den katholischen Priester aussuchen ( wenn er einverstanden ist) und auch in einer anderen Kirche als seiner Pfarrkirche heiraten. Wer dabei der Priester ist, ist völlig egal... (Natürlich ist es besser, wenn er euch sympathiosch ist)

Ein "Eheseminar" gibt es zwar noch, ist aber - bei den meisten Priestern - nicht mehr obligatorisch. Er werdet euch nur mit dem Pfarrer treffen, ein wenig über eure Motivation reden (keine Sorge, da wird keiner Steine in den Weg legen) und bei der Gelegenheit schon den Mess- oder Gottesdienstablauf (je nach Wahl) besprechen (evtl. Lieder, Texte usw.).

Standesamt und Kirche können sogar auf unterschiedlichen Kontinenten liegen, solange die staatliche Trauung vom Deutschen Staat anerkannt ist...

So, viele Grüße von einer langjährigen Messdienerinn...

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